Frage von JuZzeR, 107

Wie lange ist thc bei mir nachweisbar?

Guten abend, Ich weiß zu diesem Thema gibt es genügend fragen in vielen Foren und das es von Person zu Person je nach Stoffwechsel unterschiedlich ist, aber ich hoffe zumindest auf eine ungefähre antwort. Also ich habe bis zum 24.04 täglich gekifft, dann aber aufgehört aus Sorge um meinen Führerschein. Am 30.04 habe ich dann mein Auto bekommen und konnte fahren. Letzten Montag habe ich dann leider 2x an einem joint gezogen und am Dienstag 1x. Heute dann mein Glück: ich fahre beim parken jemanden rein und musste natürlich einen Drogentest machen. Urinprobe war positiv also wurde mir auch direkt Blut abgenommen. In der Probezeit bin ich leider auch noch, also sieht es nicht gut aus. Zu mir: ich habe zu meinem Vorteil einen recht guten Stoffwechsel, wobei mich das auch nicht retten wird. Ich hätte nur gerne eine ungefähre Info was nun auf mich zukommt. Ein Kollege wurde 1 Tag nach seinem letzten joint ebenfalls in der Probezeit erwischt und kam noch ohne mpu aus dem spiel. Seine Probezeit wurde schon vorher wegen zu schnellen fahren verlängert. Ich denke mal, dass meine Probezeit ebenfalls verlängert wird, aufbauseminar folgen wird und ein Monat Fahrverbot meine mindeststrafe sein wird.. oder? Danke schon mal im Voraus für jede hilfreiche Antwort.

Expertenantwort
von nancycotten, Community-Experte für MPU, 59

Hallo JuZzeR,

bei deinem Konsummuster kann davon ausgegangen werden das du über 1 ng/ml aktivem THC liegen wirst.

Wenn es so ist, wird die weitere Vorgehensweise der Behörden sein:

Du erhältst ein Bußgeld über 500 Euro + der Kosten für die Blutentnahme, 2 Punkte und einen Monat Fahrverbot. Deine Probezeit wird um 2 weitere Jahre verlängert.

Die Führerscheinstelle wird sich bei dir melden und entweder ein fachärztliches Gutachten oder direkt eine MPU anordnen.

Das Verfahren wegen Besitz von Drogen wird idR eingestellt.

Desweiteren musst du an einem Aufbauseminar für drogenauffällige Fahranfänger teilnehmen.

Wichtig ist, was du den Polizisten zu deinem Konsum erzählt und ob/welche Zeitangaben du bzgl. deines letzten Joints vor der Auffälligkeit gemacht hast...

Gruß Nancy

Kommentar von JuZzeR ,

echt noch über 1ng/ml, nach 3 Wochen ? :/ aber wie kann es da sein das mein Kollege keine MPU machen musste obwohl sein letzter Konsum nur ein Tag vorher war und er auch noch in der verlängerten probezeit war? zu dieser Zeit haben wir sogar noch mehr geraucht als jetzt vor 3 Wochen, wo ich mit dem dauerkonsum aufgehört habe..

Kommentar von JuZzeR ,

achja: zu meinen Konsum habe ich der Polizei fast 100% die warheit gesagt. am 30.04 mein Auto bekommen & eine Woche vorher zuletzt geraucht. dass ich am Montag letzte Woche an einem joint gezogen habe,habe ich nicht gesagt. Aber das ich am Dienstag einmal gezogen habe schon. auch das ich vor dem 24.04 täglich geraucht habe und danach wegen dem Auto aufgehört habe wissen die.

Antwort
von chriskll, 74

Spuren von Thc sind mindestens eine Woche eher deutlich länger nachweisbar

Antwort
von simonjaehn, 59

Im Blut ist THC bis zu einem Monat nachweisbar. Bei seltenem Konsum sind es so ca. 2 Woche. Bei sehr regelmäßigem Konsum können es auch mal 5 sein. Ich konsumieren ca. 3 mal im Monat und hatte einmal zwei Wochen nach dem Konsum einen negativen Bluttest. Kommt also auch auf den Körper an.

Antwort
von princecoffee, 53

bei täglichem kiffen, da ist dann auch die menge entscheidend...1 joint am abend...oder..... den morgen schon "kevin-mäßig" beginnen, dann durch den tag durchkiffen bis in's bett gehst..

...mindestens 4 bis 6 wochen....6 bis 10 wochen sind auch möglich..

Kommentar von JuZzeR ,

ich gehe mal von ca 4 Joints am Tag aus. Muss ich nun große Angst um meinen Führerschein haben? bei meinem Kollegen war alles,wie gesagt ein bisschen härter, da er auf jeden Fall einen aktiven thc wert hatte. Muss ich trotzdem mit einer MPU etc. rechnen ?

Kommentar von princecoffee ,

das kann ich dir echt nicht beantworten...wenn du kiffst, dann musste generell mit einer mpu rechnen..

ist halt ein stückweit russisch roulette..

Kommentar von JuZzeR ,

okay, danke für die schnelle Antwort.

Kommentar von princecoffee ,

yo...gerne..

Kommentar von princecoffee ,

da geht es um nachweise bei bluttests. bei urinproben ist der nachweis deutlich länger möglich..

Antwort
von clemensw, 44

Du hast angegeben, dass du bis vor 4 Wochen täglich konsumiert hast?!?

OMG, wie bescheuert ist das denn?

Du hättest nach 3 Wochen Abstinenz, einigen Zügen und 24h bis zum Test eine reelle Chance gehabt, unter 1ng/ml zu liegen. Dann wäre wegen der Abbauprodukte höchstens ein ärztliches Gutachten gefordert worden. 

Die Testergebnisse sind aber durch deine Aussage vollkommen irrelevant. Bestätigter regelmäßiger Konsum führt unweigerlich zum Entzug der Fahrerlaubnis.

Fazit: Führerschein ist demnächst weg, min. 6 Monate Abstinenz nachweisen, MPU, besonderes Aufbauseminar machen, Führerschein zurück und Probezeit um 2 Jahre verlängert. 

Kommentar von JuZzeR ,

Ja Mist.. das hört sich gar nicht gut an. also bin ich zu 100% am A****..

Kommentar von clemensw ,

Ja, Du hast erfolgreich eine 50:50 Chance (grob geschätzt) gegen 100% FAIL eingetauscht. 

Hier mal der Ratschlag, den jeder Anwalt als erstes gibt:

BEI DER POLIZEI KLAPPE HALTEN!

Kommentar von JuZzeR ,

Ja danke für die Hilfe. einenge Blödheit würde ich mal sagen. Aber traurig, dass man wenn man mit der Polizei so Kooperiert noch dafür bestraft wird und beim Lügen fein raus ist. - Deutschland...

Kommentar von clemensw ,

*facepalm*

Den Unterscheid zwischen "kooperieren" und "sich selbst ans Messer liefern" hast Du noch nicht begriffen. Ist ungefähr so, wie wenn ich wegen einem defekten Rücklicht angehalten werde und freiwillig die Polizei auf die Leiche meiner Frau im Kofferraum aufmerksam mache...

In anderen Ländern hätte die Cops übrigens zuerst die Wahrheit aus dir rausgeprügelt und dich dann im Knast verrotten lassen - also beschwer dich nicht über Deutschland.

Kommentar von JuZzeR ,

mir wurde zum Schluss noch gesagt, dass ich die Blutergebnisse abwarten soll und es davon abhängig ist. also auch nach meiner blöden Aussage. ist es ein versuch wert mir das schriftlich von der Polizei zu holen, dass alles von den Blutergebnissen abhängig ist, damit ich im schlimmsten Fall, wovon ich ja jetzt ausgehen kann, dieses Dokument vorlegen kann?

Kommentar von clemensw ,

Zum einen wird dir das kein Polizist bestätigen, zum anderen kann eine einmal getätigte Aussage nicht ohne weiteres rückgängig gemacht werden. 

Kommentar von JuZzeR ,

Ich habe vorhin einen Anwalt angerufen. Der meinte auch, ich soll erstmal auf die Ergebnisse warten und auf Post vom Straßenverkehrsamt. gegen die vorgehen könnte man versuchen, da ich auf nichts hingewiesen wurde bezüglich meiner Aussage. Also das ich das Recht habe zu schweigen bzw keine Aussage zu machen. ich wurde ja direkt gefragt wann ich zuletzt konsumiert habe.. Noch dazu kommt es wohl drauf an was die von meiner Aussage dokumentiert haben. Das ich vorher aufgrund des Führerscheins oder der Teilnahme am Straßenverkehr aufgehört habe könnte vielleicht auch helfen. ich versuche einfach ruhig zu bleiben und abzuwarten was die Ergebnisse sagen. Das arbeiten viel mir heute psychisch sehr schwer. ich danke dir für die schnellen antworten und Ratschläge, lg.

Kommentar von JuZzeR ,

Entschuldige, das ich dich hier so zutexte aber ein Arbeitskollege hat mich gefragt ob ich eine Aussage unterschrieben habe. habe ich aber nicht. ich habe lediglich die Blutabnahme unterschrieben. kann es möglich sein, dass ich da noch Glück haben könnte, oder brauchen die gar keine Unterschrift zu meiner Aussage?

Kommentar von clemensw ,

Nein, die brauchen keine Unterschrift von dir, es reicht eine Aktennotiz des betreffenden Polizisten über deine Aussage bzgl. regelmäßigen Konsums.

OK, es kann natürlich immer vorkommen, daß der Beamte die entsprechende Notiz vergißt, aber das wäre ein unwahrscheinlicher Glücksfall.

Und zu deinen anderen Kommentaren: Dein Anwalt greift da nach ziemlich dünnen Strohhalmen.

Die sog. "Miranda-Formel" (kennt man aus Filmen: "Sie haben das Recht zu schweigen. Sie haben das Recht auf einen Anwalt. Blablabla") ist in Deutschland nämlich nicht vorgeschrieben.

Ein deutscher Polizist sagt meistens nur: "Sie können sich zu dem Vorwurf äußern" und läßt die zweite Hälfte "oder schweigen" unter den Tisch fallen.

Und der Verdächtige fühlt sich dann meistens - so wie Du - auch genötigt, sein Verhalten zu erklären und redet sich um Kopf und Kragen.

Erst, wenn man vom "Verdächtigen" zum "Beschuldigten" wird, d.h. wenn ein Strafantrag eröffnet ist und man zu einer Befragung von der Polizei vorgeladen wird, ist eine entsprechende Belehrung nötig - und die findet sich fast immer im Kleingedruckten auf der Vorladung.

Antwort
von aXXLJ, 30

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