Frage von Leonidas78, 160

Wie konnte sich der islam so ausbreiten?

Wie konnte der Islam soviel an macht gewinnen und sozusagen aus dem nichts sich so ausbreiten trotz damaliger Weltregion das Christentum?

Antwort
von AndyG66, 47

Die arabisch islamische Expansion 632 konnte hauptsächlich so schnell stattfinden, weil sehr aggressiv (angegriffen)  erobert wurde und gleichzeitig ein Machtvakuum,  nach dem Krieg 603 - 628/629 zwischen den Römern (Christen) und Persien, herrschte.

Mohammed hatte ein glückliches Timing und sah seine Chance. Da weder die Ost-Römer noch die Perser genug Ressourcen zum langen Widerstand aufbringen konnten nach ihren gegenseitigen langen Kriegen. 

Antwort
von Dahika, 74

Durch das arabische Pferd. Dem hatten die anderen Völker nichts entgegenzusetzen. Darum hat Mohammed auch die Zucht des reinrassigen arabischen Pferdes soz. zur Chefsache erklärt und ihm mindestens eine, wenn nicht mehrere Suren im Koran gewidmet.

Soviele Körner du deinem arab. Pferd zu essen gibst, soviele Tage im Fegefeuer werden dir erlassen.

tja.sollte IS hier die Macht übernehmen, werde ich meine reinrassige Stute den Leuten zeigen. Die hat soviele Körner verspeist, da komme ich ohne Wartezeit ins Paradies. Und dann werde ich Gewitterblitze auf den IS niederregnen lassen.

(Der erste Abschnitt ist übrigens ernst gemeint.) Die Kreuzfahrer sind nicht nur wegen des Glaubens in den Orient aufgebrochen, auch wegen seiner Schätze und

wegen des sagenhaften arabischen Pferdes, mit dem sie ihre Ackergäule gerne veredeln wollten.

Kommentar von Leonidas78 ,

Als ob es auf dem Rest der Welt keine Pferde gab ... 

Kommentar von earnest ,

Vielleicht waren hier Kamele und Dromedare gemeint?

Kommentar von Dahika ,

Mitnichten. Das Kamel/Dromedar war nie ein Kriegstier. Es war unübertroffen, lange, sehr lange Strecken zurückzulegen. Wenn die Araber, die Menschen, Krieg führen wollten, dann ritten sie mit den Pferden, am Dromedar angebunden, bis ca 10 km vor dem Schlachtfeld hin, um dann auf´s das sehr schnelle Pferd umzusteigen. Sie überfielen dann andere Siedlungen in rasender Eile, machten alles nieder, und hauten dann wieder sehr schnell ab. Bei den Dromedaren angekommen, ritten sie dann wieder gemächlich nach Hause.
Wie gesagt, wir reden hier von der Zeit Mohammeds bishin zur Eroberung Spaniens. Und das wäre, und damit auch die Ausbreitung des Islam von der arab. Halbinsel aus,  ohne das arabische Pferd nicht möglich gewesen. Es waren in der damaligen Zeit die schnellsten und vielseitigsten Pferde, die es gibt.

Wie gesagt, Mohammed hat nicht umsonst im Koran mindestens eine Sure - Al Adiat - dem arabischen Pferd gewidmet.

Kommentar von Dahika ,

doch natürlich gab es im Rest der Welt Pferde.

Aber damals gab es keine Pferderasse, die dem arabischen Pferd gleich gekommen wäre. Nicht umsonst wären ALLE unsere heutigen Pferde entweder rundliche Ponies, mit denen man keine Kriege führen kann oder schwere Ackergäule.

Antwort
von YassineB87, 15

für mich als muslime ist es die duaa / bittgebet von abraham as, der darum bat und erhört wurde.... 

früher (ganz früher) haben die leute keine medien gehabt und selbst gelesen und gefragt um sich eine meinung zu bilden. damals war der islam nicht so schlecht dargestellt. dann eine ganze zeitlang werden muslime nur durch den kakao gezogen was auch für aufmerksamkeit sorgt und nun fangen die leute auch wieder an sich selbst mit dem thema auseinanderzusetzen. manche lehnen es ab und manche nehmen es an....

Antwort
von MaraMiez, 84

Weißte, das haben sich die Römer über das Christentum damals auch gefragt. Und da war deren Religion unter der Schirmherrschaft von Jupiter auch deutlich größer und weiter verbreitet. Na sowas.

Und das Christentum war zu der Zeit, zu der der Islam aufkam, auch noch nicht so riesig. Und der Islam hat sich letztlich in einem völlig anderen Teil der Welt verbreitet, in dem das Christentum ohnehin nicht so stark war. Da war sozusagen ein göttlicher Platz frei, der gefüllt werden wollte.

Kommentar von Leonidas78 ,

Das Christentum entstand im mittleren Osten !

Kommentar von MaraMiez ,

Ja, hab nichts anderes behauptet,es hat sich da aber nicht durchgesetzt und gen Westen orientiert, in dem es offener angenommen wurde.

Kommentar von Dahika ,

Ja und nein. Jesus war Jude und lebte in Pälästina. Seine Jünger auch. Aber letztlich ist die Christianisierung von Rom ausgegangen.

Kommentar von rr1957 ,

Das mit Rom kam erst viel später - ursprünglich ist die Christianisierung von Alexandria ausgegangen, und dann als zweites vielleicht noch von Antiochia.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Und?

Kommentar von rr1957 ,

das mit dem "ohnehin nicht so stark" stimmt eben nicht:  das frühe Christentum war am stärksten in Ägypten, und dann auch in Nordafrika ( wo z.B. Augustinus herstammen soll)

Kommentar von ThomasJNewton ,

"am stärksten" heißt nicht "stark".

Antwort
von rr1957, 44

das weiss keiner wirklich so genau, und die Darstellung in den Geschichtsbüchern ist sehr vereinfacht und teilweise verfälscht oder erdichtet ...

Drei spezielle Anmerkungen dazu:

1. damals war es nicht wie heute, dass jeder einzelne über seine Religion individuell entscheiden konnte.  Es war vielmehr eine Sklavenhalter-Gesellschaft, die Mehrzahl der Menschen waren Sklaven und über deren Religion haben ihre Besitzer entschieden (d.h. wenn ein christlicher oder jüdischer Besitzer vertrieben wurde und durch einen Moslem als neuen Besitzer ersetzt, dann waren alle Sklaven dadurch gleich automatisch muslimisch). Anderswo konnte man auch erleben, dass ein König über die Religionszugehörigkeit seines Volkes entschied - der König wird getauft, oder bekennt sich zum Islam, und automatisch gilt das gleich für das ganze Volk.

Dadurch gingen Religionswechsel damals sehr viel schneller als heute.

2. Der Islam als Religion unterscheidet sich nur sehr wenig vom Christentum, er liegt jedenfalls im Spektrum der unterschiedlichen christlichen Sekten. Es gab schon vor Mohammed verschiedene christliche Sekten, beispielsweise Arianer, Nestorianer, Manichäer, Donatisten, Unitarier, Elkesaiten, Paulikianer etc. die theologisch deutlich näher am zukünftigen Islam waren als am (entstehenden) Katholizismus oder am byzantinischen Staatschristentum. Man kann annehmen, dass die meisten dieser Christen sich lieber mit dem ihnen näherstehenden Islam verbündet haben, als es zu Auseinandersetzungen zwischen Islam und orthodoxem (bzw. katholischem)  Christentum kam. Die Dreifaltigkeitslehre war für diese Christen sicherlich sehr viel ketzerischer und falscher als die muslimische Lehre, dass es nach Jesus noch einen weiteren Propheten geben sollte, aber eben nur einen Gott.

Es gibt Leute, die sogar die These vertreten, dass die Shiiiten ("Ali-aner") tatsächlich eine direkte Weiterentwicklung der Arianer sind. Und die Arianer waren keine kleine Sekte, sondern zeitweise wohl die Mehrheit unter den Christen.

3. der Islam war sehr tolerant und hat den Christen ein Zusammenleben mit dem Muslimen leicht gemacht. Beispielsweise lebten in Ägypten um das Jahr 1000 zwei christliche Brüder, Arsenios und Orestes. Die Schwester dieser beiden wurde eine Frau des fatimidischen Kalifen Al-Aziz und dann Mutter seines Erben und Nachfolgers Al-Hakim – und trotz und vermutlich sogar wegen dieser Verschwägerung mit dem Kalifen wurde Orestes nun zum orthodoxen Patriarchen von Jerusalem erhoben, und Arsenios wurde orthodoxer Patriarch von Alexandria. Orestes war Mönch und schrieb christliche Heiligenlegenden, reist später aber auch als Patriarch und Onkel des Kalifen in einer fatimidischen Delegation zu politischen Verhandlungen nach Konstantinopel.

D.h. für Christen war die Ausbreitung des Islam überhaupt kein Problem, die konnten damit jahrhundertelang sehr gut leben. Jedenfalls viel besser als mit manchen christlichen Ausrichtungen.

Kommentar von rr1957 ,

Man kann den 2. Punkt etwas überspitzt auch so ausdrücken:

In der Antike hat sich das Christentum gespalten in Trinitarier und Antitrinitarier ( siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Antitrinitarier ); die Antitrinitarier bildeten damals die Mehrheit.

Aus den Trinitariern hat sich das heutige Christentum entwickelt, und aus den Antitrinitariern der Islam.

Kommentar von earnest ,

Du kennst offenbar DIE Geschichtsbücher...

Und wenn es "keiner so genau" weiß, ist es immerhin erfreulich, dass es bei dir anders ist.

Kommentar von rr1957 ,

Ich hab ja auch nicht behauptet, dass ich die Ausbreitung des Islam im Detail richtig darstellen kann. Ich hab nur 3 wichtige Aspekte hervorgehoben, die in den Geschichtsbüchern meistens viel zu kurz kommen, nämlich:

1. die Masse der Bevölkerung wurde von der Geschichtsschreibung hier eh übergangen (Sklaven, Untertanen, "einfache Leute")

2. das Chistentum war tief gespalten und der größere Teil stand dem Islam viel näher als an seinen trinitarischen "innerchristlichen" Gegnern

3. es war gar kein tiefer Einschnitt für die Betroffenen, es wird erst später im Rückblick gerne als grosser Einschnitt dargestellt

Und ja, ich hab mich damit befasst und weiß, das diese 3 Aspekte so richtig und wichtig sind. Aber ich kenne mehrere im Detail  recht unterschiedliche Sichtweisen der Ausbreitung des Islams, und welche davon nun wirklich stimmt, weiß ich auch nicht.

War beispielsweise Spanien wirklich christlich gewesen, bevor es unter islamische Herrschaft kam ?  (Die visigotische Oberschicht in Spanien war ja arianisch, aber es gab auch jüdische Könige dort ...)

Oder (viel später): man hat ja Kaiser Friedrich II seinerzeit vorgeworfen, heimlich Moslem zu sein - was war da dran ? Gabs das öfter - warum war das ein glaubhafter Vorwurf ?

Kommentar von earnest ,

Ich sag ja auch nichts gegen deine Sachkenntnis - aber sehr wohl etwas gegen deine Abwertung anderer Kenner.

P.S.: Für den "Vorwurf" gegenüber Friedrich, er sei Muslim gewesen, sehe ich für mich keine glaubhafte Basis.

Antwort
von adabei, 84

Auch das Christentum war zu der Zeit noch keine "Weltreligion".

Kommentar von Leonidas78 ,

600 jahre Vorsprung zumindest die Welt zu erobern bzw missionieren 

Kommentar von adabei ,

Schon, aber so arg weit war auch das Christentum noch nicht gekommen.

Kommentar von Dahika ,

und in die Wüste sind die Bekehrer auch nicht gegangen. So heiß und sandig. Sie haben dann lieber Irland und Germanien bekehrt. Angenehmeres Klima.

Antwort
von Elilein, 91

Das liegt vor allem daran, dass die Menschen in muslimischen Ländern extrem viele Kinder bekommen und durch die Globalisierung verteilen diese sich jetzt Stück für Stück immer mehr auf dem Planeten.

Kommentar von Leonidas78 ,

Ich meine ganz zu Anfang 

Kommentar von safecall ,

das christentum war im süden und osten (muslimisches asien/asien) nicht so verbreitet

Kommentar von Dahika ,

die Christen haben früher auch extrem viele Kinder bekommen. Mein Vater hatte noch 9 Geschwister und bis vor ein paar Jahren war die durchschnittliche Geburtenraten in Irland bei acht Kindern.

Antwort
von minimaxi2006, 22

Das hat damit zu tun das noch in vielen Christlichen gebieten die Neuauflage des Evangeliums durch Konstantin der aus den Menschenkind und Sohn der Maria, zum Sohn Gottes erklärte, und den Heilig Geist (früher auch gesandte Gottes und Propheten gemeint) und Gott selbst zu ein und das selbe machte(trinität) nicht kannten.

Sie folgten ihren alten quellen wonach laut aussage Moses der zum Volke Israel sagte;

1/"Das licht kam hervor aus dem Sinai,2/"und es leuchtete aus dem Gebirge Saair",3/"und wurde uns offenbart aus dem Gebirge Pharan". ( 1/ ist das licht vom Berg Sina wo Gott zu Moses sprach. 2/ ist der Berg Saair gemeint wo Jesus seine Botschaft empfing. 3/ ist der Berg Pharan gemeint der bei Mekka liegt und ein gewisser Mohammed so einige Offenbarungen erhalten hat.

1/"Ein Prophet wird von euren Brüdern kommen gehorcht ihm".1/"Die Brüder der Israiliten sind gemäß der Verwandtschaft Jakobs, Abrahams und Ismaels die Araber.

Der Herr teilte Moses auch mit;

das einer kommen wird der so sei wie Moses!

Moses wurde Natürlich gezeugt hatte Vater u. Mutter, Mohammed auch (Jesus nicht),

Moses Führte Kriege, Mohammed auch (Jesus nicht),

Moses Regierte, Mohammed auch (Jesus nicht),

Moses Starb und wurde beerdigt, Mohammed auch (Jesus nicht).

Und laut aussage des Propheten Jesaja;

"Ich sehe zwei Reiter, die Erde scheint auf sie", 1/"einer von ihnen Reitet ein Esel, 2/" ein anderer ein Kamel".

1/ Der eine Reiter kann bekanntlich nur Jesus sein, da er auf ein Esel Ritt.

2/ Der zweit da kann es sich nur noch um Mohammed handeln da er bekanntlich auf einem Kamel Ritt.

Jene Christen die nicht durch die Konstantinische Version des Evangelium behafteten waren bekamen dadurch die bestätigten in ihren Glauben und folgten somit dem Propheten Mohammed und seinen Offenbarungen aus dem Berg Pharan was den Wachstum der Muslime(Gott ergebener) mit unter beschleunigte..

Das ist eine frei von Religiösen Grenzen die interreligiöste Logische schlussfolgerng der Chronologie auf Theologischer Basis.

Das kann man glauben muss man aber nicht, die Moslems tun es! Die Juden und Christen nicht, wobei die Juden auch nicht Jesus als den Messias ansehen. Warum der eine den anderen nicht anerkennt ist klar, keiner will seine Position aufgeben und die Macht seines Religiösen Postens weiterreichen.

Wer sich aber frei von Religiösen verurteilen einen Religiös aktuellen und gültigen weg zum ewigen Leben nach dem Tod verschaffen möchte, der wird ohnehin feststellen müssen das er mit der ersten Version 1.0 als Jude ohne das update Jesus dem Messias und das Evangelium als Botschaft anzuerkennen die Note "ungenügend"erhält und somit keinen Passierschein für das Paradies bekommen wird.

Gleiches wiederum gilt beim dem der sich für das Modell Christ entscheidet, denn ohne die Offenbarungen vom Berg Pharam bei Mekka folge zu leisten, man keinen Abschluss im Religionsprozess bekommt, und mit einem Abgangszeugnis keine stelle in Paradiese City sich erhoffen brauch.


Last but not least, oder wie es so schön heißt;

"die letzten werden die ersten sein", wird man einsehen müssen, dass dem Chronologischen Prozess der Botschaften zufolge, die vom Schöpfer an die Menschen ging, in der Abschlussklasse Islam, in den Fachbüchern Koran und sunna alles nochmal zusammenfassend von Adam über Salomon, bis hin zu Abraham, Moses und Jesus sich nun auch der Heilig Geist (früher auch gesandte Gottes und Propheten gemeint) Mohammed findet, der auch der in der Bibel wie folgt angekündigt wird;

"Aber der Tröster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des,
das ich euch gesagt habe".

Kommentar von earnest ,

Ich habe diese wirren Zeilen nur überflogen.

Es reicht ein Blick auf den Schluss, um zu erkennen: Hier handelt es sich um missionarische Glaubenspropaganda.

Kommentar von minimaxi2006 ,

Das kann man nachschlagen das hat nix mit Propaganda zu tun und wie du auf Missionarisch kommst sei mal dahin gestellt? du hast halt keine Ahnung und versuchst permanent  Dinge in frage zu stellen weil du sie vielleicht gar nicht wahrhaben willst?

Kommentar von earnest ,

Du wirst schon wieder frech.

Ich bleibe bei dem, was ich geschrieben habe.

Sicher wird derjenige, der sich bis zum Schluss durch deinen Beitrag durchkämpft, seine eigenen Schlüsse ziehen können.

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