Wann kann eine Scheidung erfolgen, wenn der Partner nicht einwilligt?

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3 Antworten

Einer Scheidung muss ein (1) Trennungsjahr vorausgehen.

Stimmt einer der beiden Ehepartner der Scheidung nicht zu, kann die Ehe ggf. erst nach drei Trennungsjahren - dann auch gegen seinen Willen -geschieden werden.

Diese Drei-Jahres-Frist könnte nur verkürzt werden, wenn der scheidungswillige Partner nachweist, dass die eheliche Lebensgemeinschaft nicht wiederhergestellt werden kann, z. B. weil er bereits eine neue Familie gegründet hat o.ä.....

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Trennungsfrist 3 Jahre

Nach einer Trennungsfrist von  drei Jahren vermutet der Richter unwiderruflich, dass Ihre Ehe gescheitert ist und scheidet Sie, auch wenn Ihr Partner nicht zustimmt und Sie die Zerrüttung nicht nachweisen können, § 1566 II BGB. Diese Frist hat keine große Bedeutung mehr. Die meisten Richter sehen nämlich die Zerrüttung als erwiesen an, wenn die Eheleute etwa 2 Jahre auseinander sind und einer der beiden glaubhaft und nachdrücklich versichert, dass er an der Ehe nicht mehr festhalten will. Beim derzeitigen Stand der Dinge muss also niemand mehr 3 Jahre auf seine Scheidung warten.

Quelle: http://www.lexikon-familienrecht.de/trennungsfristen/

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Wenn die Trennungszeit unstreitig mindestens ein Jahr dauerte, wird man praktisch immer geschieden - egal, ob der andere Ehegatte einwilligt oder nicht. Der einzige Unterschied ist: falls der andere Ehegatte nicht einwilligt, muss man dem Gericht Anhaltspunkte dafür liefern, dass die Ehe gescheitert ist. Dazu kann man dann z.B. einen Scheidungsgrund angeben. Die meisten Gerichte lassen es aber als Nachweis für das Scheitern ausreichen, wenn ein Ehegatte absolut geschieden werden will und ein Zusammeneben mit dem anderen Ehegatten entschieden ablehnt.

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