Frage von Maikaeferin,

wie lange kann ich rückwirkend Steuererklärung machen?

und was muß ich in den Antrag schreiben. kann natürlich Kontakt mit dem Finanzamt aufnehmen , aber ein Vorabrat wäre hilfreich.

Antwort von littleohio,
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Es ist unterschiedlich. Es kommt drauf an, ob du verpflichtet bist oder ob du ein sog. Antragsveranlager bist!!!! Wenn du verpflichtet bist, dann musst du diese bis zum 31. Mai, des folge Jahres abgeben. Die Finanzbehörden sind da jedoch zum Großteil recht großzügig und geben dir auch eine Fristverlängerung bis zum 31.12. Diese müsstest du dann aber beantragen!!! Als Antragsveranlager hast du 4 Jahre Zeit. Bis vor kurzem waren es nur zwei. Du bist verpflichtet eine abzugeben, wenn du Steuerklasse 3/5 hast, Einkünfte, von denen keine Steuer einbehalten wir (Gewerbe, Vermietung, Rente), du mehr als ein Dienstverhältnis hast (Steuerklasse 6) und/ oder du Lohnersatzeinkünfte (ALG I und II, Krankengeld,...) von über 410 € im Jahr hast. Hoffe das hilft weiter. Das mit der Festsetzungsverjährung/ Festsetzungsfrist ist wieder was anderes. Und das kommt von einer Steuerfachangestellten!!! ;-)

Kommentar von Maikaeferin,

Danke erstmal und bitte weitere antworten.Ich hatte immer steurklasse 2 mit 1 oder 2 Kindern auch Kranheits und arbeitslosenzeit dabei. habe nie eine Aufforderung zur Abgabe bekommen.

Kommentar von littleohio,

Bei Steuerklasse 2 ist man nicht automatisch Pflicht!!! Pflicht bist du allerdings, wenn du Arbeitslosen- und oder Krankengeld im Jahr von mehr als 410 € erhältst. Allerdings erfährt das die Finanzbehörde nicht (daher auch keine Aufforderung!!!). Würde mich jedoch nicht zu 100% darauf verlassen, denn manchmal ist's dumm... also lieber ehrlich sein ;-) Eine Abgabe gibt es außerdem nur, wenn man steuerlich erfasst ist. Das heißt, wenn es für einen schon eine Steuernummer gibt. (die steuerliche Identifikationsnummer hat aber nicht viel mit der Steuernummer zu tun, die das Finanzamt immer wissen will!!!)

Kommentar von littleohio,

Kurze Anmerkung: Es sind die Einnahmen entscheidend, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen. ALG I unterliegt dem Progressionsvorbehalt, ALG II jedoch nicht.

Antwort von kingsizesf,
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solange du nicht abgabepflichtig (z.B. sowie du Einnahmen aus Kapital oder Mieteinnahmen angeben mußt) bist, hast du als Arbeitnehmer 2 Jahre Zeit dafür (das Finanzamt zahlt dir sogar Zinsen :-) allerdings nur einen Mini-Satz von 0,5%)

Kommentar von koenigstiger25,

Die 2 Jahre gelten nicht mehr. Es greift die ganz normale Verjährungsfrist. Siehe aktuelle Rechtsprechung...

Antwort von MacJohn,
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Normalerweise kannst Du bis zehn Jahre zurück noch eine Steurerklärung abgeben. Allerdings wird es ohne Kontakt zum Finanzamt schwierig werden, den entsprochenden Erklärungs-Bogen noch zu bekommen. Bis 2005 finden sich solche Bögen noch als pdf-Datein auf verschiedenen Internet-Seiten, googeln hilft da zuverlässig.

Kommentar von koenigstiger25,

Woher kommt die Weisheit mit den 10Jahren?

Kommentar von Wago1956,

10 Jahre nur, wenn Du NACHZAHLEN musst, sonst greift die vierjährige Festsetzungsverjährung.

Kommentar von Maikaeferin,

danke für Kommentare.Bitte genaueres zu den 10 jahren als arbeitnehmer, gerichtsurteile, Juristenrat?

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