Frage von brandon, 161

Wie konnte dieser Hund so alt werden?

Die Eltern einer Freundin hatten einen Schäferhundmischling als Hofhund und mit Hofhund meine ich das der Hund meistens an der Kette war und ab und zu auch mal im großen Garten herumlaufen durfte, ins Haus durfte er nie. Es hat sich auch nie jemand mit ihm besonders beschäftigt. Zum fressen bekam der Hund hauptsächlich Essensreste und er hatte in seinem ganzen Leben noch nie einen Tierarzt gesehen und wurde folglich auch nie geimpft.

Dieser Hund hat in den Augen von Hundefreunden wahrlich kein schönes Leben gehabt und wurde trotzdem 17 Jahre alt.

Das ist zwar schon 30 Jahre her aber ich frage mich heute noch wie der Hund um den sich kaum einer gekümmert hat, so alt werden konnte. Was meint Ihr dazu?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dahika, 48

Der HUnd ist so alt geworden, obwohl er so tierquälerisch gehalten wurde. Ganz einfach.

Der Altbundeskanzer Helmut Schmidt  ist auch uralt geworden, obwohl er geraucht hat wie ein Schlot. Genau wie Winston Churchill.

Das hat was mit der Veranlagung zu tun.

Mein verstorbener Hund, immer bestes Futter, sehr viel Bewegung, Landhund, Nichtraucherhaushalt, ist nur neun Jahre alt geworden. Lungenkrebs.
Man steckt nicht drin. Auch wir nicht!

Antwort
von beglo1705, 41

Evtl. hatte dieser Hund trotzdem alles, was er gebraucht hat?

Wenn ich an unseren Hofhund zurückdenke (ebenfalls 17 Jahre) ein Alanomischling, kann ich mir das schon erklären:

Er kam zu meinem Mann aus dem Tierheim (damals war der Hund 4 Jahre), wurde vorher für illegale Hundekämpfe benutzt. Mit viel Liebe und Geduld hatte mein Mann den Hund wieder "normalisiert", so dass man ihn frei laufen lassen konnte, ja sogar unsere Kinder konnten alles mögliche mit ihm machen, er hat sie geliebt und verteidigt.

Wenn wir sein Grab besuchen oder Bilder von ihm ansehen, denken wir oft zurück und sehen ihn heut noch vor der Halle. Dieser Hund hatte ab dem Zeitpunkt, wo er zu uns kam keinerlei Stress mehr. Er hatte seinen festen Platz gefunden. Ich denke, dass das ein großer Pluspunkt ist als Hund, um so alt zu werden.

Antwort
von JaneDoe18, 62

Da kenne ich einen ganz ähnlichen Fall. Und ich habe oft das Gefühl dass es gerade auch am Umgang mit dem Hund liegt. Heute rennt man bei jedem Wehwehchen zum Tierarzt, zieht den Hunden Mäntelchen an, Halsbänder sollen sie nach Möglichkeit auch nicht mehr tragen, etc.

Früher war der Hund schlicht und ergreifend Hund. Und auf vielen Höfen eben Schutz-und Wachhund. Meine Großeltern hatten auch eine Schäferhündin. Die lebte draussen im Zwinger, der war jedoch nur über Nacht geschlossen. Ins Haus wollte sie auch nicht. Das hatten wir gegen Ende mal versucht. Gefüttert wurde sie mit Dosenfutter und Essensresten. Oder dem, was sie sich zusätzlich auf dem Misthaufen ausgegraben hat. Ich kann nicht nicht erinnern, dass sie je krank war. Und sie wurde 18 Jahre alt.

Der "jetzige" (irgend ein Mischling) lebt zwar im Haus, war aber im jüngeren Alter oft den ganzen Tag bei jedem Wetter draussen. Bekommt hochwertiges Dosenfutter und ab und an nen Wurstrest. Ebenso das, was sie sich vom Mist holt, etc. Die gute ist jetzt 17 Jahre alt. Taub und amfangende Blindheit, aber sonst topfit und keinerlei Probleme.

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 49

Mein verstorbener Hund wurde regelmäßig geimpft und entwurmt, war regelmäßig zu Routineuntersuchungen beim Tierarzt, bekam hochwertiges Futter, wurde art- und altersgerecht ausgelastet, trug später bei Kälte einen Mantel und ist über 19 Jahre alt geworden.
Gleiches gilt für den Hund eines Freundes, der 20 Jahre alt wurde.

Ich denke, dass es eine Mischung aus Anlagen, Pflege und Glück ist.

Die von Dir beschriebene Mischkost ist übrigens für Hunde weitaus gesünder und hochwertiger als das, was sich in vielen Hundefutterdosen befindet.

Expertenantwort
von shark1940, Community-Experte für Hund, 17

Wenn dem Hund körperlich nichts gefehlt hat, dann kann er so alt werden auch wenn er unter so schlimmen Bedingungen gehalten wurde.

Es hat viel mit Veranlagerung zu tun - wie bei uns Menschen. Es gibt Menschen, die rauchen, saufen, essen nur Schrott und haben ein schlimmes Leben und werden dennoch über 90 Jahre alt. Andere haben ein perfektes Leben, ernähren sich gesund, machen Sport, sind auch seelisch gut drauf und sterben mit 40 Jahren.

D.h. aber nicht das alles nur Veranlagerung ist. Wenn der Mensch, bei dem allem perfekt war und er dennoch mit 40 Jahren starb, sich auch noch schlecht ernährt hätte, gesoffen und geraucht hätte - dann wäre er vielleicht mit 30 Jahren schon gestorben.

Und genauso ist es mit den Tieren.

Meine frühere Katze wurde ausschliesslich mit Lunge ernährt. In Lunge sind keinerlei Nährstoffe. Jeder langt sich da an den Kopf und sagt - um Gottes Willen Mangelernährung. Die Katze wurde 19,5 Jahre alt. Meine Katzen, die ich später hatte, wurden sehr gesund ernährt und starben mit 15 Jahren (eine an Krebs, eine an Bauchspeichelproblemen).

Bei meinen Hunden das gleiche. Hatte eine Nothündin, die ein Sch... Leben hinter sich hatte. Sie kam fast verhungert mit ca. 13 Jahren zu mir. Ausgeschlagene Zähne, Narben von Mißhandlungen, überall Abzesse. Sie bekam nur Müll zu fressen - also wirklich Müll. Ich päppelte sie auf und sie lebte nochmals gute 5 Jahre bei mir und wurde somit ca. 18 Jahre alt. Wahnsinn bei dem Vorleben.

Antwort
von momolo13, 19

man kann sich jetzt natürlich die frage stellen, ob es ein glück für den hund war, 17 jahre lang an der kette zu hängen ohne menschliche zuwendung. essensreste müssen nicht schlecht für die hundegesundheit sein, früher kriegten viele hunde nichts anderes. allerdings wurde vor hundert jahren auch noch frisches essen gekocht und keine fertigpizza in den ofen geschoben. dieser besagte hund kriegte offenbar was er brauchte und hatte zudem gute gene. ob er glücklich war sei dahingestellt. allerdings muss ich sagen, dass mein weisser schäferhund wenn er wählen könnte, ganz sicher viel lieber draussen leben würde, in der wohnung ist im nämlich zu heiss, jetzt während der heizperiode.

Antwort
von Boxerfrau, 38

Naja der Hunde hatte sicherlich kein schönes Leben. Aber mal zu den Essenresten die er bekommen hat, ich denke die sind 1000 mal gesünder als das fertigfutter das man im Tiergeschäft erwerben kann. Bei dem ganzen sch. Der in dem Futter erhalten ist, braucht sich niemand zu wundern das die Hunde an Krebs, Futter Allergien und sonstigen Krankheiten leiden.

Antwort
von DCKLFMBL, 58

er hatte in seinem ganzen Leben noch nie einen Tierarzt gesehen und wurde folglich auch nie geimpft.

Wahrscheinlich ist das ein Grund dafür, man muss einen Hund nicht jedes Jahr Impfen! und die Tierärzte sind auch oft zu schnell mit Medikamenten und Einschläfern. (wenn ein Tier zu Lange leiden muss ist das auch Gut!)

Da kenne ich auch einen Hund der ist 12 und sollte eingeschläfert werden (dem ging es in der Zeit wirklich sehr schlecht!) die Besitzer wollten es nicht und jetzt ist er wieder Gesund!

Antwort
von wotan0000, 49

Die Art der Haltung hat ja nicht zwingend etwas mit dem Alter zu tun.

17 J bedeutet ja nur, dass es ein organisch gesundes Tier war. Nur von Tischresten ernähren ist nicht unmöglich, wenn der Hund es nie anders kannte und vor 30 Jahren war das gerade auf Höfen normal. Der wäre evtl bei Gabe von *plötzlich* Trofu krank geworden.

Die Haltung in Bezug auf Lebensqualität beeinflusst eher den Geist und da dürfte der Hund ein Wrack gewesen sein.

Antwort
von Baranars, 71

Nun ja, kurz gesagt ... Glück.

Auch Tiere können Glück haben, dieses Tier hatte es offensichtlich.


Man könnte jetzt noch darüber nachdenken, ob die Futtermischung aus Essensresten zufällig gut gemischt war, ob der Hund einer gesunden und nicht verzüchteten Rasse angehörte und ob der Hund "dank" seiner Kette auch von anderen kranken Tieren ferngehalten wurde bzw. sich diese ferngehalten hat, aber wie man es auch dreht und wendet, es läuft immer zumindest etwas auf Glück hinaus.


Kommentar von Herb3472 ,

Ob das als "Glück" zu bezeichnen ist, das das arme Tier unter diesen Bedingungen so alt wurde, wage ich zu bezweifeln. Die Ursache, warum er so alt wurde, wird man wohl nicht ergründen können.

Antwort
von sstdev, 47

Wer sagt denn, dass ein Tierarzt unbedingt das Leben des Tieres verlängern will? Nach meiner Erfahrung wollen die meisten den Hund einschläfern bevor er von selbst stirbt. Einerseits kann das auch besser für das Tier sein, ist aber auch eine sehr gute Einnahmequelle

Kommentar von LukaUndShiba ,

Tierärzte Schläfern ein Tier dann ein wenn es leidet. Warum sollte man dann noch tagelang vielleicht auch Wochen warten bis es von alleine stirbt? 

Kommentar von Certainty ,

"Was bringt dem Arzt sein täglich Brot, die Schwebe zwischen Leben und Tod."

Einschläfern wird aber kein Arzt, wenn es nicht Sinn macht. Wenn ein Tier leidet, sollte man diesen Weg auf jeden Fall in Betracht ziehen. Und der Arzt verdient mehr an der Behandlung einer aussichtslosen Situation anstatt an einer Einschläferung.

Antwort
von WillTell, 54

Stimmt das was du uns gerade erzählst? Was genau erwartest du jetzt zu hören? Niemand kann dir darauf eine plausible Erklärung abgeben oder er phantasiert. Ich Tipp mal drauf, er hatte seine Ruhe wie sich das anhört oder ein verjährter Fall von Tierquälerei.

Kommentar von brandon ,

@WillTell

Beweisen kann ich es Dir nicht, da mußt Du mir schon vertrauen oder auch nicht. Ich bin aber keine Märchentante.

Was ich erwarte habe ich doch ganz deutlich geschrieben. Welche Meinung habt ihr dazu.

Deine Meinung ist z.B. das ich lüge.

Was ich nicht verstehe ist dieser Satz “Ich tipp mal darauf, er hatte seine Ruhe wie sich das anhört oder ein verjährter Fall von Tierquälerei.“ 

Es mag sich schon um einen verjährten Fall von Tierquälerei handeln aber wieso schreibst Du oder ? Das passt doch gar nicht.

Kommentar von WillTell ,

Ich habe nirgendwo geschrieben, dass du lügst. Ich meinte der Hund wurde so alt weil er seine Ruhe hatte dadurch so alt wurde. Das kann aber auch eine Art Tierquälerei sein wenn man einen Hund 17 Jahre lang eingesperrt lässt an der Kette und sich kaum mit ihm beschäftigt. Der Hund kann Psychosen entwickeln wie Kopf wackeln etc. Ein Hund braucht auch regelmäßig Auslauf zumindest an der Leine, der will neues sehen und vor allem riechen. Auch mal rennen und Kontakt zu Artgenossen. Spielen und Zuneigung. Zumindest von Zeit zu Zeit. Mit dem was du als Lüge aufschnappst meine ich genau das, es ist schon lange her, ich nehme an du hast das auch nur erzählt bekommen und vielleicht stimmt das insgesamt auch so nicht. Das mit den Essensresten war bei vielen früher normal kann natürlich auch in dienhose gehen wenn man immer nur fettes und unpassendes füttert. Das schien hier ja nicht der Fall gewesen zu sein er wurde alt. Das mit dem phantasieren ist auf antworten bezogen weil keiner genaues sagen kann. Antwort genug?

Antwort
von Sonnenstern811, 45

Er war halt kerngesund, gute Gene.

Meine Urgroßmutter in der DDR hat auch im halben Leben keinen Arzt gesehen und wurde 93 Jahre alt. Mit Doktor hätte sie vermutlich die 100 geschafft.

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