Frage von lauritaFink, 155

Wie lange erträgt ein Hund das alleine bleiben?

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 65

Hallo,

das "Ertragen" wird von Hund zu Hund völlig verschieden sein. Ebenso wie die "Äußerung", dass er es nicht mehr "erträgt". Das geht dann von stiller Resignation (die einem Hundehalter dann ja gar nicht so wirklich auffällt) bis hin zu stundenlangem Geheule und einer zerstörten Wohnung.

Gerade die stille Resignation birgt die große Gefahr, dass man denkt: ach, der Hund ist doch ganz zufrieden, er schläft doch die ganze Zeit!

Und schon ist man in seiner Ansicht bestätigt, dass es dem Hund - trotz langem Alleinesein - doch wirklich gut geht.

Leider passiert es so bei ganz ganz vielen Hunden!

Immer jedoch sollte man bedenken, dass Hund Rudeltiere sind, die ihr Rudel brauchen, von ihm abhängig sind, nur im Rudel soziale Sicherheit und Geborgenheit finden, keinen Stress haben, ihr Überleben gesichert ist!

Natürlich lernen Hunde mit der Zeit, dass das Rudel immer wieder kommt - und ein wirkliches "Zeitverständnis" - so, wie der Mensch es kennt, in Minuten oder Stunden oder Tagen zu denken - hat ein Hund auch nicht.

Sie haben eine "innere Uhr" - passiert also etwas grundsätzlich immer zur recht gleichen Zeit (Frauchen geht, Frauchen kommt), dann wird der Hund genau dann auf seinen Platz "verschwinden" und auch parat stehen, wenn die Haustür endlich aufgeht.

Aber auch das sollte nie dazu verführen zu denken: alles prima, alles bestens!

Verhaltensforscher - und die sollten es als Fachleute doch eigentlich wissen - gehen von 4 bis max. 5 Stunden aus. Natürlich wird man jede Menge Leute, Hundehalter, finden, die ruhigen Gewissens behaupten: das geht auch 7 oder 8 Stunden. Woher sie ihr Wissen beziehen, ist und bleibt mir ein Rätsel. Mir kommt diese Behauptung immer so vor, als dass sie ihr eigenes Gewissen damit beruhigen, weil sie ihren persönlichen Wunsch nach einem Hund über das Tierwohl stellen. Und der Hund hat dann da hineinzupassen!

Natürlich macht es immer auch einen Unterschied, ob man in der glücklichen Lage ist, mehrere Hunde halten zu können. Nicht, dass man die länger alleine lassen sollte - aber sie sind dann eben auch diese besagten 4 - 5 Std. nicht alleine - nur der Rudelchef fehlt halt.

Wer verantwortungsvoll und tierlieb einen Hund betreuen möchte, der richtet sich nach den Bedürfnissen des Tieres.

Und da Hunde eben leider nicht wirklich sprechen können, sollte man auf das Wissen und die Forschung der Fachleute zurückgreifen - und nicht auf das Wissen von Irgendwem!

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von Einafets2808 ,

Beste Antwort . Toll dickes Daumen hoch 👍🏻👍🏻👍🏻

Antwort
von brandon, 64

Für mich ist bei vier Stunden die Höchstgrenze erreicht, nur im Notfall würde ich weiter gehen.

Für diese 4 Stunden muß man aber sehr viel mit dem Hund trainieren und das dauert mindestens vier Monate, eher länger.

Es liegt in der Natur des Hundes das er nicht allein sein kann. Als Rudeltier braucht er sein Rudel/Familie um sich auch wenn er ruht.

LG

Antwort
von Sesshomarux33, 49

Hallo, 

es kommt auf den Hund an. Es gibt Hund die können das 6h, es gibt aber auch Hunde die können nur 2-3h oder gar nicht alleine bleiben. Es kommt auch auf die Rasse an. Ein Husky-Rudel kann z.B Stunden ohne ihren Halter auch draussen leben, ein Retriever, Dackel etc. hingegen nicht. 

Grundsätzlich gilt eine Faustregel von maximal 5h nachdem man den Hund langsam ans Alleinesein gewöhnt hat. Länger würde ich einen Hund auch nicht alleine lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

Antwort
von MiraAnui, 45

Wenn er es langsam gelernt hat kann er schon 4-5 Std allein bleiben.

Ausnahmefällen geht auch mal bissel Länger

Antwort
von LukaUndShiba, 61

4-5 stunden. Maximal 6, aber da liegt für mich schon die Grenze es überhaupt zu tun. 

Kommentar von lauritaFink ,

Hallo,

Mein Hund kann problemlos 4 Stunden alleine bleiben, dann wirds kritisch, weil er raus muss. Er bleibt auch mal 6 Stunden alleine, aber auch nur im Notfall!!! Es ist immer unterschiedlich wie lange er alleine bleibt. Mal sind es 5 Stunden, mal 4 Stunden, mal 2-3 Stunden, mal nur eine Stunden oder manchmal auch  gahrnicht. Das alleine bleiben hab ich lange mit ihm geübt und jetzt kann er es auch.

Lg 

Kommentar von dsupper ,

Ich denke, dein Hund ist erst 5 - 6 Monate alt - wie kann er da das Alleinebleiben schon so gelernt haben - langsam gelernt haben - dass er bereits 4 - 5 Std. sicher alleine bleiben kann?

Mit diesem Training fängt man i.d.R. erst in dem Alter an!

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 19

darum geht es nicht - ertragen ist nicht thema! 

ein hund ertraegt es unter umstaenden laenger alleine zu bleiben -aber er leidet. schlimmstenfalls zerstoert er vor einsamkeit und panik die wohnung, bellt ununterbrochen, pinkelt in die wohnung.. andere leiden oft still (sie koennen es ja nicht sagen!) 

wichtig ist, ein hund ist ein rudeltier. am besten mag ein hund immer mit seinen menschen zusammen zu sein. 

andererseits lernen hunde das "alleine bleiben koennen" -wenn man es ganz langsam angehen laesst: erst einige sekunden wegbleibt. wenn das gut geht einige minauten und dann das langsam stiegert. es daeurt oante bis das ein hund stressfrei kann!

weil hund nach einer gewissen zeit "undicht" werden und wirklich auf dich warten, sollte es max 4-6 stunden sein, dass ein hund alleine sein muss.

alternativen sind: den hund mit zur arbeit nehmen, von hause aus arbeiten, einen hundesitter haben oder famileinmitglieder/freunde , die sich um den hund kuemmern.


Antwort
von Nijori, 65

Ab besten garnicht.

Einen Hund sollte man nich allein halten das ist ein Rudeltier von Natur aus darauf ausgelegt sein Leben lang Gesellschaft zu haben, natürlich gewöhnt sich ein Hund meist zu einem gewissen Grad daran allein zu sein.

Aber lange sollte das wirklich nicht sein die erwähnten 4 std sind da schon aller oberste Schmerzgrenze meiner Meinung nach am besten holt man sich immer zumindist 2 Hunde.

Kommentar von Sesshomarux33 ,

Naja es geht halt nicht immer ganz ohne. Nicht jeder kann seinen Hund mit auf die Arbeit nehmen und nicht jeder kann arbeitslos bleiben. Ein Zweithund macht die Lage nicht wirklich besser. 

Kommentar von Nijori ,

Das Mag zwar stimmen aber wenn man nicht die Möglichkeit hat dem Tier artgerechte Haltung zu bieten Finger weg und natürlich verbessert ein Zweithund die situation wenn die beiden sich verstehen.

Und das man nur Hunde zusammen tut die sich verstehen sollte sich von allein verstehen.

Kommentar von brandon ,

@Sesshomarux

Das sehe ich auch so. Ein zweiter Hund kann nicht seinen Herrn ersetzen. 

Man hat Hunde jahrhundertelang so gezüchtet das der Mensch ihnen wichtiger ist als ein Artgenosse.

Kommentar von Nijori ,

Man hat Hunde vllt in die Richtung gezüchtet das sie rudelunabhängiger werden aber man kann einen Artgenossen nicht ersetzen ein Hund wird dich vllt als sein Herrchen anerkennen aber er wird dich niemals mit den selben Augen sehen wie einen anderen Hund deshalb werden Hunde die keinen Umgang mit Artgenossen haben auch sozial Vereinsamen bis das einzige was sie noch haben die Unterwürfigkeit zu ihrem Herrchen ist und sie sich garnicht mehr mit Artgenossen verstehen.

Kommentar von Sesshomarux33 ,

Schau mal, das habe ich heut auf Facebook gefunden: http://klartexthund.blogspot.de/2014/05/darf-ich-hunde-allein-halten-oder.html Ist sehr interessant! Hunde sind eben ganz anders als ihre Vorfahren - den Wölfen.

Kommentar von Nijori ,

Das ist wieder was anderes Straßenhunde haben gelernt das wenn sie zu vielen ankommen ehr verjagt werden als das sie was zu Essen bekommen außerdem müsste ein großes Rudel sich alles was sie finden auf irgendeine Weise teilen und wer dann am unteren ende der Rangordnung steht bekommt nichts ab also verlässt er die Gruppe und sucht allein das ist durch unnatürliche Lebensverhältnisse anerlerntes Verhalten und sagt nichts über die generelle Sozialisierung von Hunden aus.

Kommentar von Sesshomarux33 ,

Doch genau das tut es. Straßenhunde können am Stadtrand sehr gut leben und selbst da bilden sich keine Rudel. 

Es kommt halt auf den Hund an. Nordische Hunderassen wie z.B der Husky oder der tschechslowakische Wolfshund, brauchen Artgenossen. Wolfshunde haben sogar einen Prozentsatz Wolfsanteil in sich. Straßenhunde sind davon weit entfernt und gar nicht mehr mit Wölfen zu vergleichen. Solche Hunde sind auf den Menschen geprägt.

Es spricht nix gegen einen Haushalt mit mehreren Hunden. Das heißt ja nicht das Hunde strikte Einzelgänger sind. Sie können harmonisch mit Artgenossen leben. Aber wie im Text beschrieben, braucht das einen Halter der zur Not eingreift. Wenn bei Hunden Futterneid entsteht, dann ist dieser ernster als bei einem Wolfsrudel.

Ich würde einen Hund auch niemals isolieren und keinen Zugang zu Artgenossen gewähren. Ich finde es sogar wichtig, dass Welpen zu Welpengruppen gehen. Aber das reicht einem Hund. Er braucht keine 24h einen Artgenossen. 

Kommentar von dsupper ,

Er braucht keine 24h einen Artgenossen. 

Auch wenn Hunde mittlerweile domestiziert sind - ein Mensch, oder viele Menschen - können NIEMALS Artgenossen ersetzen!

Hunde können mit Menschen kein wirkliches Rudel bilden - sie bilden einen Verband, eine Familie (das wir immer umgangssprachlich als Rudel bezeichnen - das mache ich auch). Aber es ist nicht so.

Hunde untereinander kommunizieren völlig anders, als es der Mensch mit dem Hund kann - da liegen Welten dazwischen.

Und selbstverständlich bilden auch Straßenhunde Rudel, gut funktionierende Rudel sogar. Mit sehr festen Strukturen und Ordnungen - so habe ich die Tiere zumindest bei vielen Einsätzen in Spanien erlebt.

Antwort
von Kokosnuss2002, 68

Das kommt auf den Hund drauf an ich kenne deinen Hund nicht. Versuch mal so eine halbe vis eine Stunde und wenn er es ohne Probleme aushält kannst du natürlich auch länger Versuchen

Kommentar von inicio ,

ein hund muss das alleine-sein-koennen ganz langsam erleren. dabei fengt man mit wenigen sekunden im training an(geht in eine anderes zimmer und schliesst die tuer, dann spaeter einige minuten (geht briefkasten leeren, muellrausbraingen etc und dann erst steigerung auf 1/4, 1/2 ,ganze stunde...geht man zu schnell vor -bekommt man einen hund, der nie alleine bleiben kann! 

Kommentar von Kokosnuss2002 ,

ich dachte auch das der hund dicher schon allein war wenn er/sie fragt ob er so lange allein bleiben kann

Antwort
von BlickAufsMeer, 56

4 Stunden ist meine innere Schmerzgrenze und alles darüber finde ich nicht mehr ok.

Obwohl ich 4 Stunden eig echt schon zu viel finde.

Hunde bekommen sehr schnell Verlust-Angst.


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