Frage von Cheeklove, 109

wie kriege ich es hin, dass ein Hund wenn er allein ist nicht bellt/jault?

Wenn ich z.b in der Schule bin und mein Freund noch arbeiten ist.

Wie gewöhne ich dem Hund gar nicht erst das bellen/jaulen an??

Das ist nämlich ein Grund, dass der Vermieter sagt raus mit dem und das würde ich niemals tun, lieber ziehe ich dann aus :P

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Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 40

Hallo,

leider gibt es dafür erstens kein Patentrezept und zweitens braucht es für das Alleinesein-Training viel viel Zeit - oft viele Wochen oder sogar Monate.

Wenn der Hund bereits Verlustängste entwickelt hat, weil das Training falsch gelaufen ist oder die notwendige Zeit gar nicht zur Verfügung stand, dann wird es noch länger dauern und sich noch schwieriger gestalten.

Dann muss der Hund erst wieder Vertrauen fassen - man darf ihn also über Wochen gar nicht mehr alleine lassen. Danach fängt man an, mal eben den Raum zu verlassen, mal Müll runterzubringen, alles ohne "Verabschiedung" und ohne hinterher "Begeisterung". Ganz selbstverständlich muss das ablaufen.

Dieses Fernbleiben kann man dann minutenweise steigern, später dann länger ausdehnen.

Auch umziehen wird keine Option sein, denn auch der nächste Vermieter wird ein Gejaule und Gekläffe nicht mitmachen, wenn sich die Nachbarn beschweren. Außerdem geht es dem Hund dabei ja auch sehr schlecht, denn er leidet Ängste und hat großen Stress.

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von Pudelcolada ,

Kleine Ergänzung:
Ich habe den Raum ja immer erst dann wieder betreten, wenn der Hund nicht gejammert hat. Ob es richtig ist oder nicht: Mir wurde mal gesagt, dass er sonst den Eindruck hat, er hätte den Halter erfolgreich herbei gejammert.
Und ich bin zwar nicht ausgerastet vor Wiedersehensfreude (der Hund schon...), habe ihn aber durchaus freundlich begrüßt und auch gelobt.

Antwort
von LukaUndShiba, 49

Habt ihr es dem Hund denn beigebracht?

Ihr könnt ihn nicht einfach alleine lassen und sagen "schau zu wie du klar kommst."

Das ist ein Training das fangt ihr mit wenigen Sekunden an und steigert das dann langsam, je nach dem seit ihr dann nach einigen Monaten bei 1-2 stunden.

Länger als 4-5 stunden sollte ein erwachsener Hund aber eher nicht alleine sein.

Und wenn ihr nicht die Zeit für das Training habt entweder ein hundesitter oder ihr gebt ihn doch lieber ab.

Kommentar von Cheeklove ,

Noch haben wir die Maus noch nicht, werden es ihr beibringen. Sie wird wohl mal länger als 5 stunden allein sein müssen,wenn beide vormittags arbeiten müssen^^

Du rätst leuten scheinbar gerne ihre hunde abzugeben? Sonst gehts dir gut? Anstatt zu jedem beitrag zu schreiben gib den hund besser ab, gib den Menschen doch lieber ein paar gute Tipps

Kommentar von LukaUndShiba ,

Also denkst du es geht einem Hund gut wenn er den ganzen Tag alleine ist?

Hat man keine Zeit schafft man sich keinen an PUNKT.

Aber die meisten Menschen sind ja leider zu egoistisch. Anstatt zu verzichten.

Kommentar von dsupper ,

Stimmt - denn im Verzicht, damit es dem Hund gut geht und er nicht alleine leiden muss, zeigt sich die wahre Hundeliebe. Alles andere ist nur purer Egoismus.

Antwort
von Tasha, 43

Du musst das immer wieder mit ihm üben. Gehe kurz immer wieder raus, warte, bis er länger ruhig ist, komme dann wieder rein, belohne ihn. Wiederhole das immer wieder zu verschiedenen Zeiten und steigere die Abwesenheit langsam. Am Ende könntest Du z.B. Einkaufen gehen oder was trinken gehen, so dass Du vielleihct eine Stunde weg bist und hinterher mit dem Hund rausgehen. So dass er merkt, Du kommst wieder und dann wird es schön.

Übe Spiele mit ihm, die er auch spielen kann, wenn er alleine ist (Spielzeug, mit dem er sich länger beschäftigen muss, z.B. das er länger bearbeiten muss, um Leckerli zu bekommen). Wenn es geht, gehe vor der Schule mit ihm raus und powere ihn ein bisschen aus. 

Wenn Du einen Nachbarn hast, den der Hund kennt und der gern mal mit ihm raus geht (Rentner, Hausfrau/ -mann), dann frage den doch, ob er Lust hat, morgens mal mit dem Hund rauszugehen, damit die Wartezeit verkürzt wird. Z.B. um 11, wenn Du um 7:30 h losgehst und um 14-15 Uhr wiederkommst.

Kommentar von Cheeklove ,

Super antwort, danke dir :)

Kommentar von dsupper ,

7:30 h losgehst und um 14-15 Uhr wiederkommst.

Es ist ein absolutes NO-GO einen Hund so lange alleine lassen zu wollen - das ist ihm überhaupt nicht zuzumuten! Das arme Tier!

Kommentar von Tasha ,

Offenbar sind da doch die Eltern arbeiten und der Fragesteller in der Schule. Entweder findet man einen Gassigeher oder man versucht, den Hund ans Alleinsein in dieser Zeit zu gewöhnen. Bei einigen scheint das ja zu klappen.

Kommentar von dsupper ,

Du gehst aber in deiner Antwort davon aus, dass der Hund 6 - 7 Std. alleine wäre - DAS kann man einem Hund, auch einem trainierten, nicht zumuten. Hunde sind nun einmal Rudeltiere - die leiden, wenn sie zu lange vom Rudel getrennt und alleine sind.

Natürlich geht das bei vielen (egoistischen) Menschen gut - weil die Hunde resignieren und ihnen ja auch kaum etwas anderes übrig bleibt. Außer, dass manche dann eben dauerhaft jaulen und bellen - und dann werden sie abgeschafft! Nicht erziehbar!

Kommentar von Pudelcolada ,

@ dsupper:

Keiner meiner Hunde wirkte resigniert, depressiv oder verhaltensauffällig, im Gegenteil.
Meine Meinung:
Bestimmt findet ein Hund es nicht toll, alleine zu bleiben, wenn er aber während der gemeinsamen Zeit gut ausgelastet wird und mit dem Halter gemeinsame Abenteuer erlebt, lässt sich in Verbindung mit Zuwendung vieles kompensieren.
Außerdem ist eine gute Bindung zwischen Hund und Halter entscheidend, aus der heraus der Hund das Vertrauen in die Rückkehr des Halters bildet.

Ich halte eine solche Pauschalaussage, wie Du sie hier triffst, nicht für hilfreich.

Viel wichtiger finde ich, den FS darauf zu verweisen, dass ein Welpe auf keinen Fall lernen kann, alleine zu bleiben und es auch einem Junghund nicht zuzumuten ist.

Allerdings gebe ich Dir insoweit völlig recht, dass das Alleinelassen eines Hundes auf keinen Fall ein wünschenswerter Zustand ist!

Kommentar von dsupper ,

Es ist bewiesen, dass Hunde leiden, wenn sie vom Rudel getrennt sind. Dieser Leidensdruck lässt sich auch nicht dadurch minimieren, indem man sie in der gemeinsamen Zeit auslastet, denn das ewig lange Alleinesein kann nicht durch "müde sein" kompensiert werden.

Dass man einen Hund immer auslasten muss, sollte eine Selbstverständlichkeit sein, hat aber nichts mit dem Alleinesein zu tun, ebenso wenig, wie Spielzeug etc. die Zeit erträglicher macht.

Natürlich muss ein Hund im Zusammenleben mit dem Menschen lernen, auch mal eine gewisse Zeit alleine zu bleiben, das ist organisatorisch gar nicht anders möglich. Diese Zeit sollte aber sicher nicht die Hälfte der überhaupt nur gemeinsam verfügbaren Zeit ausmachen.

So ein Verhalten erinnert dann eher an ein "Spielzeug", dass man sich anschafft, um den eigenen Wunsch nach Beschäftigung und/oder Gesellschaft zu befriedigen, es aber nur "herausholt", wenn es gerade passt. Ansonsten muss der Hund so "funktionieren", dass er, ohne seine eigenen Bedürfnisse nach Nähe zu respektieren, in das eigene Leben "passt".

Kommentar von Pudelcolada ,

@ dsupper:
So verstehe ich Deine Aussage besser und wahrscheinlich auch so, wie Du sie meinst.
Sauber argumentiert, danke dafür!

Ich gebe Dir völlig recht, dass es schlechte Voraussetzungen für ein schönes Hundeleben sind, wenn schon vor der Anschaffung des Tiers dessen dauerhaftes Alleinesein und der Zeitmangel des Halters feststehen.

In diesem Fall zeigt sich die Hundeliebe im Verzicht, wie Du in einem anderen Kommentar schreibst. *shakehands*

Ich wollte nur lieber erstmal nachfragen, bevor ich Deinen Kommentar ungefragt auf mich beziehe:
Mein jetziger Hund ist der erste, der regelmäßig alleine sein muss.
Aber als er mir aus dem Tierschutz vermittelt wurde war überhaupt nicht absehbar, dass meine Lebensverhältnisse sich dahingehend verändern würden.
Und als dann diese Veränderung eintrat, lebte er schon sechs Jahre bei mir, und ich bilde mir ein zu wissen, dass er keine neue gesunde Bindung aufbauen könnte, sollte ich ihn abgeben. Dazu ist sein Bindungsverhalten generell viel zu speziell.

Allerdings habe ich mindestens zweimal am Tag ein furchtbar schlechtes Gewissen: einmal wenn ich das Haus verlasse, und einmal wenn ich wiederkomme. Denn ich hatte ihn nicht zu mir geholt, um ihn alleine zu lassen.

Auf keinen Fall würde ich mir unter meinen jetzigen Lebensbedingungen einen Hund ins Haus holen.

Kommentar von Cheeklove ,

seid ihr bescheuert?
Ich lebe mit meinem freund zusammen bin in der schule und er hat nur spätschichten. Erst mal erkundigen wenn man keine ahnung hat. Peinliches Volk

Kommentar von Tinia91 ,

Tashas Antwort ist genau richtig :) Wir haben es mit unserem genauso gemacht. Klein Anfangen und dann langsam steigern. Wir haben es so gemacht das er sein absolutes lieblingsleckerli (ein stück Pansen) mit ins Zimmer bekommt wenn wir ihn alleine lassen. Aber das bekommt er auch NUR wenn wir ihn alleine lassen. Jetzt ist es mittlerweile so das wenn er merkt wir gehen sitzt er immer vor dem Schrank wo der Pansen drin ist, rennt in sein Zimmer, wieder zum Pansen usw. Nach dem Motto beeilt euch doch mal und geht endlich :D Unser bleibt auch mal 6 Stunden alleine und das ist kein Problem!! Es ist auch so das er ein Spitz und stressresestenter ist als z.B. ein Golden Retrever. Sie wurden zum Hof bewachen gezüchtet und nicht zum rumschmusen. Deshalb vertragen sie es auch besser. 

Antwort
von Sanja2, 30

Schade, dass es dich mehr stresst, dass das Tier Lärm macht, als die Ursache für den Lärm. Dein Hund hat Angst und ist einsam, er fühlt sich verlassen. Da hilft nur ihn 1. nicht mehr alleine zu lassen, also zu Verwandten, Bekannten, Freunden bringen oder im Zweifel einen Hundesitter anheuern. 2. intensives Training in kleinsten Schritten, denn alleine sein kann man üben, aber eben langsam und nicht gleich stundenlang.

Paralell üben und trotzdem lange alleine lassen hilft leider gar nichts.

Kommentar von Cheeklove ,

Bitte?
Ich habe den Hund noch gar nicht !! Ich will hier tipps zur prävention haben ! Vorbeugende maßnahmen. Aber danke

Kommentar von Sanja2 ,

dann schreib das auch, aus deiner Frage kann man das nicht ersehen.

Kommentar von ClownMonster ,

Vernünftig ausdrücken sollte man sich schon können, wenn man eine Frage stellen will.

Antwort
von ClownMonster, 29

Ich finde es eine Tierquälerei, wenn Menschen Hunde in einer Wohnung halten. Ein Hund braucht Freiraum und frische Luft. Aber noch schlimmer sind die Menschen, die sich ein Hund anschaffen, weil sie bock dazu haben, aber dann wenig Zeit für den Hund haben, da man ja arbeiten muss. Ich finde, dass Problem ist nicht der Hund der bellt, weil er alleine ist, sondern ihr, die sich einen Hund anschaffen, obwohl ihr ihm nicht mal genug Zeit bieten könnt. Also versucht nicht den Hund zu verändern sondern verändert etwas an eurer Lebensweise.

Kommentar von Cheeklove ,

wo steht dass ich keine zeit habe :D
Ohja, meine eltern haben jahrzehnte lang in nem Hochhaus mit großen Hunden gelebt und die hunde waren glücklich und zufrieden^^ Lass mal die kirche im Dorf

Kommentar von ClownMonster ,

Wenn du zur Schule gehst und dein Freund arbeitet, dann habt ihr keine Zeit für den Hund. Das du dich darüber noch eher lustig machst und es als normal empfindest ein Hund in einer Wohnung zu halten und ihn dann noch alleine zu lassen zeigt nur was für schlechter Hundebesitzer ihr seid.

Ich hoffe nun wirklich, dass der Hund weg muss und eine Familie bekommt, die ihm mehr bieten kann als ihr es tut.

Kommentar von dsupper ,

Cheeklove - du schreibst doch selbst, dass ihr wenig Zeit, bzw. keine ausreichende Zeit für den Hund habt

Sie wird wohl mal länger als 5 stunden allein sein müssen,wenn beide vormittags arbeiten müssen^^

Kommentar von Pudelcolada ,

Ich finde es eine Tierquälerei, wenn Menschen Hunde in einer Wohnung halten.

Immer, wenn ich diese Aussage lese, frage ich mich ja, was an der Wohnungshaltung von Hunden tierquälerisch und was die Alternative sein soll?

Wo bitte soll denn sonst ein Hund gehalten werden, wenn nicht im Lebensraum des Halters?
Oder soll ich mein Leben gemeinsam mit meinem Hund im Freien verbringen?

Ich will dabei überhaupt nicht ironisch wirken, sondern bitte Dich, mir zu erklären, wie Du das meinst. Denn vielleicht komme ich nur auf etwas wesentliches nicht oder verstehe Dich falsch...

Kommentar von ClownMonster ,

Es geht mir darum, dass die meisten Hunde, die in einer Wohnung leben zu wenig Bewegung haben.
Am geeignetsten wäre ein Haus mit Garten für ein Hund. Damit er selber raus gehen kann und nicht darauf angewiesen ist erst raus gehen zu können wenn der Hundebesitzer mit dem Hund spazieren geht.  

Antwort
von abc93, 31

Du kannst es ihm nur langsam abgewöhnen. Das kann aber auch Monate lang dauern. Und nicht länger als höchstens vier Stunden alleine lassen.

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