Frage von stricht, 46

Wie lang ist die Mieter-Frist für einen Widerspruch nach Zustellung einer Heiz- und Nebenabrechnung?

Im Dezember 2015 habe ich eine Nebenkostenabrechnung erhalten und auch gleich Ende Dezember 2015 einen Widerspruch geschrieben. Zwischen Dezember und Januar gab es einen Hausverwalterwechsel. Mir wurde geschrieben, dass meine Akte dem neuen Verwalter zugestellt wurde. Nach mehreren Kontaktaufnahmen (ca. 5 bis 6 Mal) mit dem neuen Verwalter habe ich bis dato noch nicht einmal ein Lebenszeichen von diesem bekommen. Nun wollte ich entweder nochmals einen Widerspruch dem neuen Verwalter zukommen lassen oder mit einer Mahnung (2 Wochen Bearbeitungsfrist, sonst 12 % Mietminderung meinerseits) reagieren. Kann mir bitte hierzu einer Tipps und Tricks zukommen lassen. Danke euch allen!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FrankPeters, 13

Die Einspruchsfrist ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)
in § 556 (Vereinbarungen über Betriebskosten) eindeutig geregelt:

...

(3) Über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist jährlich abzurechnen; dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten. Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlossen, es sei denn, der Vermieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten. Der Vermieter ist zu Teilabrechnungen nicht verpflichtet.

Einwendungen gegen die Abrechnung hat der Mieter dem Vermieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitzuteilen.

Nach Ablauf dieser Frist kann der Mieter Einwendungen nicht mehr geltend machen, es sei denn, der Mieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten.

Antwort
von albatros, 25

Die Einspruchfrist gegen eine Betriebskostenabrechnung beträgt 12 Monate, gerechnet ab Zustellung.  Vermieter schreiben oft 14 Tage oder 30 Tage, das ist falsch. Deine Einspruchfrist läuft also noch bis einschl. November 2016.

Kommentar von mepeisen ,

Richtig und die Frist wurde gewahrt. Denn Ende Dezember wurde ja bereits widersprochen. Die Folgen aus dem Wechsel der Hausverwaltung können dem Mieter vollkommen egal sein. Es zählt jedenfalls nicht der Tag, an dem die neue Hausverwaltung sich bequemt, den Widerspruch zu bearbeiten.

Da ich keine neue Antwort aufmachen will frage ich aber mal hier: Wieso Mietminderung? Würdest du nach deiner Gegenrechnung etwas zurückbekommen müssen oder musst du einfach nur weniger nachzahlen? Ich sehe keine Begründung für eine Mietminderung.

Antwort
von Miete187, 28

Hallo,

den neuen Verwalter anschreiben ist wichtig.

Mietminderung halte ich für falsch bei Betriebskostenabr. dafür gibt es ein Zurückbehaltungsrecht ( einmalige Summe um Druck zu machen)

Ist schwer wenn man das Problem mit der Abrechnung nicht kennt.

Kommentar von albatros ,

Oh je, oh je, du hättest besser geschwiegen.

Kommentar von Miete187 ,

Dann gebe doch mal einen besseren Rat.

Kommentar von mepeisen ,

Hat er nun ja. Wobei deine Antwort so verkehrt nicht ist, denn eine Mietminderung wegen falscher Abrechnung ist inhaltlich erst mal unverständlich. Seine Antwort ist aber auch nicht verkehrt, denn der Widerspruch ist fristgerecht raus und de neue Verwaltung anzuschreiben mag in der Praxis in Ordnung sein, rechtlich gesehen ist das überflüssig. Der Widerspruch an die alte Verwaltung war fristgerecht und ausreichend.

Kommentar von Miete187 ,

Danke, jetzt habe ich es verstanden und schreibe ab jetzt ausführlicher.

Er hatte ja geschrieben das er sofort Widersp. eingelegt hat, daher war es erledigt. Das mit dem Verwalter anschreiben ist halt "normal" wenn man nicht gleich "Stress" will. Auch die Verwaltung macht mal Fehler.

Ich wollte ihn halt davon abhalten, bei Nebenkostenab. mit einer Mietminderung zu kommen. Ich gelobe Besserung:-)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community