Frage von kimliebtmolda, 116

wie läuft es in der Klinik ab, wenn man wegen Depressionen hingeht. IWnn wird man eingewiesen, welche Therapien gibt es?

Hallo
Ich wollte nur mal fragen, ab wann man in die Klinik muss und wie genau es dort abläuft, wenn man sich ritzt, schon lange und tief, und wenn die Freunde und Familie einen darauf hinweisen, dass man sich aufgrund des Verhaltens Hilfe suchen soll.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo kimliebtmolda,

Schau mal bitte hier:
Psychologie Depression

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von einfachichseinn, 14

Ab wann, ist unmöglich zu sagen. Es gibt Menschen, die sich ritzen und nie in eine Psychiatrie kommen, weil sie ambulante Hilfe bekommen.

Andere kommen vielleicht erst nach Jahren in eine Klinik, weil sie einen Rückschritt erlitten haben. 

Wieder andere kommen nach Wochen oder Monaten in eine Klinik. 

Das hängt immer von der eigenen Umgebung und der Einstellung des Arztes an, der eine Einweisung beschließen kann.

Der Ablauf ist von Klinik zu Klinik auch sehr unterschiedlich, allerdings gibt es so ein paar Punkte, die so oder so ähnlich vermutlich überall so ablaufen.

Am ersten Tag wirst du einmal körperlich durchgecheckt (Blutabnahme, EEG, Atmung, Urinprobe, war es bei mir). Dir wird die Station gezeigt und du bekommst eine zweifache Ausführung der Haus-/Stationsordnung. Die musst du lesen und unterschrieben abgeben (eine davon, die andere darfst du behalten). 

Dann wirst du vermutlich noch ein Gespräch mit deinem Bezugsbetreuer haben (jemand aus dem Pflegepersonal, der hin und wieder Gespräche mit dir führt).

Für den restlichen Aufenthalt gilt, dass das Leben dort sehr strukturiert ist. Es gibt feste Essenszeiten, meistens auch eine Wochenaufgabe, wie zum Beispiel den Frühstückstisch decken. 

Dann gibt es natürlich Therapien, wie genau diese aussehen, hängt mit den Kapazitäten der Klinik zusammen. Allerdings gibt es in vielen Kliniken Beschäftigungstherapien (wie Kunst, Musik oder ähnliches), Bewegungstherapie ( Tanzen, Schwimmen, manchmal auch Klettern), Theatertherapie. Meistens einmal in der Woche gibt es ein Gespräch mit einem Psychologen (bei bedarf natürlich auch mehr). Zwischen durch gibt es auch Gespräche mit dem Bezugspfleger.

Und dann gibt es meistens einmal pro Woche Visite, dort wird dann mit dem Personal und dem Stationsarzt besprochen, welche Therapien etwas bringen, welche weniger bringen, was der Patient alternativ machen könnte, ob die Medikamente (falls der Patient welche nimmt) anschlagen oder vielleicht auch, ob man die Medikamente runter setzten kann. 

Je nach Klinik kannst du auch im Internet schauen, wie der Tagesablauf bzw Wochenplan aussieht,viele Kinder- und Jugendpsychiatrien veröffentlichen einen Beispiel Plan. 

Antwort
von Sunny14081995, 61

Das ist denk ich unterschiedlich. Kommst drauf an in welche Klinik und in welche Station du kommst. Als ich in der Klinik war war es relativ locker. Hatte aber auch Glück auf ner anderen Station wäre es nicht so gewesen.

Antwort
von Seanna, 59

Was ist mit "ab wann" gemeint?

Und was mit "wie es dort abläuft"?

Kommentar von kimliebtmolda ,

mit ab wann meine ich, wann man dorthin 'eingewiesen' wird, 
mit wie es dort abläuft meine ich, wie die therapien dort aussehen, wie man dort behandelt wird usw.

Kommentar von Seanna ,

Ja was heisst "ab wann"? Was für ne Antwort erwartest du denn? Ein "2 Monate nach Diagnose" oder ein "nach dem ersten Suizidversuch"?! Zwangseingewiesen nur bei Eigen- oder Fremdgefährdung. Sonst nur bei Selbst Anmeldung. // Ergotherapie, Soziotherapie, Kunsttherapie, Sporttherapie, Einzeltherapie, Gruppentherapie, evtl Musiktherapie, soziales und emotionales Kompetenztraining, oft auch Gymnastik... plus ergänzend halt was die Klinik speziell anbietet.

Antwort
von THWTyp, 62

Ich hatte selber Depressionen allerdings ohne Selbstverletzung ich war auch in einer Klinik. Als erstes musst du zur (Not-)Aufnahme. Wenn der Arzt deine Sorge als begründet ansieht lässt er dich einweisen. Daraufhin wirst Du (gemeinsam mit deinen Eltern?) in den Teil der Klinik gebracht der für Psychische Probleme zuständig ist. Dort wird dann erstmal ein Routinecheck durchgeführt (EGK und Abhorchen). Dann wirst du dem Personal vorgestellt und dein "Chefarzt" dir vorgestellt.

Kommentar von kimliebtmolda ,

meine eltern leben nicht mehr, meine halbschwester müsste wenn dann mit, aber ich hab angst davor..
und noch eine frage, wie sieht es dann mit schule aus?

Kommentar von THWTyp ,

Mein Beileid. Dort gibt es eine eigene Schule.

Therapien werden übrigens  auf Dich zugeschnitten so dass ich dir dazu nichts sagen kann. Das mit den Eltern war nur wegen Erziehungsberechtigten sonst schick mir ne Freundschaftsanfrage dann kann ich dir das Privat erklären . Angst brauchst du definitiv keine!


Kommentar von THWTyp ,

Falls du noch mehr Fragen hast antworte dann einfach.

Kommentar von Seanna ,

Notaufnahme is nich bei geplanter Aufnahme und nach nem Notfall sieht das nicht aus. Der Arzt weist ein, er lässt nicht einweisen. Den Chefarzt bekommt man idr nur selten und nur als Privatpatient zu Gesicht.

Kommentar von THWTyp ,

Also ich hatte definitiv den achefartz da.

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