Frage von Kirby2012,

Wie lange ist man "Pflegebedürftig" nach einer Abtreibung?

Wenn man eine ambulante Abtreibung macht. Also ich habe gehört der eigentlich Eingriff dauert ca. 10-15 min und man bleibt noch ca. 1 Stunde zur Beobachtung. Merkt man einem im Nachhinein noch an das man gerade einen operativen Eingriff hinter sich hat. Ist man in jedem Fall krankgeschrieben oder kann man gleich wieder arbeiten? Hat man danach starke Schmerzen? Wird die Abtreibung von der Krankenkasse in jedem Fall übernommen? Muss man in jedem Fall ein Beratungsgespräch vor einer Abtreibung machen?

(P.S.: Reine Interessenfrage, ich bin NICHT schwanger, habe mich da letztens nur mal drüber informiert und wollte mich da genauer informieren)

Antwort von ALATI,
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Wenn du Pech hast ein leben lang ..

Antwort von tipsie69,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Bei den Fragen seit dem 5.10. zum Thema Schwangerschaft, Abtreibung usw. denke ich es wäre besser für Dich erst mal zum Frauenarzt zu gehen um Gewissheit zu bekommen.

Dann mach Dir Gedanken wie es weitergehen soll.

Um das Bereatungsgespräch kommst Du im übrigen nicht rum.

Kommentar von Kirby2012,

Ich bin nicht schwanger^^ Wieso schnallt das hier eigentlich keiner?! ... Das es evtl hätte passieren können, hat mich nur zum nachdenken gebracht und ich wollte mich in diese Richtung einfach mal etwas informieren.

Kommentar von tipsie69,

Alleine Deine Reaktion zeigt mir - im übrigen im Krankenpflegebereicht arbeitend - wie es um Dich bestellt ist. Deine Nerven liegen blank !!!!!

Also stell Dich der Lage !

Kommentar von Kirby2012,

Okay, vllt habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Aber ich weiß das ich nicht schwanger bin. Ja, ich hatte anfangs angst davor schwanger zu sein, jedoch ist das nicht begründet gewesen. Und ich wollte mich nur Allgemein zu diesen ganzen Themen informieren.

Kommentar von elisi,

woher bist du dir jetzt so sicher, dass du nicht schwanger bist???

Antibiotika machen die Pille sehr oft unwirksam. Aber wenn der GV am letzten Samstag war, wäre jetzt noch Zeit für die Pille danach (EllaOne)!!!

Antwort von Kajjo,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
  • Schwangerschaftsabbrüche finden ambulant statt. Du musst danach nicht krankgeschrieben werden. Im Regelfall wird man aber wegen der Narkose an dem Tag des Abbruchs nicht arbeiten gehen. Es kann sein, dass einige Ärzte Dich ein bis drei Tage krankschreiben. Du bist aber in der Lage, alle Tätigkeiten des Alltags selbst durchzuführen. Ja nach Narkose darf am Tag des Abbruch kein Fahrzeug geführt werden.
  • Die Schmerzen sind im Normalfall gering und ähneln stärkeren Menstruationsschmerzen. Du kannst Dir zudem wirksame Schmerzmittel verschreiben lassen.
  • Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bei medizinischer und kriminologischer Indikation. In den anderen Fällen (Beratungsregelung) übernimmt der Staat die Kosten, wenn die Schwangere weniger als 1033 Euro im Monat zur Verfügung hat. In allen übrigen Fällen müssen die Kosten von der Schwangeren getragen werden.
  • Es ist Pflicht, drei Tage vor dem Abbruch eine offizielle Schwangerschaftskonfliktberatung zu durchlaufen. Darüber stellt die Beratungsstelle einen Schein aus. Sehr neutral, objektiv und umfassend berät zum Beispiel profamilia.de
Antwort von Dea2010,

Der Eingriff erfolgt unter Teilnarkose. Und bis der Körper das Narkosemittel verstoffwechselt hat, ist man NICHT arbeitsfähig, punkt. Und ja, man merkt das danach!

Schmerzen? Man spürt es, ja, wie starke Regelschmerzen. (Freundin musste da durch) Und man blutet nach, wie bei der Periode.

WENN es ein legaler Abbruch ist, dann zahlt das die Kasse.

Das Beratungsgespräch und die Einhaltung der Fristen sind zwingend, ohne das kein legaler Abbruch.

Kommentar von Kriegspandemie,

Ich kann das so nicht bestätigen. Eine freundin von mir die in berlin lebt, musste ihre kosten selbst tragen, deswegen habe ich auch geschrieben dass es die kassa nicht zahlt. Vielleicht hängt das vom bundesland ab?

In Österreich trägt man für so einen eingriff die alleinigen kosten.

Kommentar von elisi,

Es gibt auch noch die Möglichkeit der Loaklanästhesie, da ist frau sicher am nächsten Tag wieder arbeitsfähig (wenns nicht eine schwere körperliche Arbeit ist). In Deutschland zahlt die Kasse, aber nur bei Frauen mit sehr geringem oder keinem eigenen Einkommen.

Kommentar von Kriegspandemie,

Okay, daran wirds wohl liegen, da meine Bekannte ein gutes einkommen hat. Gut zu wissen!

Antwort von Kriegspandemie,

Der eingriff dauert (je nach fortschritt der schwangerschaft) 10-25 min. Richtigerweise bleibt man dannach noch für 1 Stunde zur Beobachtung dort. Dannach darfst du nach Hause gehen, solltest dich aber ausruhen. Du wirst normalerweise für einige wenige tage krank geschrieben, du bekommst schmerzmittel mit nach hause. Du fühlst dich müde, schlapp.. es kann zu komplikationen wie unterleibsschmerzen, blutungen, infektionen und fieber kommen. In dem fall musst du sofort wierder hin. Routinemäßig gibt es aber eine verpflichtende nachuntersuchung, auch wenn du keine beschwerden hast.

Vor jeder abtreibung findet eine untersuchung deines schwangerschaftsfortschritts und ein gespräch statt, schließlich kann es zu lebensverändernden komplikationen wie unfruchtbarkeit bis hin zu lebensgefährlichen infektionen kommen, das kommt zwar recht selten vor, du wirst darüber aber aufgeklärt. Außerdem wird dir klar gemacht, dass es psychologische nachwirkungen haben kann. Eine abtreibung übernimmt die Krankenkasse nicht, außer in schwerwiegenden fällen wie einer vergewaltigung.

Kommentar von Dea2010,

Eine abtreibung übernimmt die Krankenkasse nicht, außer in schwerwiegenden fällen wie einer vergewaltigung.

Falsch.

Ein Schwangerschaftsabbruch auf Wunsch der Frau ist in Deutschland unter bestimmten gesetzlichen Vorgaben (§ 218 ff StGB) legal (rechtswidrig aber straffrei). Diese Voraussetzungen sind:

  1. Die Konzeption darf nicht länger als 12 Wochen zurückliegen; für den Abbruch mit Medikamenten (RU 486 ) gilt die 7. Schwangerschaftswoche als Grenze. In anderen Ländern der EU gelten zum Teil davon abweichende Fristen.

  2. Die Schwangere hat an einer Beratung teilgenommen und darüber eine Bescheinigung erhalten.

  3. Der Eingriff wird frühestens 3 Tage nach der Beratung von einem Frauenarzt, der die Zulassung für den Eingriff hat, durchgeführt; dies muss kein Kassenarzt sein.

  4. Die Kosten für den Eingriff und alle damit in Zusammenhang stehenden Untersuchungen darf die Krankenversicherung nicht übernehmen.

  5. In bestimmten Härtefällen übernimmt das Bundesland (in Bayern der Freistaat) einen Teil der Kosten. Die Prüfung dazu erfolgt durch eine beliebige Krankenkasse - es muss also nicht die eigene sein; diese stellt eine sog. Kostenübernahmeerklärung aus. Der Zuschuss kann bis zu € 350,- betragen.

  6. Der den Eingriff durchführende Arzt ist allerdings nicht an diesen Kostenrahmen gebunden, er stellt eine Rechnung nach GOÄ (Gebühren Ordnung für Ärzte). Die üblichen Kosten liegen bei € 500,-.

  7. Der Schwangerschaftsabbruch kann chirurgisch oder medikamentös (z.Zt. nur etwa 5 %) durchgeführt werden.

http://www.dr-miller.com/Interruptio.html

Kommentar von Kriegspandemie,

Dann habt ihr es in deutschland bei weitem besser als wir in österreich! aber ich habe nie gesagt dass abtreiben illegal ist, nur dass es eine krankenkasse nicht übernimmt.

Kommentar von elisi,

Dafür habt ihr in Österreich die Zwangsberatung nicht - ist auch etwas wert.

Kommentar von Kriegspandemie,

Hmm naja.. wie mans nimmt. So schlecht ist die Beratung ja nicht.. aber selbstverständlich unangenehm für viele frauen.

Antwort von brido,

Gar nichts dergleichen. Einen Tag schonen. BG muss glaube ich in Deutschland sein.

Antwort von freakymonday,

Bei einer ambulanten Abtreibung bleibt man solange in der Praxis, bis die Narkose "ausgeschlafen" ist. Man bekommt Schmerzmittel und ein paar Verhaltensregeln (nicht baden, kein Sport für zwei oder drei Tage etc.) Dann geht man nach Hause und kann am nächsten Tag eigentlich wieder arbeiten (nur keine schwere körperliche Arbeit)

Kommentar von elisi,

Es gibt ja auch noch die Lokalanästhesie, da ist frau schneller wieder auf den Beinen.

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