Frage von tobias0608, 1.806

Wie lange ist man nach einer Leistenbruch-OP krangeschrieben?

Ich habe in meiner Leiste seit ca. eineinhalb Jahren immer wieder Schmerzen beim bewegen manchmal stark und manchmal wieder etwas schwächer von den Schmerzen her. Ich vermute ja mal das es ein Leistenbruch ist, weil eine Beule hatte ich auch schon die hat sich immer wieder verschoben ist aber wieder nach einer Zeit lang verschwunden. Jetzt zu meiner Frage wenn ich mich da operieren lasse wie lange ist man da ungefähr krangeschrieben? Ich bin vom Beruf Altenpfleger und muss halt auch viel Körperlich arbeiten. Zwei meiner Kollegen hatten auch einen Leistenbruch gehabt aber die waren unterschiedlich lang krangeschrieben, der eine war fast 4 Monate krankgeschrieben und eine Kollegin 2 Wochen! Und falls ich mich operieren lassen muss soll ich da am besten ins Krankenhaus gehen oder das ambulant machen.

Antwort
von Berliechen12, 1.506

Guten Morgen,

Die Frage ist wie du operiert werden willst. Es gibt einmal die Möglichkeit den Leistenbruch mit einem Netz zu "flicken", und einmal durch eine Nabe. Musst du mal deinen Arzt fragen. Wenn du noch relativ jung und sehr sportlich bist, oder höherer Belastung ausgesetzt bist (als Altenpfleger sowieso) ist die Operation nach Shouldice, bei der Leistenkanal und die Bauchdecke durch mehrere fortlaufende Nähte mehrschichtig verschlossen werden eine Möglichkeit. Die meisten Operateure verwenden jedoch die Netztechnik. Hast du einen beidseitigen Bruch? Da er schmerzt muss da was getan werden, außerdem kann ein größerer Bruch den Darm abklemmen!!

Ansonsten kommt es auf die alltägliche Belastung an im Beruf. Nach dem Krankenhausaufenthalt ist meist nach 2-3 Wochen das gröbste erstmal überstanden, meistens darf man ja dann trotzdem erstmal nichts schweres heben usw., was beim umbetten von Patienten oder beim halten ja fast an die Unmöglichkeit grenzt. Daher kannst du evtl. von bis zu 2 Monaten Krankschreibung ausgehen. Daran wird sich wohl evtl. von deinem AG ein Wiedereingliederungsverfahren anschließen. 

Die Frage ist wohl eher an welchen Arzt du geräst und wie du deine berufliche Belastung schilderst, bzw. wie dieser die Heilung bzw. Heilingsfortschritte bewertet.


Liebe Grüße und alles Gute

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