Frage von Johann242, 52

Wie konnte Goethe so dichten?

Guten Abend,

ich schreibe selbst Gedichte und sie mögen nicht die schlechtesten sein. Aber egal, was man heute schreibt - Goethe und Schiller werden unerreicht bleiben. Was ich mich aber immer frage, ist, wie Goethe so etwas konnte. So viele, gute Gedichte schreiben? Auch Schillers, was ich immer als einen der größten Erfolge der Dichtkunst werte, "An die Freude". Dort stecken so viele Reime und dennoch schlaue Worte drin. Erlernen konnte man das zu ihren Zeiten sicher nicht. Wie konnten sie es dennoch? War es ihnen in die Wiege gelegt?

LG Johann

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Robsl, 20

Das ist wie mit dem Kochen. Manchen fällt es auch ohne Rezept leicht. Sie zaubern ein Essen auf den Tisch, bei dem einem Tage danach noch das Wasser im Mund zusammenläuft.

Sie holen sich die besten Zutaten und verwenden sehr viel Zeit, um ihre Kreation vor- und anschließend zuzubereiten.

Genauso ist es mit Gedichten. Man sammelt zunächst die Zutaten. Ein Thema, das einen beschäftigt, die Menschen, Orte, Dinge, die zu diesem Thema gehören, Worte, die beschreiben, was den Kern und die "Umgebung" der Story betrifft. Man gibt die eigenen Empfindungen dazu, mischt das Ganze kräftig durch und beginnt zu schreiben.

Jetzt kommt das Handwerk hinzu, die Jamben und Trochäen, die Reime und sinnhaften Metaphern, die Wortgebilde, die sich zu einem Ganzen fügen. Das Problem dabei ist, die Geschichte nicht aus den Augen zu verlieren. In diesem Fall bleibt eben nur gehaltloses Geschreibsel übrig (ich weiß, wovon ich schreibe, glaub mir :)).

Alles braucht wahnsinnig viel Zeit und geht einem u. U. ganz schön an die Nieren. Mir ist es schon passiert, dass mir mitten im Schreiben die Tränen kamen.

Was mir wichtig scheint bei deinen Überlegungen: Du wirst nie so schreiben wie Goethe oder Schiller oder einer der anderen alten Meister, denn du lebst in einer anderen Welt und in einer anderen Zeit. Denk nicht so viel an das Alte, kümmere dich lieber um das Neue.

Viel Glück und viel Spaß.

Antwort
von STM99, 21

Ich würde sagen, sie waren auf ihrem Gebiet einzigartig. Sie fanden die richtigen Worte für ihre Gedichte. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Bei den beiden war es die Dichtkunst. 

Allerdings bin ich erst 16 Jahre alt, habe vom dichten wenig Ahnung und vermute dies auch nur.

Antwort
von FionaAmann, 11

Goethe und Schiller waren sehr genaue Beobachter. Sie beobachteten die Natur und die Menschen um sich herum, die Gefühle, die das Handeln der Menschen bei ihnen und bei sich selbst hervorriefen. So waren sie dicht am Puls der Zeit aber dennoch distanziert genug, um frei darüber zu schreiben.

Antwort
von Fackaroni, 26

Zu Zeiten Goethes oder Schiller gab es kein Internet, kein Fernsehen und keine Serien. Sie hatte also viel Zeit, sich mit sich selbst und mit ihrer Arbeit auseinanderzusetzen. Ich persönlich glaube, dass jeder Mensch (egal welche Talente oder Veranlagerungen er hat) ALLES erreichen kann was er will, solange er sich anstrengt... Wenn du also Dichter werden willst oder Basketballspieler, Üben Üben Üben ...Irgendwann wirst du es schaffen

Antwort
von voayager, 6

Einsteine werden schließlich auch nur sehr selten geboren, bzw. entwickeln sich fast nie zu solchen.

Antwort
von Xazzit, 17

Gewisse Intelligenz, Wort Kenntnisse und Talent

Antwort
von ilkeruelker, 13

Das waren dichter

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