Frage von Meggie2000, 65

Wie kündige ich am besten meinen Nebenjob?

Ich komme mit meinem Chef nicht so klar, weil er mich immer kritisiert und Sachen behauptet die so gar nicht stimmen. Er hat etwas gegen mich.

Wie kündige ich am besten? Ich habe angst, dass er mir meinen Monatslohn nicht gibt, wenn ich kündige. Ich möchte ihm gerne meine Meinung sagen.

PS. Ich bin 16, weiblich.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Palladin007, 31

Sprich lieber vorher mal mit ihm.
Ein guter Vorgesetzter kennt solche Situationen oder weiß wie man damit umgeht.

Und Kritik ist nichts schlechtes. Wenn er sagt, andere Mitarbeiter beschweren sich über dich, dann kann das durchaus sein.
Hab ich selber schon miterlebt, wie eine ehemalige Kollegin ziemlich unterirdische Arbeit geleistet hat. Ihr gegenüber hat niemand was gesagt, muss auch niemand machen, das ist nämlich der Job des Teamleiters.

Auch das freundlicher gucken ist ein wichtiger Rat. Zum Einen bessert das ganz automatisch deine Laune. Das sage ich nicht nur so, das ist nachgewiesen und kann man messen.
Zusätzlich wirkt das aber auch auf die Kollegen freundlicher.

Und ja, wer neu ist, macht nicht gleich alles richtig. Die meisten ausgelernten Mitarbeiter wissen aber wie es ist, bei 0 anzufangen und können daher auch einschätzen, ob Du mehr leisten könntest.

So oder so: Du solltest das Thema ansprechen und nicht (!) das Wort Kündigung in den Mund nehmen. Wenn dein Vorgesetzter merkt, dass Du eigentlich gerne weiter arbeiten möchtest und Hilfe suchst, wie Du deinen Job besser machen kannst, dann wird er dir auch helfen. Das heißt aber auch, dass Du die Kritik auch als Solche annehmen musst.

Wenn Du unbedingt trotzdem kündigen willst, dann sprich lieber vorher mit deinen Eltern. Die haben auch ein paar Jahre mehr Erfahrung als Du und können dir sicher auch Tipps geben, die kennen dich schließlich besser als ich.

Die Kündigung selber muss schriftlich erfolgen. Schriftlich und von beiden Seiten unterschrieben. Ich denke nicht, dass Du da mehr machen musst, als es ihm zu sagen. Wie Du das machst, ist deine Sache, aber auch hier ist es besser, es ihm persönlich zu sagen, das gebietet die Höflichkeit. Ich denke, er kann dann auch ein entsprechendes Schreiben aufsetzen.

Beachte auch die Kündigungsfrist. In der Probezeit meist zwei Wochen, darüber hinaus ist das meistens vertraglich geregelt, ansonsten ein Monat.

Beachte aber auch: Eine Kündigung hat viele Nachteile. Für dich vermutlich noch nicht relevant, aber kündigst Du selber, bekommst Du für einen bestimmten Zeitraum kein Arbeitslosengeld.

Was die Angst angeht, dass er nicht zahlt:
Das währe Vertragsbruch. Er muss bis einschließlich den letzten Tag der Kündigungsfrist den Lohn zahlen.
Tut er das nicht, dann kannst Du deinen Arbeitgeber anzeigen und bei soeinem Vertragsbruch ist der Ausgang ziemlich sicher. Das musst Du dann aber auch tun und nicht einfach hoffen, dass es jemand anderes macht.

Antwort
von Giwalato, 25

Hallo Meggie!

Schluck Deinen Ärger herunter, es nützt Dir nichts, ihm Deine Meinung zu sagen.

Kündige mit der Begründung, das Du Dich künftig auf die Schule konzentrieren mußt. Deine Eltern werden Dich sicher dabei unterstützen.

Danach kannst Du Dir ja trotzdem wieder einen anderen Nebenjob suchen.

Alles Gute für Dich,

Giwalato 

Antwort
von ellaluise, 9

Eine Kündigung muß schriftlich erfolgen.

Der Arbeitgeber muß weder zustimmen noch irgendeine Art an Bestätigung geben.

Du kannst die Kündigung persönlich abgeben oder als Einwurfeinschreiben schicken.

Wenn keine vertraglichen Fristen vereinbart sind, gelten die gesetzlichen Fristen.

4 Wochen zum 15. oder Monatsende. D.h. du kündigst mind. 4 Wochen im voraus zum, jetzt, 31. Oktober.

Einvernehmlich kann man mit der Arbeitgeber auch einen Aufhebungsvertrag machen. (Du willst nicht mehr arbeiten, er braucht dich nicht).

Geleistete Arbeit muß bezahlt werden und das sollte ggf. auch eingeklagt werden.

Antwort
von Makri1234, 26

Bin auch der Meinung, dass du auf jeden Fall mit deinen Eltern sprechen solltest.

Er ist verpflichtet dir den vertraglich festgelegten Lohn zu zahlen. Wenn er es nicht tut, reicht wahrscheinlich ein Brief vom Anwalt damit er sich umstimmen lässt.

Kommentar von Makri1234 ,

Noch was: 

An deiner Stelle würde ich die Kündigung durchziehen. Ein Arbeitgeber der seine junge Angestellte so mies behandelt, wird wegen einem Gespräch nicht plötzlich netter. Such dir einen neuen Job wo mehr Verständnis dafür gezeigt wird,  dass du noch so jung bist und nicht viel Erfahrung  und vorallem wo respektiert wird,  dass 16-jährige sich heutzutage noch was dazu verdienen wollen und Nebenjobs machen,  anstatt bei Mutti und Vati die Hand aufzuhalten. 

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