Frage von martin77ma, 73

Wie lange ist ein Schuldeingeständnis gültig und was kann im schlimmsten Fall passieren?

Mein Bruder hat im Januar 2014 Geld (ca.1500 Euro) aus der Kasse bei seinem Arbeitgeber entwendet und ist dabei erwischt worden(es handelt sich tatsächlich um meinen Bruder und nicht um mich).Der Chef hat ihn damals vor die Alternative gestellt, entweder er unterschreibt seine Schuld oder er wird angezeigt. Allerdings ging es mit dem Geschäft seinerzeit wohl nicht so gut, so das er ihm eine viel höhere Summe(15000 Euro) unterstellt hat. Er hatte damals frisch geheiratet und seine Frau war schwanger, deshalb wollte er um jeden Preis eine Anzeige vermeiden. Da das Arbeitsverhältnis Ende Januar 2014 geendet hat, konnte man auch nichts mit dem Gehalt verrechnen,seitdem ist er arbeitslos.Mittlerweile ist er ein nervliches Wrack, weil er Angst hat das noch etwas nachkommt. Natürlich ist der Diebstahl nicht entschuldbar,aber das er jetzt ein Leben lang darunter leidet ist auch nicht in Ordnung. Zumal die Summe ja auch nicht stimmt. Das Geschäft gibt es immer noch,aber er hat bis heute nie wieder etwas davon gehört. Den Betrag von 1500 Euro hat er damals im übrigen komplett zurück gegeben, weil durch Kamera auf frischer Tat erwischt wurde.

Antwort
von SiViHa72, 35

Er hat doch hoffentlich ein Schuldeingeständnis mit einer konkreten Summe unterschrieben? Dann ist er auch nur für die haftbar.

Und eine Quittung über den zurückgegebenen Betrag hat er auch (bitte bitte sag beide Male, ja natürlich!!)


1.500 hat er ja zurückgegeben..


Er hat nicht allen Ernstes die 15.000 unterschrieben? Nur mal so: das ist Erpressung, dafür hätte man den AG anzeigen können.


Dann hat er ein Problem.. so was verjährt erst nach ziemlicher Zeit (also die Forderung, die da anstanden ist)


Antwort
von Jewi14, 31

Das Schuldanerkenntnis verjährt nach 30 Jahren. Bis dahin kann der Gläubiger die Forderung eintreiben.

Aber mal offen und ehrlich; Auch wenn dein Bruder sich da in einer prekären Situation befand, so kann er doch nicht eine Forderung anerkennen, die nicht stimmt. 

Was damals der AG getan hat, war Nötigung und Erpressung. Der AG wäre genauso wie dein Bruder vor Gericht gelandet.

Antwort
von TreudoofeTomate, 30

Unbegrenzt. Wer Schuld hat, ist schuldig. Wie sollte so etwas jemals ungültig werden?

Antwort
von martin77ma, 22

Er hat damals die 15000 unterschrieben!! Das war natürlich ein Fehler,keine Frage.Aber den Fehler kann er nicht mehr korrigieren. Also wenn es dem Geschäft jetzt in ein paar Jahren schlecht geht, kann der Chef immer noch dieses Papier aus der Schublade holen? Kann er auch noch angezeigt werden?

Antwort
von martin77ma, 14

Es ist im übrigen direkt am gleichen Tag unterschrieben worden und nicht notariell beglaubigt.

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