Wie läuft eine Teilungsversteigerung ab?

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4 Antworten

Bei einer Teilungsversteigerung wird das ganze Haus verkauft und der Erlös geteilt.

Du kannst natürlich selbst (auf das ganze Haus) bieten, Dein Bruder allerdings auch.

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Kommentar von Ronox
02.06.2016, 11:49

Der Erlös wird nicht geteilt. Dieser steht der Erbengemeinschaft und die Erben müssen sich über die Aufteilung einigen.

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Wer hat dir das denn geraten? Eine Teilungsversteigerung ist teuer und sollte immer letzte Wahl sein. Das gilt insbesondere in diesem Fall, da du das Haus selbst nutzen willst. Bei der Teilungsversteigerung wird die Erbengemeinschaft hinsichtlich des Grundstücks durch Versteigerung zwangsweise auseinandergesetzt bzw. das Grundstück in Geld umgewandelt. Unter den Hammer kommt das gesamte Grundstück und auch Dritte können mitbieten. Der Erlös wird steht der Erbengemeinschaft zu, über dessen Verteilung sie sich wiederum einigen müssen. Es fängt also abermals von vorne an.

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dann wäre erst einmal eine teilung des hauses fällig... teilungserklärung usw... das alles kostet... notar , amtsgericht usw... versucht euch zu einigen , vor allem wem was gehört ..welcher teil des hauses gehört wem??? vergesst aber nicht .. alle versorgungsleitungen sind wahrscheinlich für ein einfam. haus... wenn ihr es wirklich teilen wollt muß alles getrennt werden... sonst gibt es nur noch mehr ärger ... wasser- abwasser- strom , 2. zähler usw... redet miteinander

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Kommentar von Ronox
02.06.2016, 11:47

Eine Teilungsversteigerung hat nichts mit einer Teilungserklärung oder Teilung des Hauses zu tun.

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Hallo werhilftmir1,

Ihre Frage ist so allgemein gestellt, dass ich als Antwort ein ganzes Buch darüber schreiben könnte. Es gibt auch Bücher zu diesem Thema.

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.teilungsersteigerung.net.
Dort finden Sie auch Kontaktdaten von Leuten, die Ihnen helfen können. Also
melden Sie sich doch gern mal bei uns.

Zunächst einmal: Die Antworten von Ronox sind richtig, während ersterFCKathas offenbar gar nicht weiß, was eine Teilungsversteigerung
überhaupt ist.

Es wäre natürlich am besten, wenn eine gütliche Einigung zwischen den Geschwistern gefunden werden könnte. Wenn das aber nicht möglich ist, dann ist die Teilungsversteigerung die zweitbeste und vom Gesetzgeber her vorgesehene Lösung, wie zwei auseinander kommen können, die es ansonsten nicht können. Die schlechteste Lösung bestünde darin, die Erbengemeinschaft nicht auseinanderzusetzen, sondern alles so zu belassen, wie es ist.

Dabei muss man auf das gesamte Haus bieten. Es kann auch jeder andere (fremde) mitbieten, es sei denn, Sie und Ihr Bruder wären sich darüber einig, dass nur Sie beide bieten dürfen.

Das Ergebnis der Teilungsversteigerung besteht darin, dass das Haus versilbert wird, also ein unteilbares Gut (Haus) in ein teilbares Gut (Geld) umgesetzt wird. Dieses Geld wird aber nicht automatisch vom Versteigerungsgericht auf Sie und Ihren Bruder aufgeteilt, sondern steht
zunächst mal der Erbengemeinschaft ungeteilt zu, so dass sich die
Erbengemeinschaft danach dann anstatt an dem Haus an dem Geld auseinandersetzen muss. Nur wenn Sie und Ihr Bruder sich über die Verteilung des Erlöses sofort einig sind und dem Gericht das so erklären, dann wird der Erlös entsprechend dieser Einigung an die Erben verteilt.

Falls noch Grundschulden im Grundbuch eingetragen sein sollten, wird es noch etwas komplizierter.

Es kann also durchaus ein langer und dorniger Weg sein. Aber es ist trotzdem besser, Sie beschreiten diesen Weg, als es der nächsten Generation zu überlassen; denn für die wird es noch schwieriger.

Viele Grüße

Klaus Dreyer

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