Frage von TheIvengers, 46

Wie kündige ich meinen Aushilfsjob?

Hallo zusammen, ich möchte meinen Aushilfsjob kündigen und weiß nicht genau wie das funktioniert bzw. was alles in die Kündigung rein kommt. Ich weiß nur, dass der Arbeitsvertrag befristet bis zum 31.07.2016 geht aber ich will von Heut auf morgen da nicht mehr arbeiten. Hab schon eine Kollegin darauf angesprochen und die meinte iwas von zwei Wochen nach der Kündigung aber ich verstehe nicht was sie meint?! Hab sowas noch nie gemacht und hoffe ihr könnt mir helfen. dank im Vorraus

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo TheIvengers,

Schau mal bitte hier:
Arbeitsrecht Kündigung

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht & Kündigung, 23

Gibt es in Deinem Arbeitsvertrag eine Kündigungsvereinbarung? Befristete Arbeitsverträge können nur dann ordentlich gekündigt werden wenn das auch vereinbart ist oder ein entsprechender Tarifvertrag Anwendung findet.

Wenn es eine Kündigungsvereinbarung gibt steht die Frist auch im Vertrag. Wenn Du noch in der Probezeit bist, kannst Du mit der vereinbarten Frist oder der Frist nach § 622 Abs. 3 von zwei Wochen zu jedem beliebigen Termin kündigen.

Gilt keine Probezeit und gibt es zwar eine Kündigungsmöglichkeit aber keine anderen Angaben, gilt die Frist von vier Wochen zum 15. oder Ende eines Monats nach § 622 Abs. 1 BGB. Da könntest Du frühestens zum 15. Juli noch kündigen.

Du kannst aber auch Deinen AG um einen Aufhebungsvertrag bitten. Das geht zu jedem beliebigen Termin. Fristlos kündigen kannst Du auf jeden Fall nicht.

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeitsrecht, 7

Ein kalendermäßig befristetes Arbeitsverhältnis ist nur dann ordentlich kündbar, wenn es ausdrücklich im Arbeitsvertrag oder einem anwendbaren Tarifvertrag vereinbart wurde.Also schau in deinem Arbeitsvertrag oder im gültigen Tarifvertrag nach.


Näheres findest du im § 15 Abs.:3 TzBfG-in Abs. 1 des gleichen Paragraphen heißt es: Ein kalendermäßig  befristeter Arbeitsvertrag endet mit Ablauf der vereinbarten Zeit,also in deinem Fall zum 31.07.2016.

Willst du das Arbeitsverhältnis sofort beenden, dann brauchst du einen wichtigen Grund für eine fristlose Kündigung.Der ist deiner Frage aber nicht zu entnehmen.

Du kannst deinen Arbeitgeber aber ansprechen, ob er mit einem Aufhebungsvertrag mit kurzfristiger Beendigung des Arbeitsverhältnisses einverstanden ist.

Ohne die Zustimmung des Arbeitgebers musst du normal mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats kündigen, wenn dies im Arbeits- oder Tarifvertrag nicht ausgeschlossen wurde.

Wenn du einfach der Arbeit unentschuldigt fernbleibst, kann das als Arbeitsverweigeerung aufgefasst werden mit der Folge einer evtl. Schadenersatzforderung.

Antwort
von konstanze85, 23

Du solltest Dir Deinen Arbeitsvertrag zur Hand nehmen und die Kündigungsfristen nachlesen. Gibt es z. B. eine Probezeit? Falls ja, und falls Du noch in der Probezeit bist, kannst Du jederzeit und ohne Angabe von Gründen kündigen.

Falls Du nicht in der Probezeit bist oder keine vereinbart wurde, kannst Du innerhalb von 2 Wochen zum 15. oder 30. des Monats kündigen.

So sind zumindest die gängigen Regelungen.

Aber Du musst wie gesagt in Deinem Arbeitsvertrag nachlesen, ob dort andere Vereinbarungen stehen.


Kommentar von TheIvengers ,

ok da steht: Das Arbeitsverhältnis ist befristet bis: 31.07.2016

Kommentar von konstanze85 ,

Du bist also nicht in der Probezeit?

Wenn keinerlei Angaben zu Kündigungsfristen gemacht werden, dann gelten die gesetzlich vorgeschriebenen, d. h. dass Du -wie oben angegeben, mit einer Frist von 2 Wochen zum 15. oder 30. des Monatas kündigen kannst. Verstehst Du?

Kommentar von Hexle2 ,

 mit einer Frist von 2 Wochen zum 15. oder 30. des Monatas kündigen kannst.

Wo bringst Du denn diese Frist her?

 Verstehst Du?

Ich glaube, Du verstehst etwas nicht.

Die Frist von zwei Wochen gilt nach § 622 Abs. 3 BGB in der Probezeit zu jedem beliebigen Termin. Die Frist zum 15. oder Ende eines Monats (muss nicht immer der 30. sein) beträgt nach § 622 Abs. 1 BGB vier Wochen.

Kommentar von konstanze85 ,

Ach Mist, nun hab ich das drucheinander gebracht, Du hast Recht.

Während der Probezeit jederzeit und ohne Angabe eines Grundes mit einer Frist von 14 Tagen und nach der Probezeit 14 Tage zum 15. oder Ende des Monats.

Den 30. hab ich erwähnt, weil ich davon ausgehe, dass sie noch im Juni kündigen wird.

Kommentar von Familiengerd ,

@ konstanze85:

Da geht bei Dir mit den Angaben zu den Kündigungsfristen ja Einiges völlig falsch durcheinander!

Erstens ist auch bei einer Probezeit die vereinbarte Kündigungsfrist einzuhalten; ist nichts vereinbart, beträgt sie 2 Wochen (14 Kalendertage)!

Zweitens beträgt die Probezeit nach der Probezeit gesetzlich 4 Wochen (28 Kalendertage) zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats!

Drittens kann ein befristetes Arbeitsverhältnis überhaupt nur gekündigt werden, wenn eine Kündigungsmöglichkeit ausdrücklich vereinbart worden ist!

Kommentar von konstanze85 ,

Ja, Familiengerd, ich habe bereits den Hinweis von Hexle2 gelesen und erkannt, dass ich etwas durcheinander gebracht habe. Es war zwar nicht nötig, mich nochmal darauf hinzuweisen, aber dennoch danke.

Kommentar von Familiengerd ,

Es war zwar nicht nötig, mich nochmal darauf hinzuweisen, aber dennoch danke.

Als ich meinen Kommentar geschrieben habe, war der von Hexle2 noch nicht eingestellt (das geschah bei beiden gleichzeitig)!

Übrigens ist auch diese Deine Aussage im Kommentar oben falsch:

nach der Probezeit 14 Tage zum 15. oder Ende des Monats.

Die gesetzliche Frist nach der Probezeit ist 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats!

Kommentar von konstanze85 ,

Das war lediglich ein Tippfehler:) Es sind natürlich 28 Tage

Kommentar von Familiengerd ,

Korrigierende Ergänzung:

"Zweitens beträgt die Probezeit nach der Probezeit gesetzlich 4 Wochen [...]!"

Das muss selbstverständlich "Zweitens beträgt die Kündigungsfrist nach der Probezeit gesetzlich 4 Wochen [...]!" heißen!

Antwort
von dandy100, 25

Noch nie was von Kündigungsfrist gehört?

Was gibts denn da nicht zu verstehen?


Kommentar von TheIvengers ,

doch jz wo du es sagst. Ich glaube dass sie das meinte mit den 2 Wochen aber was mache ich in den 2 Wochen, hoffentlich nicht da arbeiten denn das will ich nicht mehr...

Kommentar von dandy100 ,

Doch selbstverständlich musst Du noch dort arbeiten - das ist ja der Sinn einer Kündigungsfrist, dass man nicht einfach von heute auf morgen verschwindet und der Arbeitgeber dadurch keine Möglichkeit hat, nach Ersatz zu suchen.

Man schreibt eine schriftliche Kündigung, in der man fristgerecht zum  soundsovielten, also ab heute in 2 Wochen, kündigt.

Sonst braucht nichts in dem Schreiben drinzustehen.

Kommentar von konstanze85 ,

In der Regel sind es 2 Wochen zum 15. oder 30. des Monats. Das sollte sie im Vertrag nachlesen.

Kommentar von Hexle2 ,

In der Regel sind es 2 Wochen zum 15. oder 30. des Monats.

@konstanze85: Falsch! Siehe mein Kommentar bei Deiner Antwort und lies mal den § 622 BGB

Kommentar von konstanze85 ,

Ja, Hexle2, ich habe es bereits oben gelesen und meinen Irrtum erkannt. Danke für den Hinweis:)

Kommentar von Familiengerd ,

@ konstanze85:

Das ist völliger Unsinn - jedenfalls für Deutschland!

Hast Du auch schon einmal daran gedacht, dass es auch Monate mit einem 31. oder auch einen Monat mit einem 28. (alle 4 Jahre einen 29.) als Monatsletzten gibt??!?!

Kommentar von TheIvengers ,

ich habe am letzten Montag per Email eine Kündigung verschickt und bin daraufhin am Mittwoch und Donnerstag nicht bei der Arbeit erschienen. Ich bin mir jedoch bewusst, dass ich in der Probezeit als Aushilfe eingestellt bin. Bin ich jetzt entgültig raus oder nicht? Oder sollte ich noch schriftlich eine Kündigung verschicken?

Kommentar von dandy100 ,

Eine Kündigung per mail ist nicht rechtskräftig, es sei denn, man hat eine elektronische Signatur.

Eine Kündigung muss - wie alle wichigen Dokumente - handschriftlich unterschrieben sein.

Einfach eine mail zu schicken und dann nicht mehr zu erscheinen, sorry, aber sowas macht man ganz einfach nicht.

Das hat auch gar nichts damit zu tun, welche Vorschriften es gibt, das ist einfach nur sehr schlechtes Benehmen, mach Dir das mal klar, so verhält man sich weder privat noch im job.

Wenn Du selbst Chef wärst, fändest Du das auch unmöglich.

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