Ich steh vor der schwierigen Aufgabe, einen von mir sehr geschätzten Kollegen zu kündigen (betriebsbedingt) und möchte die psychologische Beschädigung dabei so gering als möglich halten.
offenes, ehrliches Gespräch, möglichst faire Übergangsbedingungen, jegliche Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Position bieten, erstklassiges Zeugnis ausstellen bzw. selbst schreiben lassen und danach deutlich nach oben korrigieren.
Offenheit ist wohl der Schlüssel hier.
Ansonsten ist das immer eine saublöde Situation.
pj
Das ist schwierig. Je nach dem, wird es ihn so oder so treffen, egal wie du es machst. Sprich mit ihm über die Situation und erklär ihm, warum die Kündigung bei ihm notwendig ist. Gib ihm ein bomben-Zeugnis (wenn er es verdient hat)
Viel mehr kannst du fast schon nicht mehr machen.

Kurz vor Weihnachten ne Kündigung... uff...dann hilf ihm am besten gleich dabei einen neuen Job zu finden.

Hilf ihm ambesten gleich einen neuen Job zu finden, dann wird er auch glauben, dass du ihn schätzst! Ansonsten gibt es in tariflich gebundenen Unternehmen feste Regeln, in welcher Reihenfolge betriebsbedingt gekündigt wird.

Erstmal pjakobs Antwort beachten. Dann Deinem Mitarbeiter Deine Wertschätzung echt spüren zu lassen und Deine ganz persönliche Situation mit deiner Firma rüberzubringen, damit er nachvollziehen kann, in welcher Situation Du stehst mit deiner Firma. Und drittens was, jegliche Kraft aus Streits etc. pp. nimmt, Ihn entscheiden zu lassen, wie er es am günstigsten sieht, gehen zu können. Wenn Du ihm vermittelst, daß er gehen muß aus deiner betrieblichen Situation, aber dein Partner es in der Hand hat den Weggang zu gestalten kann es keine Konflikte geben. Es wird vielleicht etwas Dich kosten, aber du spürst, es verläuft schmerzfrei, gesichtswahrend und respektvoll. Dies ist mein geheimer Tipp.
sehr gut!
Ziemlich genau das erlebt übrigens gerade ein Freund von mir, und trotz anfänglichem Misstraunes und Ärger seinem direkten Vorgesetzten gegenüber ist er mit der mit dem GF gefundenen Regelung zufrieden.
critter am 3. Dezember 2007 12:42 Sehr guter Tipp. Es bleibt nicht aus, dass den Mitarbeiter die Kündigung hart trifft, aber bei dieser Art der Rüberbringung Deiner Situation wirst Du Verständnis erfahren. Ich wünsche Euch beiden viel Kraft! Aber bitte nicht mehr im Dezember kündigen.
ich hab nochmal ein bißchen über den Vorschlag mit dem Zeugnis nachgedacht und muß folgendes hinzufügen: mir ist genau das einmal passiert, daß ein Arbeitgeber (bei dem ich allerdings selbst gekündigt hatte) ein Zeugnis, das ich selbst geschrieben habe nochmal deutlich aufgewertet hat. Wir tendieren meist dazu, uns aus Höflichkeit etwas unterzubewerten. Wenn Dann der AG unsere Selbsteinschätzung deutlich nach oben korrigiert, dann ist das ein sehr guter Beweis der Wertschätzung. Entsprechende Zeugnisfloskeln sind im Netz vielfach zu finden, allerdings sollte in diesem Fall ein sehr deutlich positiv formulierter persönlicher Teil drin stehen, dabei allerdings vorsicht, daß sich nicht versehentlich definierte Floskeln einschleichen.
warte bis 2008 damit, gib ihm ne ordentliche abfindung und ein ordentliches zeugnis.

Das ist ein großes Problem. Eine Kündigung vor Weihnachten ist nicht gerade schön und eine große Belastung für den MA.
Erkläre ihm in einem persönlichen Gespräch die Sachlage, versprich ihm (und halte es später auch) ein sehr gutes Zeugnis und prüfe ob für ihn eine vernünftige Abfindung drin ist. Es ist auch möglich ihm bei der Bewerbung für ein neue Arbeit zu geben. Es gibt hier spezielle Berater, die ihn coachen würden. Schreib ihm vielleicht noch eine persönliche Referenz.
ach so, noch was: der Gang zum Schafott wird für Scharfrichter und Delinquenten umso schlimmer, je mehr man daraus eine offizielle Angelegenheit macht. Ich würde nicht groß einen geheimnisvollen Termin dafür aufsetzen.
Wie Xiphoid schon geschrieben hat, wenn Du es allerdings ohne etwas erkennen zu lassen in's neue Jahr schieben kannst, dann wär das sicher psychologisch gut. Kündigungsfrist sollte dann mindestens bis zum 31.3 sein.