Frage von willyjooo, 35

Wie konnte man sich während der NS-Diktatur der staatlichen Propagandamaßnahmen entziehen?

Antwort
von HerrDegen, 9

So gut wie gar nicht, das ist ja das Problem bei totalitären Systemen: die Propaganda dringt in den gesamten Alltag der Bürger ein.

Antwort
von kubamax, 12

Emigrieren. Es gibt auch innere Emigration,bei der man sich abschottet. Egon Eiermann war ein berühmter Architekt, der sich während der NS-Herrschaft auf Industriebauten verlegt hat. Dort hatte er Ruhe vor Ansprüchen an schwülstiger Nazi-Kitscharchitektur.

Antwort
von quantthomas, 9

Entziehen war schwer möglich. Alles wurde zensuriert und das Radio war sowieso ein Dauerverkünder von Propaganda-Infos. 

Selbst innerhalb der Familie hörte die Partei mit, denn die Kinder wurden in den vielen Jugend-Organisationen auf Parteilinie getrimmt. Das verpfeifen gehörte zum guten Ton, wenn dabei auch die Eltern in Schwierigkeiten gerieten. 

Einfach spazieren gehen um Ruhe zu haben, konnte auch mit Hindernissen verbunden sein, denn etwaige Begrüßungen hatten mit einer Handbewegung zu erfolgen und mit einem lauten Heil H.

 Wer zögerte, war nicht ganz einverstanden mit dem Regime, also eigentlich schon fast ein Feind. 

Die Gerüchteküche war das Einzige, was von den Nazis nicht zu kontrollieren war. 

Antwort
von Matermace, 21

Keine Zeitung lesen, kein Radio hören, nicht ins Kino gehen und einschlägige Kneipen vermeiden.

Kommentar von willyjooo ,

DasProblem dabei ist das die Propaganda auch in die Behörden und auf die Arbeitsstellen getragen wurde und bei offenem Bruch mit der "Regierung" Sanktionen an den Bürgern verhängt wurden, Arbeitserlaubnis, Wohnsitz etc. wurde entzogen. 

Kommentar von Matermace ,

Naja aber wie oft bist du auf ner Behörde? Und dann drücken die dir halt Mein Kampf in die Hand und begrüßen dich mit Heil Hitler, das beeinflusst doch keinen.

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