Frage von Interface333, 19

Wie läuft es mit der Kündigung als Mietr in der WG?

Hallo liebe Leute,

ich stelle mir nun die Frage nachdem ich den Mietvertrag nochmals durchgelesen habe was passieren würde wenn mich der Vermieter laut seiner festgehaltene Kündigungsfrist Kündigen würde.

Ich wohne seit 2 Jahre in einer WG mit 2 weiteren Leute zusammen und es gibt keinerlei probleme. Hin und wieder habe ich den eindruck, dass der Vermieter sehr oft etwas zu Mäkeln hat und kommt meistens immer zu mir um seine frust abzubauen. Es könnte aber auch mal passieren, dass ich irgendwann etwas resoluter werde und ihn Konfrontiere mit den gegebenen Umstände ohne jetzt weiter drauf eingehen zu wollen..

Nun laut Mietvertrag steht: § 2 Mietzeit Das Untermietverhältniss beginnt am 00.00.00. Es läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Parteien am 15. jeden Monats zum Monatsende gekündigt werden. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.

Einen Mietbewohner hat er einmal angerantzt weil er der Sauberkeit nicht nachgekommen ist und ich als ältester soll das alles dann ausbaden wenn die leute einfach nicht einsehen ab und an mal sauberkeit reinzubringen. Erstmal egal. In manchem hat er recht und darüber konnte man auch reden und Sachlich eine Konstruktive Lösung einbringen. Jedoch sagter er plötzlich dem Mietbewoner, wenn es im nicht passen würde, der könne ausziehen.

Und hier sind wir bei der eigentlicher Frage...

Darf der Vermieter einfach das Mietverhätniss kündigen in der Frist von 2 Wochen? Wenn ja, wie soll man in der Zeit eine neue Wohnung finden?

Antwort
von regex9, 16

Allerdings kann der Mietvertrag, so der Deutsche Mieterbund, für Mieter günstigere Kündigungsfristen enthalten, als im Gesetz vorgegeben wird. Ist im Vertrag für den Mieter eine einmonatige oder sogar vierzehntägige Kündigungsfrist vereinbart, kann der Mieter mit dieser kurzen Frist kündigen. Umgekehrt gilt das aber nicht. Der Vermieter muss die gesetzlichen Kündigungsfristen beachten, sie können per Mietvertrag nicht zu seinen Gunsten verkürzt werden.

Quelle: http://www.mieterbund.de/index.php?id=466 (hier stehen auch die gesetzlichen Kündigungsfristen)

Antwort
von WhoozzleBoo, 15

Warum ist es es ein Untermietverhältnis? Habt ihr nicht jeder einen eigenen Vertrag? Also du und deine Mitbewohner? So ist das eigentlich üblich.

Der Vermieter darf NICHT mit einer Frist von 2 Wochen kündigen, er hat sich dabei an die gesetzlichen Fristen zu halten. Und die beträgt i.d.R. 3 Monate. Alles andere zu Lasten des Mieters im Vertrag ist unwirksam. Bevor er kündigt, muss er aber erstmal schriftlich abmahnen.

Kommentar von Interface333 ,

ah ok, danke. Doch, einen Vertrag hat jeder. Aber genau den selben wo steht Untermietverhältniss. Wenn jedoch eine Abmahnung ungerechtfertigt ist, hat man da die möglichkeit zu widerrufen? Ich traue dem Braten nicht so ganz.

Kommentar von WhoozzleBoo ,

Gegen eine Abmahnung selbst kann man rechtlich nichts tun, da sie keine direkten Auswirkungen hat. Es ist nur eine Forderung des Vermieters ein bestimmtes Verhalten zu ändern bzw. zu unterlassen.

Du kannst die Abmahnung höchstens zurückweisen und eine Gegendarstellung abgeben, was aber weiter keine Auswirkungen hat.

Die Abmahnung wird erst geprüft, wenn es später wegen einer Kündigung zur Gerichtsverhandlung kommen sollte.

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