Frage von MarliesMarina12, 18

Wie konnten während der Kolonialzeit auch kleine Länder große Gebiete in Übersee in den Tropen halten?

Während der Kolonialzeit hatten fast alle Länder Europas die im Westen am Meer lagen große Gebiete in Übersee in den Tropen als Kolonien in denen es viele wertvolle Rohstoffe gab. zb hatten die Briten Kanada, Australien, Indien, Südafrika, Neuseeland als beste Kolonialmacht aber auch kleine Länder wie Portugal, Belgien, Niederlande hatten riesige Gebiete in den Tropen zb hatte Portugal Brasilien, Angola, Mosambik, Belgien hatte den Kongo, und die Niederlande hatten Indonesien usw

Aber wie war es diesen kleinen Ländern mit wenig Soldaten möglich diese großen und weit entfernten Gebiete zu halten? Denn mit dem schiff war es eine lange Seereise, das Klima war heiß und drückend, das Gelände war unwegam mit viel dichtem Dschungel, wilden Tieren, Krankheiten usw und am Ende der Kolonialzeit gab es überall dan Aufstände der Einheimischen und zuerst haben sie noch gekämpft und versucht die Unabhängigkeit zu verhindern , doch es war sinnlos und die Kolonialmächte erkannten dann, dass es an der Zeit war ihnen die Unabhängigkeit zu lassen und sich zurückzuziehen und den Ärger zu ersparen.

Die Kolonien wurden wirtschaftlich ausgebeutet wegen den tropischen Rohstoffen wie Holz, Gold, Silber, Kautschuk, Kaffee, Tee, Kakao, Tabak, Baumwolle, Früchte usw und der Arbeitskräfte die dann nach Europa kamen. Aber haben sie die Gebiete wirklich mit Soldaten kontrolliert, mit eigenen oder die Einheimischen dazu rekrutiert oder waren viele Gebiete auch nur auf der Karte unter Kontrolle? Speziell kleine Länder wie Portugal, Belgien, Niederlande?

Antwort
von JBEZorg, 7

Man braucht nicht viele Soldaten um ein technisch rücksändigeres Land zu kontrollieren. Dennoch war geschickte Politik nötig. Eibindung heimischer Eliten usw. Letzendlich hätten die Einheimischen immer die Kolonialherren rauswerfen können wenn sie sich unter einheitlicher Führung organisieren könnten(ist letzendlich auch passiert bei Dekolonisierung). Genau das suchte die Kolonialpolitik der Kolonialherren zu verhindern durch divide et impera.

Antwort
von Gundi96, 8

Ich hatte damals meinen Geschichtslehrer dieselbe Frage gestellt. Er hat gesagt das damals die Kolonialmächte einzelne Stämme gegeneinander aufgehetzt haben bzw dem einen Stamm was angeboten haben und diese haben dann die anderen Stämme versklavt etc..

Antwort
von ShadowHow, 9

Die militärische Überlegenheit fand vor allem durch die Qualität der Truppen statt und zusätzlich Soldaten konnten aus der lokalen Bevölkerung rekrutiert werden. Soviel Militärpräsenz ist gar nicht notwendig, sobald man mal einen Aufstand niedergeschlagen hatte bleib es meist auch längere Zeit ruhig.

Antwort
von Bley1914, 1

Es lag wohl viel an dem auftreten tatkräftiger Personen, Soldaten in Ihren bunten Uniformen das hatte schon Eindruck. Die Soldaten hatten gegenüber der Einheimischen Bevölkerung als "Weiser" schon viel ansehen.

Die Einheimischen hatten ihre Familien bei sich, und konnten sich quasi nicht verteidigen. Ein Stamm wurde wegen ein paar Glasperlen gegeneinander aufgehetzt. Ein Volk wurde von Soldaten einfach in die Wüste getrieben bis sie  Verdursteten.

Kolonien waren immer die Gier nach Macht und Geld.

Mit freundlichem Gruß aus dem Oldenburger Münsterland

Bley 1914

Antwort
von H96Bingo, 5

Die Illusion des überlegenden weißen Mannes hatte zu dieser Zeit eine Bedeutung, die heute nicht mehr ganz nachvollziehbar ist.Eine weißer Mann strahlte Macht und Reichtum auf die Einheimischen aus.

Die Eroberung erfolgte von Land zu Land unterschiedlich.Jeder hatte seine bevorzugte Strategie.Alle hatten aber eins gemeinsam.Unterwürfige Stämme für sich gewinnen und kämpferische Stämme komplett vernichten.

Danach war es nur noch eine Frage der Organisation.Der weiße Mann lebte in den Kolonien in einer Parallel-Welt.Er übersah alles und sorgte für Ordnung, mischte sich aber nicht in Streitigkeiten zwischen Einheimischen ein.Eine kleine Delegation von meist nur 3-4 Beamten sorgte in einer Gemeinde von mehreren hunderten Einheimischen für Stabilität.Stabilität die Firmen anlockte.

Polizei bestand aus Einheimischen, Polizeichef war ein weißer Beamter.Durch die Bezahlung hatte man die Loyalität der Leute.Gegen Revolten hatte man in verschiedenen Gebieten Armeen stationiert, die meistens aus einheimischen Soldaten(Sepoy sind wohl die bekanntesten) und einem General aus dem Mutterland bestand.

In Zeiten des Internets klingt das alles nicht so besonders, doch wenn man nicht die Informationen über Stärke,Entfernung oder Strategie kennt, dann ist das was anderes.

Antwort
von ThommyGunn, 3

Bessere Waffen und lokale Hilfstruppen schätze ich.

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