Frage von telephonenumber, 50

Wie konnte die NSDAP die Bevölkerung vom NS und dessen totalen Führerprinzip überzeugen?

Wie haben die das bloß gemacht??

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Awngr, 14

Sie haben sich sehr selbstbewusst gegeben.

Sie hatten zwar von Wirtschaft keine Ahnung, aber kurzfristig hat der STaat viel Geld ausgegeben, um die ARbeitslosigkeit zu reduzieren.

Die Nazis setzten auf Autarkie, was langfristig katastrophal schlecht für die Wirtschaft ist.

Kurzfristig wurden alle jüdischen Beamten entlassen, statt ihnen wurden "Volksdeutsche" eingestellt bzw. befördert. Die waren natürlich begeistert. Dann wurde die Armee vergrössert - wieder Stellen für Arbeitslose, insbesondere junge Erwachsene. Dann wurden Rüstungsprogramme umgesetzt - noch mehr Stellen. Autobahnen und Infrastruktur gebaut - wieder mehr stellen.

Dann stahl Deutschland den Juden ihre Aktien - mehr Geld für den STaat, das der Staat ausgeben konnte.

Dann belegte Deutschland die juden mit 1 Milliarde Reichsmark Strafsteuer - wieder mehr Geld, die der Staat unter der Bevölkerung verteilen konnte.

Dann annektierte Deutschland Österreich und sackte das Vermögen der Nationalbank ein - wieder mehr geld.

Dann schmiss der Staat die Juden aus ihren Wohnungen und vergab die Wohnungen an "Volksdeutsche". Die waren wieder begeistert.

Dann überfiel Deutschland Polen, Belgien, Frankreich, Jugoslawien, Skandinavien, Griechenland, etc. In jedem Land wurde geraubt, die Beute kam dem deutschen Volk zu Gute. Die zahlreichen "Siege" wurden in einem Freudentaumel gefeirt. Die Deutschen bereicherten sich nicht nur, sie fühlten sich auch als die Grössten. 1940 hätten die Nazis problemlos eine absolute Mehrheit erzielt, wenn sie damals Wahlen veranstaltet hätten.

Durch die Kriege wurde die Arbeitslosigkeit voll resorbiert, es herrschte Vollbeschäftigung, später gab es gar einen ARbeitskräfte-Mangel.

Antwort
von atzef, 8

Gar nicht. Das mussten sie auch nicht.

Die NSDAP hat bei den vorletzten freien Wahlen 37 % bekommen. Bei den letzten Wahlen 34 %. Auf der Grundlage hat Hitler dann das Amt des Reichspräsidenten übernommen.

Anschließend hat er konsequent die politische opposition mit Billigung des Reichspräsidenten ausgeschaltet, die Presse- und Meinungsfreiheit beseitigt, politische Oppositionelle ermordet oder ins KZ wegsperren lassen.

Aber selbst unter schon diktatorischen Rahmenbedingungen hat die NSDAP weiterhin keine eigene parlamentarische Mehrheit im Reichstag besessen.

Die "Überzeugtheit" der Bevölkerung basierte also im wesentlichen auf Staatsterrorismus gegenüber den oppositionellen Mehrheitsteilen der Bevölkerung.

Antwort
von Mastrodonato, 6

Es war recht häufig der Ruf "nach dem starken Mann" zu hören. Man war enttäuscht durch die Ratlosigkeit der Weimarer Republik, die sich auch in der völlig mangelhaften Bekämpfung der Weltwirtschaftskrise bemerkbar machte.

So gesehen war es dann auch nicht so schwer, die Leute vom Führerprinzip zu überzeugen. Die Demokratie war damals nicht angesehen.

Antwort
von BertRollmops, 17

Die Geschichtsbücher sind voll mit Abhandlungen über Hitlers Machtergreifung. Und wenn man die Augen offen hält, sieht man auch heute Tendenzen, die nicht gut sein können, sei es in der Türkei, den USA, Russland, China, Myanmar, Brasilien oder dem FC Bayern. Totalitäre Machtgeilheit bei gleichzeitiger maximaler Ausnutzung der eigenen Position. Wenns läuft, dann läufts. Also nicht wegsehen, sondern hinsehen und Fragen. Sonst laufen wir Gefahr, den Falschen zu folgen.

Antwort
von hutten52, 6

Die Annahme stimmt nicht. In den letzten halbwegs freien Wahlen 1933 kam Hitler trotz Terror und Einschüchterung gerade mal auf 44 % der Stimmen. Die meisten Deutschen lehnten also Hitler ab. Später konnte die Diktatur dann "Zustimmung" durch Lockung und Gewalt herstellen. 

Kommentar von Mastrodonato ,

wobei schon "halbwegs" freie Wahlen auch nicht wirklich stimmt. Bei den letzten wirklich freien Wahlen im November 1932 hatte man die NSDAP nur noch 32% und einige meinten schon, Hitler sei vorbei - was er wohl auch gewesen wäre, wäre er nicht zum Reichskanzler ernannt worden.

Antwort
von Everklever, 15

Mit populistischen Reden, Gummiknüppeln (zur Not Stuhlbeine) und Schusswaffen.

Kommentar von MsNoReason ,

das war aber erst später.

Kommentar von ratatoesk ,

Naja,das war der Anfang eigentlich. Wer nicht wollte, wurde halt zu seinem Glück gezwungen.

Kommentar von MsNoReason ,

nö. später wars

Antwort
von moeiking, 32

Indem man die Gegner klein gemacht hat..

Antwort
von ratatoesk, 16

Weltwirtschaftskrise,Rezession, Versailler Vertrag ,hat alles zusammengepasst. Sie gaben den Menschen Arbeit und Hoffnung,schützten die Bevölkerung vor Übergriffen der Nachbarn in besetzten Gebieten nach dem WW 1.

Sie waren für das Volk da und es liebte sie dafür.

Achso und , 1 Land ,1 Volk, 1 Führer ,war nicht neu, das kannte man schon von Napoleon.

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