Frage von peter678,

Wie lange können Kondensatoren und andere Bauteile noch Rest-Strom enthalten?

Also, wie lange können Bauteile noch Reste von Strom(Spannung) enthalten? Also wie lange dauert es wenn man z.B. eine Platine vom Strom getrennt hat, das wenn man sie an fasst keine mehr gewischt bekommen kann? 1 Woche, Stunden oder mehrere Wochen?

Antwort von Haeuslenutzer,
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Das kann niemand so genau sagen. Das kommt auf die Kapazität des Kondensators an und auf die äußere Beschaltung. Es gibt Geräte da sind die Kondensatoren nach wenigen Sekunden entladen und andere, da dauert es Monate. Platinen sollte man allerdings grundsätzlich nicht so anfassen, dass man leitende Teile berührt. Denn wenn alle Kondensatoren entladen sind, bekommst Du zwar keine mehr gewischt, aber Du kannst die Elektronik durch Deine elektrostatische Aufladung zerstören.

Antwort von englerth,
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Je nach Bauteil kann auch nach Monaten nach eine Restspannung vorhanden sind. Im Netzspannungsbereich sind oft parallel zu Kondensatoren Entladewiderstände eingebaut. Kurzschliesen von Bauteilen oder sogar eine Verbindung zu benachbarten Bauteilen aufzubauen ist ideal um die Baugruppe zu schädigen. Entladen über einen Widerstand ober bei kleineren Bauteilen funktioniert das evtl. auch mit einem Voltmeter als Last ist sicherer. Entladen gegen Erde macht auch keinen Sinn wenn die Baugruppe netzgetrennt ist.

Antwort von Commodore64,
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Bei einem normalgroßen Fernseher hält sich die Hochspannung normalerweise nicht lange da es Schaltungen gibt die die Hochspannung entladen. Sind die kaputt, kann der Fernseher die Ladung recht lange halten.

Je höher die Spannung, desto mehr Energie wird durch Luftionisation und Kriechströme abgegeben. War der Fernseher "über Nacht" oder noch besser 24h lang ausgesteckt, sind zwar noch Restladungen zu erwarten aber nichts Lebensgefährliches im Hochspannungsteil. Nur der Hauptkondensator im Schaltnetzteil kann noch bedenkliche Ladung enthalten. Der sitzt da in der Nähe wo die 230V rein gehen und ist der "dickste Topf" in der Umgebung. Den sollte man mit einem Multimeter auf Spannung prüfen bevor man dran herumbastelt.

Ist Saft drauf das Multimeter durch eine 40W Glühlampe ersetzen und mit den Meßspitzen entladen. Jeder Radio- und Fernsehtechniker hat eine 40W Glühlampe (Mit Fassung und Bananenbuchsen) beim Werkzeug. Die gibt einen schönen Spannungsfesten Hochlastwiderstand ab der wegen seinem Kaltleiterverhalten den Strom schön bei hohen Spannungen begrenzt aber auch bei niedrigen Spannungen noch ordentlich Strom fließen lässt.

Antwort von smatbohn,
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Ausreißer gibt es immer, meist zum Schlechten hin, aber ...

Seit ich es erlebt habe, dass der Kondensator eines älteren Schaltnetzteils selbst nach mehreren Tagen noch genügend Energie enthielt, um mich unsanft aufzuwecken (ich war zwar schon wach, nach dem Wischer aber richtig!), habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, vorzubeugen.

Hierzu benutze ich einfach ein "Knäuel" aus Alufolie, welches ich mit einer gut isolierenden Zange auf die Platine drücke.

Kommentar von urmeldaehn,

ne tod-sichere methode, über kurz oder lang was kaputt zu machen ...... jaja, nich-denkende amateure ..... :-\

Kommentar von climber314,

jap

Kommentar von smatbohn,

... dachte ich auch erst, deshalb probierte ich zunächst an ausrangierten Platinen, zuerst Schaltnetzteile, zum Schluss gar siebenlagige Computerplatinen. Zuerst hätte ich fest darauf gewettet, dass es mir gelingen muss, wenigstens eine in die ewigen Jagdgründe zu schicken - es ist mir partout nicht gelungen!

Bis ich mein Gehirn eingeschaltet und mich an die Grundlagen der Physik erinnert habe, da wurde mir schlagartig klar, dass die Wahrscheinlichkeit, stromlose elektronische Bauteile auf normalen Platinen mit einem Alufolienknäuel zu killen, viel zu klein ist. Sie erhöht sich, je kleiner das Knäuel ausfällt. Es gibt ein Berechnungsmodell von einem Mannheimer Physiker, ich bin noch beim Recherchieren und werde ggf. nachschieben.

Kommentar von englerth,

...ob die Baugruppe durch diese Aktion geschädigt wurde ist nur schwer festzustellen. (oft nur durch Röntgen der Bauteile) Ein einfacher Funktionstest reicht hierfür nicht aus. Mehr als 50% aller Ausfälle im Elektronikbereich werden durch ESD-Schäden verursacht. Diese Schäden enstehen schon durch das berühren von Bauteilen oder der Platine mit der Hand. Bei den Herstellern wird viel unternommen um solche Schäden auf ein minimum zu reduzieren (z.B. geerdete Arbeitsplätze und Arbeitskleidung) Durch die Alufolie werden Kurzschlüsse verursacht und evtl. auch Spannung an andere Bauteile angelegt. Eine Spannung an einem Eingangspin eines ICs kann dieses z.B. auch schädigen wenn keine Versorungsspannung anliegt. Solche Schäden führen oft erst nach Monaten zu einem Ausfall.

Wenn eine Entladung nötig ist sollte diese langsam erfolgen und nie durch einen Kurzschluss.

Antwort von goetzschlimme,
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Also aufladen tun sich nur Akkus zum Beispiel für den Speicher und Kondensatoren so wie die Bildröhre. Bei einen defekt kann sich die Bildröhre nicht entladen und hält dann recht lange eine Spannung. Bei einem Kondensator hängt die Entladung ab von der Kapazität des Kondensators und den Wiederstand über den er Entladen wird. Ob du eingewischt bekommst hängt auch von der Platine ab welche Spannungen dort anliegen oder Erzeugt werden. Wie schnell sich sachen Selbst entladen ist höchst unterschiedlich es gibt Akkus und Kondensatoren die halten ohne Entladung Jahre noch eine gewisse Spannung.

Kommentar von peter678,

Danke.

Antwort von wollyuno,
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immer schön brav gegen erde entladen und kurzschließen dann spürst du nichts mehr

Antwort von dingdong21,
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so um die 6-8 stunden glaub ich

Kommentar von peter678,

Danke. Und wie lange halten solche Spulen den Strom? Ich hab einen alten Fernseher. Den hab ich schon 2 Wochen aus dem Strom gehängt. Ich wollte einige Bauteile aus der Platine entfernen. Daher meine Frage. Hatte Angst, das ich event doch noch einen gewischt bekommen könnte?

Kommentar von TomRichter,

Spulen halten überhaupt keinen Strom, es sei denn, sie seien supraleitend. Aber das würdest Du sehen.

Nur die Kondensatoren sind es, vor denen Du Angst haben musst. Aber nicht nach zwei Wochen.

Kommentar von peter678,

Danke Tom. Aber eben hatte dingdong noch die Spulen erwähnt. Als ich den Kommentar schrieb, hat er den Satz aber entfernt. Daher siehts nun etwas seltsam aus.

Kommentar von Szintilator,

Die Kondensatoren eines Fernsehgerätes entladen sich eigentlich sehr schnell, wenn er ausgeschaltet ist. Vorsicht ist aber bei der Bildröhre geboten, denn sie selber ist ein Kondensator, mit Hochspannung aufgeladen, wenn man da nach kurzer Zeit herankommt, kann man ordentlich eine gewischt bekommen, also, vorher mal entladen, kurzschließen! ¥

Kommentar von climber314,

evtl. ne elektrostatische auflaung(teppig,pvc ect.) und dann an leren kondensator

Antwort von Kekskugel,
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Ein nomaler Kondensator im HiFi Verstärker ca 10 Stunden.

Ein sogenannter "Goldcap" der für den Speicher z.B im Senderspecher der Stereoanlage zuständig ist, reicht die Spannung gern bis zu 3 Monate.

Kommentar von peter678,

Danke dir. Nu bin ich etwas beruhigter. Ich wollte einige Bauteile eines alten Fernsehers von der Platine aus bauen. Hab den Fernseher schon 2 Wochen aus dem Strom gezogen. Hatte nur noch Angst, das ich event doch noch einen gewischt kriegen könnte?

Kommentar von Kekskugel,

Wenn es ein Röhren TV ist, dann pass nur mit der Bildröhre auf. Der Nuckel hinten auf der Bildröhre kann nach Wochen noch für reichlich Freude sorgen;-)

Kommentar von peter678,

Du meinst den Gummi Stöpsel der auf die Röhre gebackt ist? Gut zu Wissen. Den berühr ich lieber nicht.

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