Frage von 1998Marie, 22

Wie läuft das mit den Studienplätzen ab?

Hallo,

Ich hab mal ne Frage wie das mit der Verteilung der Studienplätze so abläuft. Und zwar braucht man ja, wenn man z.B Medizin oder Jura studieren will einen guten Numerus Clausus damit eine Uni einem direkt nimmt. Wenn der NC nicht ausreicht muss man ja 1-2 Jahre warten.

Meine Frage wäre jetzt wie das mit der Warteliste organisiert ist. Ich meine muss einer mit einem Abiturdurchschnitt von 2,2 nur 1-2 Jahre warten um einen Studienplatz zu kriegen und einer mit einem Durchschnitt von 4,0 3?

würde mich mal interessieren wie das so geregelt ist :)

Antwort
von dompfeifer, 15

Wer immer diesen Mythos in die Welt gesetzt hat, dass die Abiturnote gegen die Wartezeit verrechnet wird bzw. die Note durch die Wartezeit verbessert wird: Dieser Unsinn wird nicht besser durch endlose Wiederholungen.

Das Wort NC hat es in seiner Karriere auf mindestens sieben teilweise unsinnige Bedeutungen gebracht. Deshalb sollte man angesichts der heillosen Begriffsverwirrung seinen unvermittelten Gebrauch endlich verbieten! 

Der amtlich vorgegebene NC ist in der Amtssprache die festgesetzte "begrenzte Zahl" an Studienplätzen für dieses Studienangebot an dieser Hochschule zu diesem Zeitpunkt. Das ist eine haushaltspolitische Maßnahme. Diese Zahl brauchst Du nicht, am Allerwenigsten für eine Studienplatzbewerbung. Das ganze Gerede von "vorgegebenen Notenanforderungen" ist ein Pulk von Ammenmärchen.

Sollte bei einem zulassungsbeschränkten Studienangebot die Zahl der Bewerber die Zahl der geplanten Studienplätze (amtlich NC genannt) übersteigen, genau dann wird ein Auswahlverfahren durchgeführt. Die bereitstehenden Studienplätze werden nach einer Notenrangliste und einer Wartezeitrangliste aufgefüllt. Eine festgelegte Quote der Studienplätze wird auf der Notenrangliste ausgezählt, eine andere Quote nach der Wartezeitrangliste. Der letzte erfolgreiche Bewerber bildet jeweils die aktuelle Auswahlgrenze nach Note bzw. nach Wartezeit. Wenn das jeweilige Auszählergebnis vorhersehbar wäre, bräuchte man keine Auswahlverfahren durchzuführen.

Die Auszählergebnisse bzw. Grenzwerte der Vergangenheit bieten bestenfalls eine ganz grobe Orientierung zur Einschätzung der persönlichen künftigen Erfolgschance. Vorgegeben sind also weder eine Note noch eine Wartezeit, sondern ausschließlich die Zahl der Studienplätze.

Kommentar von dompfeifer ,

Etwas detaillierter (unter Berücksichtigung nachgeordneter Auswahlkriterien) habe ich das gestern einmal beschrieben unter

https://www.gutefrage.net/frage/guten-tag-ich-hatte-mich-darueber-erkundigt-wie-...

Expertenantwort
von Kristall08, Community-Experte für Studium, 19

Ich bin so frei und offeriere hier einen Link, wo die Sache mit dem Numerus Clausus ganz einfach erklärt wird.

https://www.nc-werte.info/faq/numerus-clausus/was-ist-der-numerus-clausus.html

Und merke: Abiturdurchschnitt nicht gleich NC.

Antwort
von Superstudent, 22

Oh je. Man kann keinen Numerus Clausus "haben". Der ist ein Produkt von Angebot und Nachfrage. Ich schlage vor, du suchst einmal selbst im Internet, es gibt heutzutage nun wirklich genügend Informationsmöglichkeiten und auf den Webseiten der einzelnen Universitäten werden die Zulassungsmodalitäten erklärt. Weitere Informationen findet man auch bei Hochschulstart.de, insbesondere zu Medizin, Zahn- und Tiermedizin.

So viel Eigeninitiative sollte man schon aufbringen können.

Mit zwei Jahren warten ist es gerade im Falle der Medizin aber keineswegs getan. Man muss in der Wartezeitquote mit sieben Jahren rechnen.

Antwort
von OchWellenteim, 22

Soweit ich weiß, fällt man mit einem schlechteren Schnitt automatisch in die Warteliste .10 % der Zugelassenen sind meistens welche, die Wartesemester gesammelt haben (Jedenfalls in Hamburg). Ich glaube, dass sich de Wartezeit eher danach richtet, wer sich am längsten bewirbt. Aber ganz genau kann dir das natürlich nur die jeweilige Uni mitteilen.

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