wie läuft eine Anhörung des Arbeitnehmers vor der Kündigung?

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5 Antworten

Es geht einfach darum. ob der Mitarbeiter irgendwas sagen kann, was die Vorwürfe widerlegt oder mildert. Er muss sich dazu vor dem Betriebsrat nicht rechtfertigen. Der Betriebsrat ist ja kein Ankläger.

Nach den Details, die du im Kommentar geschildert hast, würde ich voraussetzen, dass zuvor eine Abmahnung erteilt werden sollte. Du redest aber nur von "Gesprächen". Ich kann mir gut vortellen, dass auch ein Arbeitsgericht das so sehen würde, dass eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung nicht gerechtfertigt wäre.

Deiner Schilderung nach ist zu entnehmen, dass der Betriebsrat durchaus ein Verschulden des Mitarbeiter sieht. Dennoch würde ich zumindest in der Stellungnahme die Frage aufwerfen, ob eine Abmahnung nicht zunächst angemessen wäre. Das BetrVG sieht dazu auch die elegante Formulierung vor, dass der BR "Bedenken" gegen eine geplante Kündigung äußern kann.

Das würde ich ggf, auch  tun und den Mitarbeiter darauf hinweisen, dass er eine Kündigungsschutzklage einreichen kann.

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Der Mitarbeiter muß sich nicht rechtfertigen, der BA ist seine letzte Chance, aber er kann schweigen und sich das Ergebnis ausrechnen. Ich vermute jedoch, dass es eh schon vorbei ist für ihn

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Kommentar von PeterSchu
25.04.2016, 22:02

Was ist der BA uns warum ist er die letzte Chnce?

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Wenn es einen Betriebsrat gibt, ist diese Anhörung vorgeschrieben. Das heißt aber noch lange nicht, dass der BR die Kündigung verhindern kann.

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Vor dem BR hat der Mitarbeiter die Chance die Vorfälle aus seiner Sicht zu schildern. Danach wird entschieden ob die Kündigung zu recht erfolgt ist.

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Der Mitarbeiter muss sich nicht vor dem BR rechtfertigen, sondern vor seinem Arbeitgeber. Der BR ist anwesend, um bei der Angelegenheit den AN zu unterstützen. Sicher sind vor der Kündigung Abmahnungen erfolgt, so dass jetzt eine Kündigung erfolgte, weil er AN kein Einsehen gezeigt hat und weiter den Betriebsfrieden störte. Eine Anhörung selbst läuft nicht nach einem bestimmten Schema ab, sie ist indiviuell und nur auf den Sachverhalt bezogen.

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Kommentar von SambosTochter
24.04.2016, 12:24

der betroffene Mitarbeiter wurde nicht abgemahnt, soll sofort gekündigt werden. Er beeinflusst und stört massiv die Arbeit anderer Mitarbeiter, MA beschwerten sich beim Betriebsrat ( vorher auch beim Chef ) , mehrere Gespräche halfen nur über einen kurzen Zeitraum....

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