Wie läuft es in einer forensisch-psychiatrischen Einrichtung ab?

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4 Antworten

Na ja, der Unterschied zu einem normalen Gefängnis besteht darin, dass es auch eine Psychiatrie ist. Es gibt also nicht nur irgendwie eine Krankenstation, auf der die Insassen behandelt werden, wenn sie sich z.B. verletzt haben, sondern eine Therapie, die regelmäßiger Teil des Tagesablaufs ist.
Wie diese Therapie genau aussieht, hängt allerdings davon ab, was der Insasse eigentlich hat - für einen Suchtkranken wird die Therapie anders laufen als für einen Psychopathen.

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Wie es in einer Einrichtung für Forensische Psychiatrie abläuft, ist so pauschal eigentlich nicht zu sagen.

Denn dort sind sehr verschiedene Patienten untergebracht. Das kann etwa jemand sein, der in Anfällen akuter Bedrohungsängste Feuer in seiner Wohnung gelegt hatte und dies zum wiederholten Male, so dass er, sagen wir mal, zu einer n-jährigen Haftstrafe veruteilt wurde, die aber wegen der Erkrankung nicht im Knast anzutreten ist und er stattdessen einige Zeit in der "Forensik" therapiert wird. Wenn keine erneute Gefahr mehr zu erwarten ist, wird diese Person dann unter Betreuung entlassen. Während des Aufenthaltes in der Forensik ist der Tagesabluf für einen solchen eher harmlosen Fall nicht anders als in einem normalen psychiatrischen Krankenhaus auch, nur sind die Sicherheitsvorschriften strenger.

Wenn es sich jedoch, sagen wir mal, um einen psychisch kranken gefährlichen Serienmörder handelt, der in wanhhaften Anfällen im Glauben, den Wille Satans zu erfüllen, mit einem Vorschlaghammer ein halbes Dutzend Menschen totgeschlagen hat, dann ist der Tagesablauf für den eher so wie in einer JVA mit besonders strengen Sicherheitsvorschriften. Auch der Kontakt zu anderen Insassen wird streng reglementiert.

Gute Infos zum Maßregelvollzug findest du auf diesen Seiten (die erste verlinke ich direkt, links im Menü findest du dann weitere Infoseiten):

http://www.lwl.org/LWL/Gesundheit/Massregelvollzug/MRV\_Inhalte/


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Der Trakt wird von Sicherheitskräften bewacht; vergitterte Fenster, Stahltüren, meist außerhalb vom Trakt mit Zaun umschlossen und dann nochmal ein Weg und dann nochmal mit Zaun umschlossen, teilweise ist der Zaun unter Strom gesetzt.

Stell dir ein Gefängnis vor, das nur für psychisch kranke ist wie Massenmörder, Gewalttäter, Wiederholungstäter, Pädophile, Zerstückler usw...

Dort haben die Insassen auch keinen Ausgang, warum auch, sind diese Straftäter zum vollzug in einer forensischen Einrichtung verurteilt worden, da kann keiner "freiwillig" hin.

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Kommentar von Pramidenzelle
23.03.2016, 10:25

Ich bin etwas irritiert von deiner Definition von "psychisch krank" - z.B. ist noch längst nicht jeder Gewalttäter auch psychisch krank. Das kann man nicht am begangenen Verbrechen festmachen, sondern an einer Diagnose.

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Kommentar von OnkelSchorsch
26.03.2016, 18:56

... ein Gefängnis ... , das nur für psychisch kranke ist wie Massenmörder, Gewalttäter, Wiederholungstäter, Pädophile, Zerstückler usw

Das ist so nicht richtig. Im Maßregelvollzug befinden sich keineswegs nur gefährliche Massenmörder oder so, sondern Personen, die Straftaten begangen haben und deren psychische Befindlichkeit es ihnen unmöglich macht, das Unrecht ihrer Tat einzusehen. Da findest du durchaus auch eher harmlose Leute.

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Ich weiß es zwar nicht, aber ich denke die haben auch ein ganz normales Programm. Vor allem dürfen die nach einiger Zeit in der gruppe mit Aufsicht raus, dann in der gruppe ohne Aufsicht und manchmal auch alleine, was mich wundert.

Das ist mir schonmal aufgefallen, dass auf dem gelände ( da ist ja normale psychiatrie und Forensik ist da eben auf einem gelände ), dass die da wirklich manchmal alleine rumlaufen ohne aufsicht.

Aber normal haben die auch irgendein Programm.

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