Frage von Robert7194, 7

Wie lässt sich christliche / evangelische Religion kurz beschreiben?

Shalom,

vielleicht : Die Liebe zu sich selbst, seinen Mitmenschen, und zu Jesus/Gott? oder: Sinngebung des Lebens?

oder vielleicht jeweilig unterschiedliche Beschreibungen?

Amen

Antwort
von Maimaier, 4

Du hast Recht, es geht vor allem um Liebe. (Mit Liebe meine ich nicht Sex, sondern Miteinander)

Kommentar von Robert7194 ,

ich weiß wie du die Liebe dabei meintest, danke :D

Antwort
von Giustolisi, 3

Es geht im Prinzip darum, widersprüchliche Geschichten aus mehreren antiken Büchern ohne Belege für wahr zu halten und das eigene Leben nach diesen Vorstellungen auszurichten.
Das Christentum ist wie der Islam eine Neuinterpretation des Judentums, es wurde nur um Geschichten von einem Prediger erweitert, der vor etwa 2000 Jahren gelebt haben soll.
In den Geschichten gibt es allerlei Fabelwesen und Wunder, das ist schon eine Menge Feenstaub. 
Es gibt auch heute noch Menschen, die diese Geschichten glauben. 

Antwort
von Dxmklvw, 4

Im Schwerpunkt ist es der Drang dazu, das Fantastische mehr zu glauben als den Fakten der Realität, und die "Beweise" für die Richtigkeit dieses Glaubens dem Phantastischen zu entnehmen, um damit die Realität zu hinterfragen.

Hin und wieder ist diese Methode sogar erfolgreich, und zwar dann, wenn das in der Fantasie entstandende zufällig mehr Vernunft enthält als etwas, das in der Realitiät bis dahin unsinnigerweise praktiziert wurde.

Diese gelegentlichen Erfolge werden dann verwendet, um sich selbst zu "beweisen", daß das geglaubte Fantastische ingesamt (wenig durch Vernunft Realisierbares und viel Überbleibsel antiker irrealer Religionsinhalte) die alleinseligmachende Wahrheit wäre.

Wenn es dann mal zu offensichtlich wird, daß einiges nicht zusammenpaßt, weil es sich zu kraß gegenseitig ausschließt, dann hilft oftmals die Strategie, immer paßgenau damit erleuchtet zu werden, daß alles ganz anders gemeint ist, als es aufgeschrieben wurde.

So besehen gibt es keinen wirklichen Unterschied zwischen der christlichen Religion und ihrer Varianten im Vergleich zu anderen Religionen, weil sich erkennbare Unterschiede lediglich auf die dem Fantastischen entnommenen Argumente beziehen, nicht aber auf die resultierende Wirkweise, die den religiösen Glauben als solchen aufrecht erhält.

Die in der Frage erwähte "Liebe" ist lediglich eine vermeintliche Liebe zu etwas. Schon bei zwischenmenschlichen Beziehungen zeigt es sich, daß Liebe ohne gegenseitiges Verstehen nicht möglich ist. Nicht verstehbares Fantastisches und sich gegenseitig ausschließende Aussagen verhindern deshalb, daß wirkliche Liebe entstehen kann.

Antwort
von nnblm1, 3

Sinn des Lebens gilt nur für Gläubige.

Für mich würden mehr folgende Begriffe stimmen: Machtinstrument, intolerant, überholt

Kommentar von Robert7194 ,

Danke für Ihre Antwort. Ich sehe das anders, als Nichtgläubiger.

Kommentar von nnblm1 ,

Wobei ich erst jetzt das evangelisch gesehen hab. Würde mich jetzt mehr auf die katholische Kirche beziehen.

Kommentar von thetee99 ,

@nnblm1: Haha ;) Die Protestanten haben meiner Meinung nach vorallem den vielen Prunk und Protz der katholischen Kirche abgelehnt, aber selbst fette Ölgemälde von Martin Luther & Co. aufgehängt... Heuchler! ;)

Kommentar von nnblm1 ,

Als Österreicherin - hier gibts nicht wirklich viele evangelische Christen - habe ich mich hauptsächlich mit der kath. Kirche beschäftigt und mag daher aus Unwissen über die evangelische Kirche lieber nicht zu viel sagen...

Kommentar von Horus737 ,

...für da Nichts-sagen -wollen hast aber viel geschrieben...Hähähä

Antwort
von thetee99, 1

Da Jesus im Grunde ja nur das Judentum reformieren wollte mit der Absicht das Bild von einem eher strengen Gott zu einem barmherzigen Gott zu ändern ist das wohl auch die maßgebliche Charakterisierung des Christentums: Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Vergebung ;)

Kommentar von DerBuddha ,

ah ja, wieder nur die angeblichen guten dinge geschrieben, aber jesus war nicht dass was man gerne verkaufen will, denn sonst hätte diese dinge nicht gesagt:

er war ein weltenzerstörer und angsthase:

"Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden; was wollte ich lieber, als dass es schon brennte! Aber ich muss mich zuvor taufen lassen mit einer Taufe, und wie ist mir so bange, bis sie vollbracht ist!"

er war ein kriegstreiber und aufrührer:

„Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.“

geltungssüchtig/machtgierig:

„Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.“

und überhaupt nicht friedlich oder vergebunswürdig:

„Wer aber ärgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft werde im Meer, da es am tiefsten ist.“

und zudem auch noch familientrennend:

„So jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein.“

also NICHT dass was du geschrieben hast: Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Vergebung ...........:)

Kommentar von thetee99 ,

Hmm... interessant. Ich bin nicht bibelfest genug um das jetzt analysieren zu können... auf den ersten Blick würde ich aber meinen das beim ersten Beispiel, mit dem Feuer das auf Erden entfachten werden soll, methaphorisch was anderes gemeint sein könnte und die restlichen Beispiele sind evtl. Kontext abhängig. So für sich genommen, hätte man diese Aussagen bzw. Wiedergaben eher Mohammed zugesprochen? ;)

Ich weiß das Jesus auch gepredigt hatte, hart zu sich selbst zu sein, was den Glauben angeht. Sinngemäß: "wenn dein linkes Auge dich in Versuchung bringt und vom Glauben abhält, dann reiß es dir raus".

Aber gerade du als "DerBuddha" solltest Jesus doch wohlgesonnen sein, oder nicht? ;) Es gibt doch die Hypothese, Jesus wäre ein Fakir aus Indien gewesen, der ursprünglichen die Lehren des Budhismus in den Westen bringen wollte... ;)

Antwort
von RudolfFischer,

Das Christentum lässt sich in 4 Sätzen umreißen, von denen nur der letzte typisch christlich ist:
1) Es gibt einen einzigen Gott, der alles geschaffen hat
und zu dem alles zurückkehrt.
2) Sein Prinzip ist die bedingungs- und grenzenlose Liebe,
mit der er seinen guten Plan für die Schöpfung verwirklichen wird.
3) Es gibt ein Leben nach dem Tode mit Platz für jeden.
(Bis hier sind die meisten Muslime und Juden wohl einverstanden!)
4) Gott ist als Jesus Christus in der Welt erschienen, um seinen
Geschöpfen zu zeigen, dass selbst das einfachste Leben und der
schlimmste Tod in Gottes gutem Plan einen Sinn haben.

Alles Weitere hat man später in verschiedenen Varianten hinzugefügt.

Antwort
von DerAndereEine,

Im Wesentlichen geht es um die Liebe zu und von Gott und Jesus und Anerkennung von Gott als Herrn und Schöpfer.

Das inhaltliche Zentrum des Glaubens ist die Erbsünde, die durch Jesus Opfer getilgt wurde.

Die Liebe zu sich selbst? Das mag bestimmt auch irgendwo in der Bibel stehen, halte ich allerdings nicht für vordergründig repräsentativ für das Christentum.

Antwort
von Nadelwald75,

Hallo Robert7194,

hier hast du sie verbindliche Kurzformel (ökumenische Fassung):

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische (christliche/allgemeine)Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Kommentar von thetee99 ,

Naja, das christliche Glaubensbekenntnis beinhaltet dann eben nur ausdrücklich, das Jesus "gottes eingeborener Sohn" ist. Gut, das ist natürlich auch ein wichtiger Faktor des Christentums. Jesus ist der prophezeite Erlöser der Menschheit = Elias, den die Juden nicht anerkannt haben.

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo thetee99,

 der Fragesteller wollte eine "Kurzbeschreibung". Kürzer gehts nicht.

.....beinhaltet dann eben nur...... ist aber zu wenig. Das Credo beeinhaltet eine Menge mehr, aber eben nur in Kurzformeln, die eigentlich mit Inhalt zu füllen sind.

Und schließlich: Jesus ist nicht Elija.

Kommentar von Maimaier ,

Da fehlt die Liebe/Güte komplett. Gar nicht gut. Ist mir bislang noch nie aufgefallen.

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo Maimaier,

da fehlt außerdem noch eine ganze Menge - aber es handelt sich beim Credo eben nur - wie oben bereits gesagt - um Kurzformeln des Glaubens, die mit Inhalt gefüllt werden. So beeinhaltet der Glaube an Jesus Christus alles, was er als Lehre verkündet hat - und da steckts dann drin.

Antwort
von mwesterhoff, 4

Da ist einer, der alles geschaffen hat. Er liebt mich und möchte, dass wir zusammen kommen. Dazu schickt er sein Allerbestes. Er geht dieses abenteuerliche Risiko ein, dass es nicht funktioniert.

Antwort
von tommy4gsus,

Die exakte Definition lautet so:

Jesus Christus, als Sohn Gottes, hat sich selbst geopfert für die ganze Menschheit, damit wir das ewige Leben bei Gott haben. Darum hat Gott ihn auch in die Welt gesandt (= das ist auch die Weihnachtsgeschichte).

Das allerwichtigste ist aber, dass Jesus am Kreuz nicht nur unsere Schuld bezahlt hat, sondern dass er am dritten Tag von den Toten auferstanden ist (= das ist die Ostergeschichte). Dieser Sieg über den Tod ist das höchste und zentrale Thema für einen gläubigen Christen.

Diese zwei Dinge (die im Grunde nur ein Ding sind!), bedeuten die "gute Botschaft" des Evangeliums. Wohl dem, der Jesus in sein Herz aufnimmt.

Übrigens, meiner Meinung nach ist diese Botschaft gerade deshalb so gut, weil Gott nichts von uns Menschen abverlangt als Bezahlung. ER selbst hat bezahlt und wir müssen das nur noch für uns selbst annehmen. Das ist alles.

Antwort
von DerBuddha, 1

monotheistische religion:

= überflüssig, auf lügen aufgebaut, menschen beeinflussend und beherrschend

ich denke mal, dass war kurz und knapp genug...............:)

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