wie lange Hund Konditionieren
habe das Kommen auf Pfiff jetzt schon 3 Monate mit Leckerlis belohnt (klappt perfekt). Kann man die Konditionierung irgendwann als abgeschlossen sehen und die fressbare Belohnung ist nicht mehr nötig? In Büchern habe ich gelesen, das soll nicht zu einer "Mahlzeit" werden und der Hund sollte irgendwann (aber ab wann?) so hören. In anderem Buch steht, was dabei wäre, immer Leckerlis zu haben, beim Ausbleiben der Belohnung würde man den Hund quasi "bestrafen". Lebenslang (bis auf ein paar Ausnahmen) Leckerlis oder damit aufhören? Ist ein Hund irgendwann fertig Konditioniert?
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Der Hund ist nie "fertig". Er tut das, was sich für ihn lohnt. Wenn du die Belohnung jetzt plötzlich weg lässt, wird er immer schlechter hören (besonders, wenn die Ablenkung größer ist) und irgendwann gar nicht mehr kommen. Warum sollte er auch? Trotzdem musst den Hund nicht jedesmal belohnen, wenn er auf Pfiff kommt. Wichtig ist es, dass du unberechenbar bleibst. Also mal gibt es ein normales Leckerli, mal nichts und ab und zu mal eine "Superbelohnung" (z.B. ein wildes Spiel mit seinem Lieblingsspielzeug, eine ganze Wiener,...). So kannst du langsam die Belohnungen reduzieren und trotzdem wird dein Hund weiter auf Zuruf kommen, da es für ihn zu einem spannenden Spiel geworden ist.
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Hallo Fragefish!
Für das korrekte (sofortige) Kommen auf Pfiff hin bekommt meiner immer einen Keks... Auch wenn wir in der Hundeschule gelernt haben, dass man sich da nach einer gewissen Zeit "ausschleichen" soll, also nur noch jedes zweite oder dritte Mal belohnen. Meiner ist noch jung und das korrekte Kommen auf Pfiff ist mir überaus wichtig, daher der Keks. Allerdings: Kommt er nicht sofort, sondern trödelt und schaut hier und dort und trudelt dann langsam ein: Dafür gibt's keinen Keks, nur ein verbales Lob, welches jedoch eher verhalten ausfällt...^^ Für alle anderen konditionierten Signale gibt's nur noch selten mal einen Keks, quasi nur dafür, dass er nicht vergißt, dass eventuell eine schmackhafte Belohnung abfällt... Kommt er aber sofort, obgleich er gerade mitten in einem Spiel mit Kollegen ist, dann gibt's erst einen Keks und dann werfe ich ihm auch noch seinen Liebligsquietscheball, den ich eigens für diesen Zweck immer in der Jacke habe. Spiel ist nämlich auch eine Form von Belohnung! Und diesen besonderen Ball gibt's nur bei ganz besonderen Gelegenheiten - nicht immer und nicht zur freien Verfügung! "Fertig konditioniert" - hmmm, was meinst Du damit? Ich denke, wenn das Training nicht immer wieder (mal) abgefordert wird, verliert es sich mit der Zeit und der Hund macht zunehmend das, worauf er Bock hat...
Liebe Grüße vom Beutelkind!
Kommentar von FragefishFragefish 16.05.2012Zu deiner Frage Beutelkind: Erstmal Dankeschön! Erfahrungswerte sind gold wert! Mit fertig konditioniert meinte ich: Er weiss durch meine Freude und Belohnungen jetzt genau, daß ich mit dem Pfeifen sein herkommen erwarte. Ich dachte, daß er dieses Gehorsam irgendwann so im Gehirn verankert hat (Pfiff=zu Frauchen kommen), daß er das einfach so macht weil es so sein "muß" auch ohne Belohnung (klingt nach Gehirnwäsche, gell!?)
Kommentar von BeutelkindBeutelkind 16.05.2012Also unser Trainer in der Hundeschule sagt, das Herankommen im Freilauf unter Ablenkung sei die "Königsdisziplin"... Und müsse sehr lange geübt werden. Unter immer schwereren Ablenkungen. Ich habe da noch nicht sonderlich viele Erfahrungswerte, ich benutze die Pfeife nur im Notfall, damit sich die Wirkung nicht "abschleift". Und ehrlich gesagt: Wenn ich das Gefühl habe, er würde nicht kommen, weil er eben gerade zu sehr abgelenkt ist, dann benutze ich die Pfeife gar nicht - dann renne ich weg und verstecke mich! Und rufe ihn dann... Wenn er mich dann gefunden hat, achtet er die nächste Zeit sehr genau darauf wo ich bin... Klingt irgendwie auch nach Gehirnwäsche, oder? :)
Kommentar von sophia40sophia40 17.05.2012Ich bin mal so frech und misch mich ein. :-))
Beutelkind du machst das super gut. Genau so mache ich es auch. Auch mit dem Verstecken. Jetzt zu der Frage vom Fragesteller wegen Hund muss das doch immer machen weil im Gehirn verankert. Betrachte es mal von einer anderen Seite lieber Fragesteller:
Alles was der Hund sieht und hört und gut findet und riecht ist eine Ablenkung.Gerüche , andere Hunde, andere Menschen , fressbares vom Boden. Der Hund selber könnte also auch ohne mich viel Spaß haben beim Gassi gehen er braucht mich nicht. Nun bin ich aber nun mal da, und ohne Ablenung ist es für den Hund leicht zum Menschen zu kommen.Mit Ablenkung ist eben die Ablenkung für den Hund da und die ist verlockend.Warum sollte der Hund kommen wenn andere Hunde viel spannender sind und andere Menschen und Gerüche. Er muss also erst lernen das sich das Kommen lohnt. Und er muss lernen, dass man ihn überhaupt anspricht in der Situation.
Ich geb Dir mal ein anderes Beispiel: Wenn ich hier mit meinen Hunden was machen auf der großen Wiese.Also Futterbeutel oder Longieren für Hunde oder ich übe etwas.Dann gehe ich automatisch davon aus, dass andere Menschen das ja sehen und merken das ich beschäftigt bin und dann einfach weiter laufen. Ich rechne also gar nicht damit das mich jemand anspricht.Ich würde so jemanden der was mit seinem Hund macht einfach mal in Ruhe lassen
. Ich bin davon ausgegangen das keiner was sagt und bin total konzentriert bei der Sache. Dann merkte ich das einige mich grüßen oder stehen bleiben und mir zusehen und mich was fragen, während ich noch beschäftigt bin.
Ich dachte aha also muss ich mal danach schauen. Ich merkte also huch da spricht jemand mit mir. Jetzt mit der Zeit kann ich mich darauf einstellen und habe immer ein Ohr für die Umwelt auch wenn es mich tierisch nervt .-)).
Ebenso der Hund er muss lernen, dass man ihn in bestimmten Situationen anspricht da er nicht damit rechnet. Und das dauert eine Weile.Hinzu kommt noch das von mir oben beschriebene mit der Ablenkung.Deshalb dauert es so lange und muss so lange geübt werden. :-))
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Nun weiss ich, dass du schon so tolle Antworten bekommen hast...
Also - lass Du dich nicht von deinem Hund zu einer Leckerchenwerfmaschine konditionieren. :o))))
Aber du solltest immer welche - oder Spiel, Spass und Spannung dabei haben...
Meinereiner hatte einen Hund, der immer auf dem Rückweg vom Gassi dann mich motivierte mit ihm tolle Unterordunguebungen zu machen...
Da war ich begeistert ;o))). Weil diese Hunde eigentlich gar keinen Will to Please nachgesagt bekommen.... Das ging immer so lange mit Nasenstups an die Leckerchentasche..... Bis ich lachend mitmachte....
Fazit: Klasse Unterordnung, Spass und ein ellenlanger Rückweg...bis alle Leckerchen gefressen waren....dann hat der gebummelt....weil er noch nicht wieder nach Hause wollte ;o)))
Also - auch Hunde können Menschen konditionieren ;o))))
Kommentar von FragefishFragefish 16.05.2012Leckerchenwerfmaschine....köstlich! "Der Mensch braucht lange, seinen Hund zu erziehen, der Hund aber hat seinen Menschen sehr schnell erzogen"(Oliver Jobes, Verhaltensberater)
Kommentar von PortbatusPortbatus 16.05.2012tolle Antwort, genau so is et ;-))
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Wenn du einen Befehl neu lernst, dann bekommt er ich sage mal so, bei täglicher Übung, jedesmal ein Leckerchen, später nur jedes zweite, noch später jedes 5. mal und dann nur in ganz besonderen Situationen. Aber immer mal wieder, damit die Aufmerksamkeit und die Erwartungshaltung bleibt.
Ich habe es immer so gemacht, das ich den Blickkontakt, sowohl im Hause, wie auch im Feld immer gefördert habe, anfangs auch durch Leckerchen. Ich habe es systematisch trainiert. Das geht leicht, dass ist Hunde sozusagen angewölft, die machen es ja untereinander auch.
Dann würde ich alle Befehle so nach und nach durch Handzeichen ersetzen. Z.b. meiner "hört" auf Handzeichen noch auf 500-800m oder weiter, egal ob am Meer oder im Verkehrslärm, wo ich gar nicht solaut brüllen könnte, damit er mich hört.
Das ist besonders in Stresssituationen wichtig, wenn z.B. Fußgänger kommen, die möglicherweise vor dem Hund Angst haben oder Jogger, dann mache ich das Zeichen Platz und er liegt brav 500m entfernt und die Leute können beruhigt pasieren, weil sie merken, ich habe den Hund auch auf Distanz unter Kontrolle.
Manche Überängsliche rufen dann schon von weitem, "Nehmen sie Ihren Hund fest usw." er macht Platz und sie sind ruhig oder ich schicke ihn etwas seitlich, lasse ihn dann Platz machen. Klar das muss vorher geübt werden, wie auch der Blickkontakt.
Ich habe es bei allen Hunden so gemacht, da konnte zu Zeiten als ich noch zur Jagd ging, ein Reh vor ihnen vorbeilaufen und sie blieben Platz, bis ich das Kommando aufhob.
Sehr wichtig, immer einen Befehl aufheben, denn sonst werden sie selbstständig und die ganz Arbeit vorher ist in Frage gestellt.
Du musst dich auf deinen Hund verlassen können und der Hund auf dich, dass gehört sich so in einer Partnerschaft ;-D).
Kommentar von FragefishFragefish 16.05.2012Hallo Portbatus! Da hast du ja super Hunde, Glückwunsch! Auf Handzeichen geht nur, wenn er direkt bei mir ist. Ob wir 800 m hinkriegen würden, bezweifle ich. Er macht jedoch zumindest auf Zuruf in großer Distanz Sitz und bleibt, bis ich da bin. Handzeichen wäre besser für die Stimme:) Deshalb habe ich (weil ich nicht schreien mag und nicht durch die Finger pfeifen kann) die Pfeife, was er sehr schnell kapiert hat. Das mit dem etwas seitlich Ablegen lassen wg. Joggern ist traumhaft praktisch. Aber meiner ist ja erst 7 Monate alt geworden, ist noch Zeit. Das gibt bestimmt unser nächstes "Projekt" ;) Danke für deine Tipps!
Kommentar von PortbatusPortbatus 16.05.2012Bei dir ist die Sachlage anders, bei mir lernte er von Anfang an, Augenkontakt zu halten, den ich auch belohnte, aber auch Hörzeichen, mit Sicht-Hand-Zeichen zu verknüpfen. Da war und ist immer noch der Jäger in mir, obschon ich schon lange nicht mehr zur Jagd gehe. Dann auf der Jagd musst du leise sein, sonst kannst du gleich zu Hause bleiben.
Auch dein Hund kann, wenn er gut auf Augenkontakt trainiert ist, dass ist jetzt neu für dich, auf Sicht-Hand-Zeichen umtrainiert werden. Fange damit zu Hause an, wie du es ja schon machst und dann weitest du es immer weiter aus.
Du pfeifst ihn kurz an, damit Augenkontakt da ist und dann kommt dein Handzeichen, erst auf 20-50-100-500m, immer eine Steigerung von Woche zu Woche. Wenn es Pannen gibt, gehst du in der Entfernung 2 Stufen wieder zurück, bis es 100% klappt.
Erst dann gehst du weiter, grundsätzlich, wenn etwas nicht klappt, ein bis zwei Stufen zurückgehen und 1-2 wochen üben, bis du dir seiner wieder sicher bist. Immer gut vertiefen, bevor man weitergeht und nicht mit Lob sparen, Lob immer, Leckerchen so alle 3-5-10 mal.
Denn bis es ganz im Hunde-Unterbewusstsein abgespeichert ist, dauert es 1000sende Wiederholungen, also über Monate. Diese Zahl kannst du durch Lob und nicht nur durch Leckerchen enorm verkürzen, besonders auch, wenn er aus großer Entfernung zu dir kommt, machst du ein kleines Freudenfest daraus, weil du dich echt freust, was für eine lieben Hund du hast.
Das wirkt wirklich nachhaltig, jedes kommen zu dir, egal ob nah oder von Fern muss ein freudiges Ereignis sein, auch wenn mal etwas nicht so geklappt hat, er darf kein Angst haben, jetzt gleich werde ich ausgeschimpft, weil ihm ein Kumpel über den Weg lief, der ihn unterwegs aufgehalten hat.
Da hättest du eben vor dem Kumpel eingreifen müssen, also trägst du Mitschuld, an seiner "Panne".
Zum Schluss, wenn der Augenkontakt gut klappt, kannst du die Pfeife, mehr und mehr ausschleichen. Mein Hund, schaut immer, wenn ich mich im Hause bewege und ich spreche ihn dann auch immer an, damit der Augenkontakt belohnt wird. So hält er ihn auch im Gelände aufrecht, er weiß immer, wo ich bin und ich wo er ist, im Idealfall, geht natürlich nicht immer.
Denke immer daran, Wölfe auf der Jagd, haben sich im ganzen Rudel immer im Blick und achten aufeinander. Diese naturgegebene Eigenart brauchen wir nur für uns fördern.
Weiterhin viel Freude mit deinem Kumpel.
Kommentar von FragefishFragefish 16.05.2012Vielen Dank für die ausführliche Anleitung. Das ist jetzt eine Herausforderung für uns, die ich gerne annehmen würde. Von Jagdhundeausbildern kann man sehr viel lernen. Bei der Jagd muss halt, anders als beim Hausgebrauch, alles klappen. Ich kannte auch mal einen Jäger, der leider verstorben ist, von dem ich schon als kleines Mädchen viel über Hunde erfahren durfte. Er und seine Hunde haben mich sozusagen ein biss´l durch meine Kindheit begleitet. Jagdhunde sind sowieso im allgemeinen treue und gelehrige Gesellen. Meiner ist Labradormix. Deine Ratschläge muss ich mir jetzt rausschreiben.
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Darauf Antworte ich dir mit einer "Geschichte"!
Auf deinem "Polster" im Bett liegt eine kleine Schokolade. Du freust dich und schaust auf den Polster. Nächsten Tag liegt wieder eine dort. Du schaust auf den Polster. Am dritten Tag liegt keine dort -doch du schaust auf den Polster. Am vierten Tag liegt wieder eine dort, dann zwei Tage nicht usw..........und dann wieder eine..........aber du wirst jeden Tag auf den Polster hinschauen.
Also - wenn dein Hund eine Übung sehr gut kann - mit den Leckerlis sehr sparsam umgehen- jedoch nicht ganz abstellen. So ab und zu ein Leckerli hält das Motivationsnivau hoch.
Kommentar von FragefishFragefish 16.05.2012Liebe ilsemarie! Danke für die nette Geschichte! Habe auch schon versucht, es auf menschlichen Verstand zu übertragen. Ich dachte: bei den Kindern erwarte ich auch vieles (Hausaufgaben, Zimmer aufräumen, aufheben was runterfällt, an der Straße stehenbleiben, wenn ich es sage usw...) und belohne/lobe inzwischen (früher ja wg. erlernen) nicht mehr alles überschwenglich sondern erwarte es als Selbstverständlichkeit nur noch. So dachte ich ungefähr.
Kommentar von ilsemarieilsemarie 16.05.2012Hunde sind leider nicht so gestrickt wie Kinder. Aber wenn es dich interessiert es gibt ein gutes Buch über "wie Hunde im Hirn gestrickt sind" und es nennt sich - " die Welt in seinem Kopf" geschrieben von Dorothee Schneider und erschienen im animal Learnverlag. Untertitel - über das Lernverhalten von Hunden. Alles Gute Ilsemarie
Kommentar von FragefishFragefish 16.05.2012Super, danke!
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Also ganz langsam:-)) Lach das ist süß Du wirfst einiges durcheinander.
Also Konditionierung ist : Ich bringe dem Hund bei wenn ich pfeife dann musst Du kommen. Konditionierung auch beim Klicker wenn ich Klicke dann hast du etwas gut gemacht Hund. Konditionierung geht mitunter sehr schnell oder auch mal ein paar Tage. Dann ist die Konditionierung erledigt weil der Hund ja weiß aha das muss ich tun . Ist so als wenn Du einen Freund besuchst für ein paar Tage der eine ganz andere Türglocke hat.Nach einigen Tagen weißt Du aha das ist die Türklingel sonst wundert man sich immer etwas am Anfang.
Danach kommt das normale Lernen im Alltag bzw das Festigen oder schlimm ausgedrückt das gehorchen :-)). So, wenn der Hund Monate lang immer immer immer also in ganz jeder Situation und an ganz vielen Orten auf die Pfeife hört, dann kann man die Leckerlis ausschleichen. Ich persönlich empfehle aber nie nichts mehr zu geben.
Weil: Stell Dir mal vor Dein Hund bettelt laufend bei Dir. Du willst es ihm abgewöhnen und ignorierst es total. Der Hund lernt aha ich habe keine Erfolg mehr ich höre auf mit betteln. Duruch Ignoranz löscht sich also ein Verhalten.
Wenn Du also nie mehr was gibst und nie mehr belohnst dann würde sich bei Deinem Hund das Kommen nach dem Pfiff löschen. Du hast nun folgende Möglichkeiten Du hörst mit den Leckerlis auf aber ganz langsam nicht auf einem und Lobst Deinen Hund ausgiebig fürs kommen.
Oder was ich immer mache ich schleiche die Leckerlis aus aber ab und an gebe ich meinen Hunden noch was einfach damit sie wissen aha es lohnt sich noch . Und warum soll der Hund nichts bekommen ich bekomme auch etwas für meine Arbeit. Wichtig ist nur das man auch mal 2 oder 3 Tage ohne Leckerlis auskommt. Also das man keine dabei haben muss. Ich hoffe ich konnte es gut erklären und für Dich werden nun auch die unterschiedlichen Dinge in den Büchern klar .-)).
Kommentar von FragefishFragefish 16.05.2012Danke!
Kommentar von FragefishFragefish 16.05.2012Hallo Sophia! Klar, Du hast Recht, daß man unter Konditionierung eigentl. nur das Lernen versteht. Ich habe das Wort verwendet, weil ich dachte, er könnte das Pfeifen mit dem Leckerli assoziieren. Also Pfeife+Leckerli als einen zusammengehörigen Reiz empfinden. Also: Pfeife ohne Leckerli = nix. Weil er nur diesen direkten Zusammenhang gelernt hat. Manchmal denke ich halt etwas quer.....
Kommentar von sophia40sophia40 16.05.2012Das ist überhaubt nicht quer gedacht.Stimmt schon. Der Hund ernt , dass nach dem Pfiff was gutes kommt.Erst lernt er Pfiff bedeutet Leckerli. Irgendwann kommt dann wenn man das oft genug macht, die Freude des Hundes dazu . Und noch irgendwanner :-)) freut sich der Hund alleine beim Pfiff .
Kommentar von FragefishFragefish 16.05.2012:) Das hast du schön ausgedrückt, sophia40! Genau auf das "irgendwanner" freu ich mich dann auch!
Kommentar von PortbatusPortbatus 16.05.2012DH
Kommentar von sophia40sophia40 16.05.2012Danke :-)).
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schleich dich langsam aus ,,mal bekommt er eine leckerlie belohnung, mal nur eine streicheleinheit ,mal nur einen indianertanz .durch so ein handeln bleibst du interessant ,er weiß nie was als nächstes kommt und ist neugierig .man muß nicht immer mit leckerlies belohnen,das ist quatsch .ein liebevoller streichler als aufmerksamkeit ud beachtung ist genau so viel wert ,nur die ersten male sollte ein leckerlie gegeben werden .
warum sollte ein hund ohne belohnung in form von leckerlies quasie bestraft werden ?. eine belohnung kann doch auch eine streicheleinheit sein ,ein ball ,mit dem er gerne spielt oder ein anderes lieblingsspielzeug ,mit dem man sich dann mit ihm beschäftigt.
Kommentar von FragefishFragefish 16.05.2012@makazesca: Die Begründung war, daß er fürs zügige Herkommen Leckerli kriegt. Wenn er erst nach mehrmaligem Auffordern kommt oder zögerlich, sollte statt Leckerli nur verbal oder sonstwie gelobt werden (schimpfen ja nicht, weil er schlussendlich ja doch da ist). Also ist das ausbleiben der üblichen "guten" Belohnung und "nur" loben ohne Leckerli eine Herabstufung des Lob´s. Also Zweitklassig, Leckerlis Erstklassig. Aber ich habe mir jetzt durch die vielen netten Ratschläge und meinen eigenen Überlegungen dazu nun ein gutes Bild machen können. (Es schreiben ja viele selbsternannte Hundeexperten Bücher...)Dank an euch alle!
Kommentar von makazescamakazesca 18.05.2012fragefisch @ --wenn er nur zögerlich kommt oder unter mehrfacher aufforderung ,sollte er garnicht gelobt werden ,sondern lediglich ein kurzes okay oder dergleiche hören .loben ist loben ob mit oder ohne belohnung .alles was der hund toll findet ist eine BE-lohnung und niemals zweitklassig,da spilet es keinen unterschied ob leckerlies ( die sind dann auch nicht erstklassiker ) oder ball werfen. suchhunde werden z.bspl.nur mit bällchen spielen belohnt ,wenn sie richtig gesucht und was gefunden haben .wo kämen die halter auch hin ,wenn immer leckerlies gegeben würden .
Kommentar von PortbatusPortbatus 16.05.2012Ja, noch so eine tolle aantwort, das war wirklich ein fruchtbare Frage.
So erhältst du die Erwartungshaltung und wirkst der Menschenkondituinieren entgegen ;-))
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Eine Belohnung hört nie auf.Entweder Leckerli oder ein Wort.
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Du bestrafst deinen Hund nicht wenn du ihn einmal nicht belohnst im Gegenteil. Gibst du ihm wirklich jedesmal etwas - nach abgeschlossener Konditionierung (konditioniereung in dem Falle reichen deine 3 Monate jetzt sollte er es schon wissen), so bleibt die Erwartungshaltung des Hundes aus und er wird deshlab schon nicht mehr kommen. So denkt er sich immer wieder: "bekomm ich jetzt was oder nicht? lieber mal nachschauen gehen".
Auf die Pfeife zu konditionieren hast du gut gemacht, dauert lange. Nach drei Monaten Wohnungstraining bist du auf alle Fälle bereit auch nach draußen zu gehen mit deinem kleinen. Zu Anfang würde ich jedoch das besondere Leckerlie mit nach draußen nehmen ihn damit belohnen und bei geringer Ablenkung trainieren. Nicht jedesmal Pfeifen, der Pfiff soll wirklich ein Notrufrückruf kommando sein.
Kommentar von FragefishFragefish 16.05.2012Habe nur 3 Tage zuhause geübt, dann nur noch in freiem Feld. Ich pfeife so jeden 2. Tag mal wenn er ziemlich weit weg oder abgelenkt ist. Nur noch im Notfall anzuwenden habe ich Angst, dass er es "vergisst" (haben so selten Notfälle). Vielen Dank für die nette Antwort!
Kommentar von sSHiIiVvAasSHiIiVvAa 16.05.2012zum üben kannst du ihm schon pfeifen jeden zweiten Tag einmal beim Spazierengehen z.B. ich miente damit dass du auf deinen Spaziergängen nicht jedesmal wenn er kommen soll die Pfeife benutzen sollst da sich diese sonst irgendwann abnützt und im Notfall nichts mehr hilft.
Notfall ist bei mir Wild, Auto etc.
Kommentar von FragefishFragefish 16.05.2012Danke für den Rat!
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Meine Hunde bekommen für jedes Anrufen ein Leckerli. Denn ich sehe es als etwas ganz Besonderes an, dass sie für mich alles stehen und liegen lassen, und ich offensichtlich als Wichtigstes in ihrem Leben ansehen. Da gebe ich ihnen gerne ein kleines Dankeschön. Allerding rude ich beim Spazieren gehen auch sehr selten die Hunde ab, da ich so mit ihnen arbeite, dass sie nicht das Interessa haben, sie so weit von mir zu entfernen. Ich rufe sie dann ab, wenn Ragdfahrer oder Autos uns gefährlich werden können, oder ein nicht einzuschätzender Hund sich nähert. Das Leckli ist dementsprechend klein,so dass es gar nicht erst zum Sattmachen kommt. Das Abrufen ist eine Lebensversicherung für Hund und Halter und das einzigste und wichtigste, was ein Hund überhaupt wirklich können sollte. Und eben ein Kompliment an den Besitzer. Muss aber noch hinzufügen, dass ich die Hunde mit Stimme und nicht mit Pferife rufe, denn sie sind meine besten Freunde und nicht meine Untertanen. Und in meine Stimme lege ich all meine Wärme und zugleich Begeisterung, so dass sie einfach voll Lust haben, zu kommen. :-) Eva Windisch - Hundetrainerin -Mit Hunden sein
Kommentar von FragefishFragefish 17.05.2012Das mit der Lebensversicherung ist so wahr!! Mit der Peife muss ich leider widersprechen. Folgender Fall war passiert: Meine Tochte mit dem Hund am Spielplatz (ist direkt am Feldrand wg. evtl. Fragen bezügl. Leine) vorbei, ein Junge warf neben ihr sein Fahrrad um und hat den Hund getroffen, der erschrak so (hat wohl auch geschmerzt) und rannte in die falsche Richtung zur Strasse. Da der Lärmpegel wg. Spielplatz und Strasse so hoch war, hatte er das Rufen meiner Tochter nicht mehr wahrgenommen und suchte sie nervös, obwohl sie laut rief. Er war halt bereits ca. 200 m weiter. Er stoppte gottseidank am Bürgersteig. Deshalb haben wir mit Pfeifentraining angefangen, damit er sie raushören kann. Auf meine jüngere Tochter mag er generell nicht so gerne hören, mit der Pfeife als neutrales Geräusch klappt´s aber. Das sind die ursprünglichen "Pfeifengründe"
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Um Deine Frage auch einmal zu beantworten: Ja, ein Hund ist irgendwann "fertig konditioniert". Wenn er das Kommen auf Pfiff zu 90% beherscht, wird es Zeit mit der nächsten Übung anzufangen. Zum Beispiel "Platz und Bleib". Dabei muss er auch, nachdem du dich etwa 10 bis später 20 Schritte entfernt hast, wieder kommen. Aber diesmal ist das "Hier" oder der Pfiff gleichzeitig die Auflösung des vorherigen Komandos "Bleib", insofern gibt es wieder ein Leckerchen.
Mit 7 Monaten kannst du auch parallel das Sitzen einüben, wenn du stehen bleibst. (Macht viel Sinn am Straßenrand...) Wenn du Bekannte triffst und stehen bleibst, soll er einfach sitzen, dafür gibt' s am Anfang auch ein Leckerchen, das man schnell "absetzen" kann, weil man in dieser Situation auch mit einer Streicheleinheit und/oder mündlichem die positive Antwort gibt. Zusätzliche sagen die Bekannten möglicherweise, ist der aber brav..., dann gewinnt er auch noch die Aufmerksamkeit!
Na ja, und wenn er in die Pubertät kommt, kannst du alles wieder knicken ;-) Da heißt es dann konsequent sein -die eigene Verlässlichkeit demonstrieren, zeigen wo's lang geht -die eigene Führung deutlich machen. Und ihm trotzdem Schutz und Sicherheit geben.
Ich wünsche dir viel Erfolg!
Kommentar von FragefishFragefish 17.05.2012Danke! Hör mir auf, mit der Pubertät......schwitz...ich hoffe, wir haben einen "Spezialhund", der nie in diese Sturkopfphase kommt :)) (Das wünscht sich, glaub´ jeder;))
@Biene862:Mal nichts geben, war auch schon, weil ich das Zeug einfach vergessen hatte. Er fand sich scheinbar auch mit "nur Lob" ab (also keine Erwartungshaltung). Unberechenbar ist logisch gut! Deine Antwort ist mal richtig toll! Alles Klasse und schlüssig erklärt! Vieelen Dank!!
Gern geschehen :)