Frage von Cristes, 106

Wie läuft das mit Stundenlohn?

Hallo, Ich arbeite seit etwas mehr als ein Monat in einen neuen Handwerksbetrieb und werde nach Stundenlohn bezahlt. In meinem AV (Arbeitsvertrag) steht das ich 39std/Woche arbeiten muss. Das leider garnicht der Regelfall ist denn z.b letzte Woche arbeitete ich nur 6 Stunden insgesamt und hatte Rest der Woche Frei auf meine Kosten. ...

Die Wochen davor sahen ähnlich aus sodass ich auf den Monat April auf 85std kam die ich dann natürlich auch nur bezahlt bekommen habe...

Was tun? Wie ist die Lage bei einem Vertrag von 39std/Woche wenn ich die nicht ableisten kann und nach hause geschickt werde wegen eben schlechter Arbeitslage/Wetter?

Wobei ich noch abschließend sagen muss das der Vertrag Mündlich sei....

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Antwort
von Pudelwohl3, 50

Grundsätzlich sind mündliche Arbeitsverträge natürlich auch gültig. Allerdings gibt es naturgemäß Beweisprobleme, wenn eine Partei bestreitet, eine bestimmte Vereinbarung so oder so getroffen zu haben.

Sollte eine beweisbare Arbeitsvereinbarung über eine regelmäßige, wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden vorliegen und hinsichtlich Arbeitszeitkonten, Schlechtwetterregelung etc. nichts ergänzt sein, hättest Du Anspruch darauf, dass Dich Dein Arbeitgeber auch in diesem Umfang beschäftigt.

Er müsste Dich dann selbst in dem Fall für diese Zeit bezahlen, wenn er gar nicht genug Arbeit haben sollte. Das wäre sein Problem und nennt sich Annahmeverzug.  

Aber wie gesagt - bei rein mündlichen Absprachen wird das schwierig zu beweisen sein.

Kommentar von Cristes ,

Dann habe ich nun ein problem

Antwort
von Gerneso, 36

Normalerweise wird kein Stundenlohn vereinbart sondern ein Monatslohn basierend auf einer xy-Stundenwoche.

Ansonsten ist es eher so maximal xy Stunden pro Woche zu xy Euro pro Stunde beschäftigt. 

Arbeitsverträge verlangt man in Schriftform vor Arbeitsantritt. So steht jetzt Aussage gegen Aussage. 

Such Dir was anderes.

Antwort
von grisu2101, 45

Tja, 39 Std/Woche sind eben so und auch der Arbeitgeber muss sie einhalten. Ein mündlicher Vertrag ist gültig, und Du müsstest beweisen was vereinbart wurde. Wenn der AG Dich gegen Deinen Willen freistellt ist das immer problematisch, denn dann muss er Dich meines Wissens nach auch bezahlen, es sei denn eine Notsituation (Bude abgebrannt etc.) liegt vor....

Ich würde bei Gewerkschaft, etc. nachfragen damit Du eine Rechtssichere Beratung bekommst. Hier ist leider nichts rechtssicher.

Antwort
von Stefffan7, 58

Mündliche Verträge sind immer Müll. Vor allem bei einem Arbeitsverhältnis würde ich auf schriftliche bestehen.

Meiner Meinung nach muss das im Vertrag geregelt sein. Wenn da drin steht: Bei schlechter Wetter /Auftragslage weniger Stunden, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass das in Ordnung ist. Sonst, so würde ich zumindest behaupten, kannst du auf die 39 Stunden bestehen.

Kommentar von Cristes ,

auch bei stundenlohn? das ist dann ja ähnlich wie bei Festlohn?

Kommentar von Stefffan7 ,

Naja, wenn im Vertrag steht 39 Stunden für so und so viele Euro würde ich behaupten ja.

Antwort
von jimpo, 22

Im Arbeitsvertrag steht 39 Std. Es aber die Arbeitslage nicht her gibt, kannst Du nichts machen.

Kommentar von Cristes ,

Das ist nun komplett das Gegenteil was die anderen sagen

Kommentar von AalFred2 ,

Es ist auch rechtlich totaler Unsinn. Aber dafür ist jimpo durchaus bekannt.

Kommentar von jimpo ,

Hoffe,Du wirst gelöscht  mit Deiner Anzüglichkeit. Werde Hilfestellung geben.

Kommentar von AalFred2 ,

Mit welcher Anzüglichkeit? Du hast schlichtweg von Jura keine Ahnung und rätst deine Antworten und das in einem fort. Das habe ich konstatiert.

Kommentar von Familiengerd ,

@ jimpo:

Was totaler Unsinn ist - wie Deine Antwort -, darf man ruhig auch als "totalen Unsinn" bezeichnen, ohne dass da irgend eine "Anzüglichkeit" (auch Unsinn!) ist!!

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