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wie kriegt ma jmd. zum psychologen?

gefragt von someoneffm am 20.06.2008 um 16:08 Uhr

mein vater(50) trauert seit 10 jahren um meine verstorbene mutter u hat seitdem auch mit keinem menschen mehr kontakt. seine wohnung ist voller bilder von ihr u er redet mit ihr und über sie und hat kein interesse und NULL kontakt (außer gezwungenermaßen auf der arbeit, aber auch da nur das nötigste -keine freundschaften) an anderen menschen. ich krieg ihn nicht dazu, einen verein (er spielt gern schach) zu besuchen geschweige denn eine selbsthilfegruppe u bei den worten "Therapie" und "Psychologe" macht er dicht: er sei zufrieden u wolle nichts verändern. dass er das nicht ist, ist offensichtlich. was soll ich tun?


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Reply


Jokernr1
beantwortet von Jokernr1 am 20. Juni 2008 16:14
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Wenn er sagt das er zufrieden ist dann sollte man sowas respektieren. Nur weil er um eine Person trauert die er über viele Jahre sehr geliebt hat, heißt das nicht gleich das dein Vater zum Psychologen muss/sollte.

Kommentar von someoneffm am 20. Juni 2008 16:47

nein, eigentlich hast du da auch recht. so habe ich es lange gehalten, aber ich seh ja, dass er nicht glücklich ist u das nur eine schutzbehauptung ist. irgendwann sollte trauer überwunden werden, findest du nicht? außerdem schließen trauer und glück einander aus. seine aussage einfach zu akzeptieren hieße für mich, die offensichtliche situation zu ignorieren und ihn allein zu lassen. und wer war noch nie in einem Tief, das er alleine nicht überwinden konnte? manchmal braucht jeder hilfe; nur die anzunehmen fiel ihm immer schon schwer.

Kommentar von Simple_avatar7smallJokernr1 am 21. Juni 2008 17:35

Man kann in die Menschen leider nicht hineinschauen wie es Ihnen wirklich geht. Als mein Vater gestorben ist hat meine Mutter auch eine sehr sehr lange Zeit gebraucht um darüber hinweg zu kommen....knappe ~9 Jahre...mittl. hat sie aber wieder zurückgefunden und auch bei deinem Vater denke ich mal, das es vielleicht nur eine Frage der Zeit ist, bis er sich wieder "normal" verhält. Menschen sind unterschiedlich. Einige verdauen so einen Verlust in ~1 Jahr, bei andren dauert es halt mal länger (Mein Großvater damals hatte knappe 13 Jahre gebraucht bis er den Tod seiner Frau vergessen hatte). Aber genau das ist doch das, was uns Menschen so einzigartig macht. Jeder ist anders, das schließt das vergessen trauriger Ereignisse ebenfalls ein


ChaChas
beantwortet von ChaChas am 20. Juni 2008 16:16
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Mein Opa war genauso, nur bei ihm war das noch etwas anders. Meine Oma ist vor 6 Jahren gestorben und danach ist zwischen meinem Vater und meinem Opa der Kontakt abgebrochen. Nach 5 Jahren hat sich dann die Schwester meines Opas bei uns gemeldet, weil mein Opa und wiedersehen wollte. Wir verstanden uns auch gut und so... Nur mein Opa war krank, dass war schon vor 10 Jahren festgestellt worden, er wusste nicht woran, weil er seitdem nie wieder ein Krankenhaus geschweige einen Arzt besucht hatte. Mein Vater hatte schonmal einen Notarzt gerufen, aber mein Opa hatte die Tür einfach abgeschlossen. Er war auch nicht mehr so wie früher, bevor meine Oma gestorben war. Dann kurz nach Weihnachten verstarb er, in seiner Toilette. Das wa wahrscheinlich sein Wunsch, bei meiner Oma zu sein :'( Er hatte Krebs :(

Ich weiß auch nicht was du noch tun kannst, hat dein Vater noch Freunde oder Geschwister, die ihm helfen können? Am besten du kommst erstmal nicht mit dem Psychologen, sag eher das deine Mutter auch nicht gewollt hätte, dass er dich so 'alleine' lässt und das du keinen Kontakt mehr zu jmd hast...

Kommentar von 01bee582b7acc3291933336ecd43d269smallkathis1989 am 20. Juni 2008 16:19

DH das mit der Mutter ist echt eine gute idee

Kommentar von someoneffm am 20. Juni 2008 16:29

ja, is echt ne gute idee, dank dir.


pippi60
beantwortet von pippi60 am 20. Juni 2008 16:12
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Informiere seinen Hausarzt über das Problem. Wenn ihn ein Arzt anspricht, glaubt er ihm als Autoritätsperson sicher mehr als Euch. Anders findet er aus seinem Tíef nicht mehr heraus.

Kommentar von someoneffm am 20. Juni 2008 16:17

er war auch seit 10 jahren nich mehr beim arzt! da krieg ich ihn genausowenig hin.

Kommentar von Fc79fbbeff80352f2626db4f72e0c114smallpippi60 am 20. Juni 2008 16:33

Mist! Dann weiß ich auch keinen Rat. Normal ist sein Verhalten jedenfalls nicht!


kathis1989
beantwortet von kathis1989 am 20. Juni 2008 16:12
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des ist eine echt schwierige situation.. Zwingen kannste ihn nicht zum Psychologen zu gehen und was ist wenn du versuchst was mit ihm zu unternehmen oder seine Geschwister wenn er welche hat und ihn langsam wieder in das Leben hinneinzuführen.. Macht doch einfach ein Abschiedsritual für deine Mutter z.b. einen Altar in einer Ecke des Wohnzimmers aufstellen der nur deiner Mutter gehört wo er immer hingehen kann an sie denken kann ihr villeicht auch was erzählen und die restlichen bilder WEg von der wand!!


Noona
beantwortet von Noona am 21. Juni 2008 07:35
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Hi Someoneffm. Du hast hier einige gute Vorschläge bekommen. Doch bei allem solltest du etwas bedenken - wenn ein Mensch sich nicht verändern möchte und in seiner Trauer bleiben WILL (aus was für Gründen auch immer, meist kennen wir die nicht), dann muss man ihn lassen und leider, auch das respektieren. Ich versteh, dass das für dich keinesfalls leicht ist. Doch wenn jemand KEINE Veränderung WILL - ist auf dieser Welt kein Kraut dagegen gewachsen. Erst wenn jemand WILL, dann kann man helfen mit Freunden, Ärzten oder Psychologen. So schwer das auch immer sein mag für dich, du musst ihn lassen. Wer weiss, vielleicht verändert sich was, wenn kein Druck mehr ausgeübt wird. Manchmal müssen wir zusehen, wie jemand zu Grunde geht - neben uns - da wir keine Macht haben, da zu helfen. Und trotz all diesem Schmerz braucht es den Respekt und das 'geschehen lassen' gegenüber diesem Menschen und seinem freien Willen. Ich wünsche dir viel Kraft und vor allem Mut um 'geschehen zu lassen' (wer weiss, vielleicht ist es ja SEIN Weg! und irgendwie auch deiner). LG




Kommentar von Evali am 21. Juni 2008 19:00

Bei dieser Antwort bin ich voll mit meiner Meinung und Kenntnis im Einklang. Vielleicht würde noch zusätzlich helfen, regelmässig eine gewisse Zeit bei ihm zu verbringen und über das Leben der Verstorbenen zu reden, Fotos anzuschauen und dabei die Trauer mittragen.Oft hat darüber reden und weinen dürfen geholfen, die Trauer zu verarbeiten. Ausserdem gibt es in fast jeder Gemeinde eine Trauergruppe. Vielleicht lässt sich da eine ihm symphatische Person finden, die den Vater besucht.

Kommentar von 93aab8e7ba219c99a615c1b800e0ca20smallNoona am 21. Juni 2008 21:05

Hi Evali. Eine sehr schöne Idee: ...über das Leben der Verstorbenen zu reden, Fotos anzuschauen und dabei die Trauer mittragen. LG


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