Frage von McToska 19.03.2011

Wie lange halten in einem Atomkraftwerk die Glühstäbe?

  • Antwort von Sinarin 19.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Brennstäbe erzeugen solange Wärme bis alle instabile Isotope im Brennstab zerfallen sind.

    Der Zerfallsprozess wird von Neutronen beschleunigt. Dieser Umstand wird in den KKW ausgenutzt um Wärme für die Turbinen zu generieren.

    Gesteuert wird der Prozess durch das schwere Wasser was Neutronen bremst, sowie die Steuerstäbe die Neutronen so stark bremsen können das die Energie nicht mehr ausreicht um eine Spaltung auslösen zu können.

    .

    Die typische Verweildauer eines Brennelements, dessen Bestandteil rund 100 Brennstäbe sind, beträgt 3 bis 5 Jahre.

    Danach wird das Element in ein Abklingbecken überführt, das sich im Reaktorgebäude befindet. Zu diesem Zeitpunkt reicht die Menge an spaltbaren Material im Element nicht mehr aus um ein Effizientes fahren des Reaktors zu ermöglichen. Aber es ist noch genug Material da um den Stab zu schmelzen, sollte die Zerfallswärme nicht abgeführt werden können.

     

    Es finden auch immer noch sehr viele Zerfälle pro Sekunde statt so das eine Lagerung ausserhalb des Reaktorgebäudes zu gefährlich wäre. Hier bleiben die Elemente wieder rund 5 bis 10 Jahre, bis soviel vom Material zerfallen ist, dass die Elemente mit einem niedrigeren Risiko transportier werden können. Im Vergleich zum eingelagerten Element hat sich dann die Wärme und Radioaktivitätabgabe um 90% verringert.

     

    Selbst beim Transport im Castor, geben die Elemente noch viel Wärme ab, so das es reicht das sich der Castorbehälter von aussen warm anfüllt.

     

    Nach der Entnahme aus dem Reaktorgebäude werden die Elemente dann für bis zu 40 Jahre auf einem Lagerplatz in der Nähe des KKW oder e.g. in Gorleben zwischengelagert. Mit genug Abstand, damit die Castorbehälter von der Luft gekühlt werden können.

    Für einen weiteren Verbleib gibt es noch keine Lösung.

     

    Selbst nach 50 Jahren geben dir Elemente dann noch genug Wärme ab, das du es spüren kannst.

     

    Bis die Elemente sich nicht mehr selbst so stark erwärmen können das du es spürst, dürften mehrere tausend Jahre vergehen.

  • Antwort von Zagdil 19.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Zum ersten gibt es verschiedene Brennstäbe, die je nach Aufbau und Zusammensetzung auch unterschiedlich lange halten. Und zum zweiten tauscht man Stäbe nicht erst aus, wenn sie kalt werden. Man tauscht sie aus, wenn sie nicht mehr genug Neutronen freigeben können. Dann sind sie aber noch lange nicht kalt, sondern werden weiter in gesonderten Becken des KKW gelagert, bis sie transportfähig sind.

  • Antwort von KnowH0w 19.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Brennstäbe schmelzen ab 2000°.

  • Antwort von Schlauerfuchs 19.03.2011

    Dies schmelzen bei 2000 Grad, deshalb müssen sie ständig gekühlt werden, fällt die Kühlung aus kommt es zum Gau wien in Thernobyl, in Japan ist es noch nicht soweit weil diese von außen durch Wasser gekühlt werden.

    Das Wasser im Kühlbehälter schirmt auch die Radioaktive Strahlung ab.

    Ist dieser trocken wird eie Strahlung freigesetzt wie in Japan.

    Gelingt es nicht dies wieder zu kühlen, kommt es zur Kernschmelze und wenn die kritische Masse ereicht ist zum Super Gau wie in Thernobyl.

  • Antwort von xChillax 19.03.2011

    Das ist von Brennstab zu Brennstab verschieden. Soweit ich weiss, machen zerfallene (d.h. radioaktive) Stoffe eine Elementarkette durch, bis sie nicht mehr strahlen. Plutonium macht eine lange Kette durch bis es in den nicht strahlenden Stoff Barium ''verwandelt'' ist, welcher dann so bestehen bleibt.

  • Antwort von flockelange 19.03.2011

    Die Brennstäbe fangen bei ca. 2000 Grad an zu schmelzen.

  • Antwort von Preisgarantie 19.03.2011

    Du meinst Kernbrennstäbe? Ich empfehle Wikipedia.

  • Antwort von Tempo123 19.03.2011

    Meinst die in Japan ?

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