Frage von benjamin2, 65

Wie läuft das bei getrennt lebenden Ehepaar mit Unterhalt?

Meine eltern leben seit 6 Jahren getrennt sind aber nicht geschieden und werden sich auch nicht scheiden lassen. Mein Vater hat bisher noch nie Trennungs bzw Unterhalt an meine Geschwister gezahlt. Dadurch ist meine Mutter zu Harz V Empfänger geworden und bekommt noch Kindergeld - noch! Meine Eltern sind mittlerweile 36 JAhre verheiratet daher war meine Mutter immer nur Hausfrau auch wegen der Kindeserziehung sprich bekommt jetzt mit 58 keine Arbeit mehr. Ihre Rente wird später mal sehr wenig sein und daher bestimmt zum Sozialfall werden - und das nur weil meine Vater sich mit Tricks den Unterhalt entkommen ist und auch seine über 2000 Euro rente nicht teil. Er hat sich von seinen Arzt damals "faslche Papiere"austellen lassen und sich in so ne Art Betreutes Wohnen eingliedern lassen wo er monatlich 2300 euro bezahlen muss - damit er seier ex nichts zahlem muss. Meine Frage: Kann meine mutter nichts dagegen tun?

Antwort
von DFgen, 21

Solange die Eltern miteinander verheiratet sind, müssen sie ggf. füreinander einstehen und in jedem Fall zusammen für ihre Kinder sorgen - soweit sie in der Lage dazu sind.

Wenn sie aber nicht "offiziell" getrennt leben, hat deine Mutter weder Anspruch auf Unterhalt für euch Kinder noch auf Trennungsunterhalt für sich vom Vater.

Es ist schwer vorstellbar, dass der Vater freiwillig in einer Einrichtung lebt, in der er von seiner Rente kaum etwas einbehalten kann, denn die Unterbringung, die meist sehr teuer ist, muss er von dieser Rente finanzieren.

Wären die Eltern in Scheidungsabsicht offiziell getrennt, wäre der Vater für euch Kinder (bis zu eurem 18. Geburtstag) auch nur unterhaltspflichtig, wenn er entsprechend "leistungsfähig" wäre. Bei einer Heimunterbringung dürfte das aber kaum der Fall sein.

Da die Mutter ALGII erhält, wurde sicher geprüft, ob überhaupt und wenn ja, in welcher Höhe, der Vater unterhaltspflichtig ist.... - und dieser Unterhalt dann von ihm eingefordert.

Insofern hat es vermutlich auch keinen Einfluss auf euren Unterhalt, ob die Eltern getrennt sind oder nicht.

Bei einer Scheidung würden die Rentenansprüche, die während der Ehe erworben wurden, aufgeteilt, so dass die Mutter ab dem Rentenalter auch eine Rente erhalten würde (Versorgungsausgleich). - Dann allerdings würde sie keine "Hinterbliebenden-Rente" erhalten, falls der Vater vor ihr verstirbt. 

Die Hinterbliebenen-Rente, die sie als Witwe erhalten würde, fiele vermutlich weitaus höher aus als ihre eigene aus dem Versorgungsausgleich, vielleicht ein Grund, die Scheidung nicht einzureichen....

Auf jeden Fall wird die Mutter an der finanziellen Situation nichts ändern, wenn sie sich keinen Job sucht.

Weshalb hat sie das denn bisher nicht getan - hast du noch Geschwister im Kleinkindalter?

Antwort
von DerHans, 42

So lange die Ehe nicht geschieden ist, sind Ehegatten einander zum Unterhalt verpflichtet.

Wieso macht deine Mutter das denn überhaupt mit. Bei einer Scheidung werden die Rentenansprüche beider aus der Ehezeit geteilt. Da hat der Vater dann überhaupt keinen Einfluss drauf. Das regelt das Familiengericht und die Rentenversicherung.

Sie muss nur einen Scheidungsantrag stellen, da sie länger als ein Jahr getrennt sind, ist das eigentlich eine Formsache.

Kommentar von benjamin2 ,

Selbst bei einer Scheidung ist man den Kinder gegenüber Unterhaltspflichten.  Wenn Sie verheiratet bleiben hat sie dann kein Anspruch auf seine Rente?  Er hat sich so hingestellt das er zahlungsunfähig ist. Somit zahlt er garnichts

Kommentar von claudialeitert ,

scheiden lassen wäre wohl da besser. wenn er nix gibt zwingt ihn auch keiner. bei Scheidung werden die Rentenpunkte geteilt

Kommentar von DerHans ,

Stichtag ist dann der Tag der Scheidungsklage

Antwort
von petrapetra64, 17

Wenn er in einem Heim lebt mit betreutem Wohnen, da fällt es mir schwer zu glauben, dass man dort lebt, nur um sich vor Unterhalt zu drücken. In so ein Heim zieht keiner freiwillig ein und ihm bleibt dann ja selbst auch nur ein Taschengeld, alles andere muss er ja abtreten. Und ein Arzt stellt mit Sicherheit keine "falschen Papiere" aus, er würde seine Zulassung und seine Existenz verlieren, wenn so was raus kommt. Und denen im Heim würde das auch sicher irgendwann auffallen, dass da was nicht stimmt.

Und wenn ich davon ausgehe, dass das auch alles von der Arge und Jugendamt geprüft wurde, spricht für mich alles dafür, dass er wirklich nichts zahlen kann und wirklich krank ist und Pflege benoetigt. Zumindest sind die Aussichten schlecht, da was holen zu können.

Aber selbst wenn sie Untehalt bekäme, würde deine Mutter wahrscheinlich mit mehreren Kindern nicht von der Arge unabhaengig werden, weil der Unterhalt wohl nicht ganz ausreichen würde. Sie hätte also wohl mit Unterhalt kaum einen Euro mehr als jetzt.

Wegen später und der Rente, da bekäme sie dann Grundsicherung in der Höhe von Alg2 da sie ja wohl kein Interesse an einer Scheidung zu haben scheint.

Würde sie die Scheidung angehen, sähe es anders aus. Sie bekäme Prozesskostenhilfe und kann sich kostenlos einen Anwalt nehmen, dieser kann den Unterhaltsanspruch auch noch mal überprüfen und bei der Scheidung erhält deine Mutter die Häfte der Rentenansprüche deines Vaters aus der Ehezeit übertragen. Damit hätte sie selbst einen Rentenanspruch, wenn sie das Rentenalter erreicht. Aber das ist die Entscheidung deiner Mutter, ob sie das möchte.

Es ist halt auch so, wer sich entscheidet, nicht arbeiten zu gehen, der muss halt auch mit den Konsequenzen später leben. Wäre ja unfair gegenüber all den Frauen, die trotz Kindern arbeiten gehen.

Kommentar von benjamin2 ,

Der Arzt der die Papiere gemacht hat wurde die Lizenz auch genommen sa er anderweitig krumme Geschäfte gemacht hat.  Mein Vater ist gesund.  Er ist viel unterwegs. Bei 6 Kindern wäre es nicht einfach gewesen arbeiten zu gehn. Trotz allem steht ihr was zu

Kommentar von claudialeitert ,

Dann lasst es doch neu prüfen mit Anwalt und Gericht, werdet es ja sehen

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