Frage von aliiyy, 90

Wie lange muss Atommmüll gelagert werden sodass es ungefährlich ist?

Hi!!

Ich habe eine GFS und da ist die Frage wie lange Atommüll gelagert werden muss sodass er keine Gefahr mehr anrichtet. Wäre echt nett wenn ihr mir da weiter helfen würdet.

Antwort
von Shiftclick, 67

Das hängt von den radioatkiven Elementen ab, die der Müll enthält. Siehe dazu Halbwertszeit bei Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Halbwertszeit, http://www.bund-rvso.de/atommuell-endlager-info.html) etc. Meistens sind es einige Zehntausend Jahre, bei manchen Stoffen auch länger (also Millionen Jahre).

Antwort
von NoIdeaWhy, 54

Guck doch einfach ins Periodensystem zu Uran und Plutonium, da steht die Halbwertszeit, recht weit unten im PSE

Antwort
von ocin1, 24

Atommüll: In einem deutschen KKW ergibt sich jährlich etwa 23 t hochradioaktiver Müll ("abgebrannte" Brennelemente). Die deutsche Industrie  (auch Photovoltaik-, Halbleiter) produziertjährlich 820 Mio.t CO2 (etwa 1/3 für Strom) und 50.000 t chemisch hoch giftigen/krebserregenden Sondermüll, welcher nicht verbrannt werden kann. Dieser Sondermüll wird in den 6 BRD Endlagern,  z.B. der Untertage-Sondermülldeponie Herfa-Neurode (siehe Inter-Netbei Wiki), endgelagert. Sämtliche Flugasche, Verbrennungs-Stäube der Filteranlagen von Kohle- , Müllverbrennungs- oder Sondermüllverbrennungs-Kraftwerken landet ebenfalls in einem chemischen Endlager, nochmals verbrennen ist nicht sinnvoll. In Herfa-Neurode haben sich so schon 700.000 t hoch krebserregend-giftiges Dioxin und Furan haltige Filterrückstände angesammelt.(toxcenter.org/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php). Nur auf Herfa Neurode bezogen stehen also 17 mal 23 t (etwa 400t) hoch aktiver Nuklear-“Müll“ den etwa 50.000 t hoch chemisch giftigen Abfällen der Chemie- und Verbrennungs-Technik gegenüber.

Abgebrannte Brennelemente sind nach 300 000. Jahren
auf ein radio-giftigkeits Niveau von natürlichem Uranerz (Pechblende) abgeklungen (schau hierzu mal im Netz unter radiotoxicity).

Der nukleare Abfall aus aktuellen Wiederaufbereitungsanlagen
(Sellafield,Le Hage) ist nach 10 000 Jahren auf dem
radio-giftigkeits Niveau von Pechblende abgeklungen. Durch das Abtrennen vom mittel-radioaktiven Plutonium und dem sehr schwach radioaktiven Uran verbleiben nur noch die hoch radioaktiven Spalt-Produkte und die mittel-radioaktiven Minor-Actinide (ohne U, Pu). Somit wird der hochaktive nukleare Müll der KKW um den Faktor 20 reduziert (siehe bei Wiki nach „Wiederaufarbeitung“). Wendet man das auf die 17 KKW der BRD an, fallen nicht mehr 400t Atom-Müll pro Jahr an, sondern nur noch 20 t pro Jahr (hochradioaktiver Abfall
jetzt aber nur noch die Spalt-Produkte + Minor-Actinide). Weiter verringert das Abtrennen (Wiederaufarbeiten) die Lagerzeit des Abfalls um den Faktor 10.


Bei einer alternativen Reaktortechnik (schnelle
Reaktoren,Flüssigsalz-Reaktor, homogene  Fluid-Reaktoren,ww.Energyfromthorium.com,Dual-Fluid-Reaktor.de/technik/prinzip) würden nur noch die Spalt-Produkte als Abfall anfallen. Der nukleare Müll solcher alternativen Reaktor-Typen ist bereits nach etwa 500
Jahren
auf das radio-giftigkeits Niveau von Pechblende
abgeklungen. Das ist möglich, da alle Transurane (Minor-Actinide) im Reaktor verbleiben und dort vom schnellen/epithermischen Neutron-Fluss gespalten/ transmutiert werden. Somit nutzt man die Minor-Actinide wie das Uran-235 oder das Plutonium-239 (Siehe unter
Transmutation ).


Bei den chemischen Giftstoffen, wie den hoch
krebserregenden Dioxin, Furan,... der Verbrennungs-Technik ist nicht mit einer Zersetzung zu rechnen. Chemikalien zerfallen leider nicht wie radioaktive Stoffe. Somit verbleiben diese hoch gefährlichen Abfälle für immer.


Leider wurde 2005 unter den SPD/Grünen die nukleare
Mülltrennung (Wiederaufbereitung), auch die deutscher Abfälle im Ausland, verboten. Interessanter weise lagert die BRD chemisch hochgiftige Abfälle des Auslandes gegen Geld ein. Damit haben die Grünen kein Problem. Weiter wurde das größte chem. Endlager weltweit (Fläche Münchens inklusive Autobahnring) in Herfa Neurode vom damaligen hessischen Umweltminister Joschka Fischer 1986 genehmigt und als "Juwel" bezeichnet:-)[ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13520557.html].
Also, wer "GRÜN" wählt, wählt chemische Endlager (die
zweifellos notwendig sind).


Zur chemischen Endlagerung:


de.nucleopedia.org/wiki/Endlagerung#.C3.9Cberblick,de.wikipedia.org/wiki/Endlager,de.wikipedia.org/wiki/Müllverbrennung,ww.focus.de/politik/deutschland/sondermuell-ab-ins-bergwerk_aid_152486.html,ww.badische-zeitung.de/elsass-x2x/wohin-mit-dem-hochgiftiger-sondermuell-aus-wittelsheim--36297444.html,ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13489952.html,toxcenter.org/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php,ww.eon-energyfromwaste.com/Umwelt/133.aspx,ww.spiegel.de/wirtschaft/gefaehrlicher-goldabbau-ein-ehering-produziert-20-tonnen-giftmuell-a-542725.html,ww.dw.de/zerstörte-umwelt-der-preis-des-goldes/a-15295336undvielemehr.
Schaut einfach mal im Netz unter SondermüllBergwerk,Joschka
Fischer Herfa Neurode, Filterstaub Bergwerkt
....


Resultat: Jede Energietechnik verursacht Müll, welcher
endgelagert werden muss. Die Frage ist nur, welche Technik macht den geringsten Aufwand und Umfang pro erzeugte kWh-Strom. Hier schneidet die Kernenergie wegen der weit größeren Energie- und Leistungs-Dichte deutlich besser ab als die politisch „Erneuerbaren“ oder die Verbrennungstechnik.


Bei der chemischen Endlagerung sieht das ganz anders aus. Jedoch lässt sich diese fast nicht vermeiden, wenn man sich mal klar macht, wo dieser Abfall überall her kommt (siehe Quellen). Übrigens auch bei der Gewinnung von den Seltenen Erden (Wind- und Photovoltaik-Kraft, Gold, Kupfer,...) fällt schwach radioaktiver Abfall und chemisch hoch giftige Stoffe an.(siehe Wikipedia Bauxit, Neodym-Eisen-Bor,..)




Antwort
von Luegendetektor, 15

Hochradioaktive Stoffe haben eine kurze Halbwertzeit und sind in ein paar Tausend Jahren vielfach abgeklungen. Ungefährlich sind sie dann trotzdem nicht, weil die Spaltprodukte auch oft hoch giftig sind. Das sind aber andere Stoffe wie z.B Cadmium, etc. auch.

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