Frage von sockenero, 197

Wie konnte der IS so mächtig werden?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von sarahj, 65

mehrere Gründe.
1) eine gewisse Grundhaltung der Muslime generell, sich unhinterfragt instrumentalisieren zu lassen. Das liegt schon in der Grundeinstellung zum Leben, zu Allah (der einem alles Vorschreibt) und im unbedingten Befolgen selbst der dümmsten Regeln. Gleichzeitig einem Obrigkeitsdenken, ähnlich der der Deutschen vor 100Jahren.
Versteht mich jetzt nicht falsch: nicht alle sind so, und es gibt rühmliche Ausnahmen. Aber eine generelle Gesamtgesellschaftliche Tendenz ist da.

2) die unglaubliche Naivität bei gleichzeitigem Zynismus der Amerikaner
Sie glauben immer wieder "der Feind meines Feindes ist mein Freund", und handeln sich mittel- und langfristig durch ihre Unterstützung radikaler Gruppen immer wieder Ärger ein, den auch wir in Europa abkriegen (weil durch Nato und andere Pakte and die USA gebunden). Das fing schon vor Jahrzehnten mit den Mudschaheddin an, den sie meinten im Kapf gegen die Russen unterstützen zu müssen

2b) nochmal Naivität der USA
einer der größten Fehler war die AUflösung der Irakischen Armee. Damit wurden viele bewaffnete und ausgebildete Soldaten arbeitslos, und mussten selbst ums Überleben kämpfen. Nachdem sie nichts besseres als Töten gelernt hatten, lag es nahe, sich radikalen Gruppen anzuschliessen und die eigene Bevölkerung auszunehemen. Ebenso die Parteien sowie Staatdiener.

3) der Egoismus der Amerikaner
Hussein war solange recht wie den Iran bekämpfte. Als er aber Pleite war (weil der Krieg dann doch nicht geklappt hat) und er sich in Kuweit was holen wollte, war der Spaß vorbei. Denn das ist die Welttankstelle. Tatsächlich hätte Hussein wohl davon abgelassen, hätteman ihm vorher klar gemacht, daß da der Spaß aufhört. Hat man aber wohl nicht so richtig.

4) die unglaubliche Naivität mancher "Gutmenschen", die meinen man müsste nur dafür sorgen, daß Diktatoren wegkommen, damit die Leute dort sich eine wunderbare Friede-Freude-Eierkuchen-Demokratie aufbauen.
Dem war nie so. In das Machtvakuum sind immer Radikale Gruppen gedrungen. Der gesamte arabische Frühling war ein einziges Desaster (wegen Punkt 1?). Man war (im Nachhinein) mit Gaddafi, Hussein uws. besser dran. Das waren zwar sicher Diktatoren (und ich will sie beileibe nicht in Schutz nehmen), aber die Menschen konnten damals wenigstens in Ruhe leben, solange sie die Klappe hielten. Tatsächlich war gaddafi weit weniger schlimm als man uns weiss machte (um den Krieg zu rechtfertigen). Ebenso bei Hussein.
Gerade eben passiert das wieder bei Assad. Wenn der weg ist, fällt da unten eine weiter Bastion gegen die IS (ich weiss: der ist auch kein Menschenfreund - aber Hussein, Gaddafi, Assad usw. sind wenigstens Leute, mit denen man reden kann. Mit den IS Leuten nicht).

5) Skrupellose Geschäftemacher
Die ihnen Öl abkaufen (dazu gehören auch die Türken!) sowie Waffenhändler, die ihnen das Zeug liefern. Dazu gehören die Saudis, Pakistan usw. Hier denken viele ans kurzfristige Geschäft, und denen, sie kämen dabei ungeschoren davon. Vermutlich werden sie sich mit dem Geld danach in den Westen absetzen und ihre Kinder in der Schweiz, GB oder USA großziehen.

6) Dumme westliche Konvertiten
Die machen tatsächlich einen Großteil der besonders brutalen und menschenverachtenden Mörder aus. Konvertiten wollen 150% Muslime sein, da sie "beweisen" wollen, besonders gute Muslime zu sein.

7) Dumme westliche Politiker
Anstatt Millionen Flüchtlinge hier aufzunehmen wäre es besser, eine Schutzzone vor Ort mit militärischen Mitteln (Soldaten vor Ort, Blauhelme, keine Luftangriffe) einzurichten, und dort den Flüchtlingen ein sicheres Leben zu gewähren. Die Mittel dazu wären vermutlich weit geringer als die jetzt hier benötigten. Das Problem der Flüchtlinge ist nämlich, daß typischerweise die besser ausgebildeten als erste gehen, und nur die "dummen" (sorry für den Ausdruck) unten bleiben. Für den Aufbau einer Gesellschaft dort braucht es aber genau die, und zwar vor Ort.
Warum macht man das nicht: weil alle Angst vor der ersten Todesmeldung eines deutschen/europäischen Soldaten haben. Den es sicher geben würde.

8) Dumme westliche Politiker
Die Erdogan hinten reinkr**chen, anstatt ihn zu zwingen, endlich die Kurden in Ruhe zu lassen. Die sind nämlich die einzigen vernünftigen Kämpfer vor Ort, die auch ein wirkliches Interesse an einer Befriedung haben.
Doch Erdogan ist selbst ein Heuchler, der eine längerftistige Agenda zu Reislamisierung seines Landes hat, und die Kurden loswerden will. Tatsächlich hat sein Verhalten große Mitschuld an der aktuellen Situation.

9) Wieder die USA und ihre Russland Politik
Die USA haben immer noch ihre irrationale Angst vr den Russen nicht überwunden und shcüren ständig den Konflikt. Die EU lässt sich hier vor den Karren spannen, z.B. in der Westwerweiterung der Nato und dem Ukrainekonflikt. Putin hat einen Riesenbammel, daß jetzt bald auch in der Ukraine Nato-Raketen stationiert werden könnten, und ihm die USA damit jederzeit unter Druck setzen kann. Die USA wollen gleichzeitig die EU schwächen, unsbesondere nicht, daß deren beziehung zu den Russen allzu friedlich bleibt. Denn EU+Russland+Öl wäre eine wirtschaftlich gefährliche Konkurrenz und das kann sich die hochverschuldete USA nicht wünschen.
Daß sie die Europäer da reinziehen lassen und den Ukrainern sowie Türkei Assoziierungsabkommen/Aussichten auf EU machen ist ein Fehler.
Putin wird aber im Kampf gegen die IS gebraucht.
Daß widerum Erdogan was dagegen hat, wenn Putin die Öltransporte bombardiert (an denen er verdient) hat man mit dem Abschuss gesehen.

10) diverse Interessen einzelner Umgebungsstaaten, wie Taliban (die jetzt scheinbar wieder zu den besseren von den bösen mutieren), Pakistan (die immer zündeln, aber offiziell den Terror bekämpfen) usw.

11) auch wenn immer wieder gerne genannt: Israel hat schiss, daß die Sache bis in ihr Land getrieben wird. Schuld haben sie nicht. Sie könnten Opfer werden, werden sich aber mit allen Mitteln wehren. Und können das auch.

Summa Sumarum:

sowohl USA als auch Türkei wollen den Konflikt am Laufen halten.
Saudis schüren die Sache an, damit der Konflikt draussen bleibt.
Die EU stolpert unbeholfen und ohne eigene Kontrolle der Situation hinterher.
Die Russen würden tatsächlich helfen, man muss ihnen dafür aber die Ukraine überlassen. Was ich verstehen kann: die Krim ist für sie nicjt verhandelbar (wichtiger Militärstützpunkt).

Eine Lösung habe ich nicht, außer: Assad unterstützen; Erdogan einen Warnschuss vor den Bug, Russen unterstützen, Ukraine zurück oder zumindest garantierte neutrale Zone.

Von alldem sehe ich nichts.

Kommentar von ThorbenHailer ,

Danke für diese intelligente, sorgfältige und ideologiefreie Analyse der Situation. Kann man dich irgendwie wählen ;-?

Kommentar von sarahj ,

LOL

Kommentar von sarahj ,

ich habe übrigens absichtlich "naiv" bei USA geschrieben (um nichts zu unterstellen). Ganz sicher bin ich mir aber nicht, ob vieles davon nicht absichtlich passiert, um die Dinge instabil zu halten.
Es gibt sicher Kreise die sowas bewusst im Hintergrund beführworten und berechnen.

Kommentar von FreundGottes ,

Man muss den fundamentalen Christen in den USA leider eine erschreckende geistige Nähe zu den fundamentalen Muslimen unterstellen. Bei manchen Gerichtsurteilen in den USA muss sich ein zivilisierter Mensch wirklich empören.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sex-mit-schuelern-russen-unterstuetz...

Eine US-Lehrerin muss wegen Sex mit ihren Schülern für 22 Jahre ins Gefängnis. ... Jennifer F. hat über Monate mit drei Schülern Sex gehabt, zwei davon waren 17 Jahre alt. 

Bitte, WAS, für Sex mit zwei 17-Jährigen "Knaben" (Ironie) 22 Jahre Gefängnis?! Wir müssen uns in Europa wehren, dass diese christlichen Rübe-ab-Gerichte fern jeglicher Zivilisation nicht auch zu uns rüberschwappen. Und wir sollten in Europa nicht ständig so tun, als ob ... Ich unterlasse es besser hier klare Worte zu schreiben, weil ich wohl sonst gesperrt werden würde. 

 

Kommentar von sarahj ,

sehe ich genauso

übrigens auch so manche Amerikaner. Ich kenne viele persönlich - und sie sind empört, was da so abgeht. Sind aber leider nur die wenigen liberalen an Ost- und Westküste (sprich Boston, SFO, Seattle etc). Ca 10-20% der US Amerikaner (schätze ich) sind durchaus gut informiert und gegen die Politik ihrer Regierung. Dann gibt es ca. 20% gefährliche Fundamentalisten (sowohl religiös, mehr aber noch geopolitisch). Der Rest kennt nicht mal den Unterschied zw. Austria und Australia, und fragt sich ob die Schweiz geographisch in Europa liegt (weil ja nicht in EU - wenn sie das überhaupt wissen).
Und die wählen, wer immer die bessere show liefert, und den besseren Macho-Cowboy abgibt. Sind liebe Leute, aber leider völlig uninformiert. Das sind die, die immer noch glauben, Hussein wäre für 9/11 verantwortlich gewesen, weil man es ihnen auf Fox"News" erzählt hat.
Leider. ;-(

Kommentar von FreundGottes ,

Wow, ein seltenes intellektuelles Highlight auf dieser Seite. Aber einen Kritikpunkt habe ich doch. Du schreibst:

Gleichzeitig einem Obrigkeitsdenken, ähnlich der der Deutschen vor 100Jahren.

Im Vergleich zum Rest der Welt gab es damals in Deutschland und Österreich kein Obrigkeitsdenken. Nicht nur technischer und naturwissenschaftlicher Fortschritt, sondern auch soziale Fortschritte, persönliche Freiheitsrechte und Friedensbemühungen kamen damals zum weit überwiegenden Teil aus Deutschland und Österreich. 

Exemplarisch mag hier die Haltung des Kaisers Wilhelm II genannt werden, als es um einen Aufstand/Konflikt im Ruhrgebiet ging, zwischen Arbeitern und Unternehmern. Wilhelm II wollte (für uns heute überraschend) für die Arbeiter mehr Rechte erkämpfen, sein damaliger Reichskanzler Bismarck wollte die Reformen stoppen, deshalb wurde Bismarck später von Wilhelm II gefeuert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._%28Deutsches_Reich%29


„Die Unternehmer und Aktionäre müßten nachgeben, die Arbeiter seien seine Untertanen, für die er zu sorgen habe; wollten die industriellen Millionäre ihm nicht zu Willen sein, so würde er seine Truppen zurückziehen; wenn dann die Villen der reichen Besitzer und Direktoren in Brand gesteckt, ihre Gärten zertreten würden, so würden sie schon klein werden“ – Wilhelm II. laut Otto von Bismarck, als er sich weigerte, Soldaten zur Niederschlagung eines Streiks im Ruhrgebiet zu schicken[3]

 

Kommentar von sarahj ,

es gab aber sicher einen Militarismus, und Gehohrsam bis zum bitteren Ende. Soweit ich das beurteilen kann, gab es viele Soldaten und insbes. Offiziere, die auch in aussichtsloser Lage und ohne den Sinn selbst zu sehen bis zum Ende dabei blieben, um ihrer Ehre und Pflichterfüllung willen. Auch eine teilweise übertriebene Unterwürfigkeit unter Staatsbeamte und deren Authorität um die Jahrhundertwende in der normalen Bevölkerung.

Aber ich muss zugeben, ich bin kein Historiker und schrieb dies mehr aufgrund persönlicher Gespräche (mit Groß und Urgroßeltern) als basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen. Werde nochmal meine Bücherschrank durchwühlen...

Insofern: ok, war möglicherweise unfundiert.

Kommentar von FreundGottes ,

Werde nochmal meine Bücherschrank durchwühlen...

Und du glaubst, die Siegermächte hätten nach dem Krieg eine ordentliche Geschichtsschreibung zugelassen? Ich kann hier deine Aufmerksamkeit auf den einen oder anderen Stichpunkt legen, den du mit dem Hintergrundwissen das du hast verstehen wirst. Die allermeisten Menschen haben weder das Wissen noch die Intelligenz die Aussagen richtig zu lesen, andernfalls wären sie ja schon aus dem Internet verschwunden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Leo_von_Caprivi

war ein preußischer Offizier und von 1890 bis 1894 als Nachfolger Otto von Bismarcks Reichskanzler des Deutschen Kaiserreichs. ... Der Grund für die Ernennung war, dass Wilhelm II. in Caprivi zunächst einen Mann sah, der in seinen Streitpunkten mit Bismarck (Sozialistengesetz, Kulturkampf, Minderheitenfragen) seinen zunächst auf Versöhnung bedachten Kurs vertrat,

Kommentar von FreundGottes ,

Völkermord an den Tasmaniern, schon von gehört?

https://de.wikipedia.org/wiki/Tasmanier

Die britische Kolonialisierung seit der Entdeckung Tasmaniens Anfang des 19. Jahrhunderts führte zu ihrer Verdrängung, die mangels Rückzugsgebieten und aufgrund der geringen Bevölkerungszahl der Tasmanier rasch in einen Genozid mündete. Ein knappes Jahrhundert nach ihrer Entdeckung durch die Engländer galten die Tasmanier als ausgerottet, doch einige Mischlingskinder überlebten und führen das Erbe der Kultur in der Gegenwart fort.

Kommentar von sarahj ,

ja, hatte ich schon gehört - aber ehrlicherweise nicht im Radar.

Ich meinte aber die Zeit der Jahrhundertwende 1900 bis ca. 1933.

Zu Caprivi: ich bin kein Historiker. habe mich auch vorher nicht mit ihm beschäftigt. Aber was ich die letzte Stunde gelesen habe zeigt mir, daß er mit starken Widerständen kämpfte, und letztendlich doch scheiterte. Auch an Bismarck.

Meine Einschätzung beruht eher auf der generellen Grundstimmung in der Gesamtbevölkerung als auf einzelnen Personen. Die sind zwar immer immer primär die Auslöser von gravierenden Ereignissen, können aber erst in einem entsprechenden Umfeld soweit kommen.
Ich denke schon, daß diese Grundstimmung i.e. das gesellsch. Unterbewusstsein ursächlich mit zum 1. Weltkrieg geführt hat.
Und auch, daß viele mit "Hurra" in den Krieg gezogen sind. Die Zeitdokumente (Filme, Fotos) und Zeitzeugen (meine Urgroßtante hat mal mit mir vor langer Zeit darüber gesprochen) sprechen dafür.

Nach dem Krieg war natürlich die katastrophale (aber durchaus auch verständliche) Politik der Siegermächte dafür verantwortlich, daß die Rechten immer wieder Argumente fanden. Klar gab es sehr liberale Entwicklungen, Sozialdemokratie, Frauenbewegungen, und eine kulturelle sowie wissenschaftliche Hochzeit in den 20er und frühen 30er Jahren. Aber auch hier wieder war die Grundstimmung nicht liberal genug, um der sehr fragilen Demokratie genug Rückhalt zu geben.

Dies sind die Parallelen, die ich zu den islamischen Gesellschaften in Nordafrika und im Nahen Osten sehe. Eine miese wirtschaftliche Lage, eine in Befehlsempfang verhaftete Erziehung, die Aufmucken oder schon Infragestellen verbietet (damals als undeutsch - heute als unislamisch). Keine demokratische Historie. Keine Diskussionskultur. Kein Umgang mit Kritik. Keine Denken in Kompromissen, sondern Macht haben oder nicht haben.

Es braucht dann nur eine zufällige oder herbeigeführte Krise, um eine derlei latent unzufriedene und gewaltbereite Befölkerung 'runzukriegen. Sowas wie eine Weltwirtschaftkrise, ein Anschlag, ein Feind usw.

Damals wählten sich die Deutschen ihren Hitler, der ihnen Besserung versprach, und keiner las seine Bücher. Man tat seine Reden als harmlos ab oder dachte, man könnte ihn schon kontrollieren. Sie wählten sich ihre Demokratie ab. Er war nicht dumm, und wusste genau wie er Schritt-für-Schritt vorgehen musste, um zuerst Kritiker zu entfernen und letztendlich dann seinen eigentlichen Plan (die Tötung der Juden) umzusetzen. Dieser war im wichtiger als alles andere. Und die Leute machten mit, oder verschlossen die Augen.

Heute wählen sie Muslimbrüder und lesen nicht den Koran bzw. ignorieren was "Gelehrte" reden. Und wählen wieder die ab, die ihnen eigentlich die Freiheit hätten bringen können. Kritiker werden entfernt, und der eigentliche Plan (nun Missionierung der Ungläubigen, Rückkehr zur vergangen Glorie des Islam) wird verfolgt. Inwiefern die eigentlichen Anführer dies auch religiös oder nur machtpolitisch so sehen kann ich nicht beurteilen. Aber es gibt wieder genügend die hinterher folgen (es braucht nicht so viele: 10-20% Radikale in der Bevölkerung reichen völlig - insofern sind die Reden von wegen "nicht alle Muslime sind so" reinste Augenwischerei. Es waren auch nicht alle Deutschen so. Es ist aber nicht jeder ein Held. Wäre auch zuviel verlangt.

Damals wie heute waren die Länder drumrum nicht besonders sensibel und hilfreich. Gaddafi und Hussein zu entfernen waren fundamentale Fehler, die möglicherweise nicht mehr korrigierbar sind. Die damalige Appesementpolitik war ebenso falsch. Man hätte viel früher einschreiten sollen. Allerdings haben andere schon damals gute Geschäfte mit Hitler gemacht...
Und die Amerikaner wussten ziemlich genau, daß D damals eine wirtschaftliche Weltmacht war, und sie nahc dem Krieg diese Rolle übernehmen werden. Also da war sicher Berechnung dabei, erst spät einzugreifen...

Also alles scon mal dagewesen.
Man scheint aus der Geschichte nicht zu lernen.
Frustrierend nur, daß diesmal die Warner als rechtsnationale Rassisten - selbst aus den "eigenen Reihen" diffamiert werden. Man scheint wieder mal den Kopf in den Sand zu stecken, und hoffen, daß sich alles schon irgendwie von selbst regeln wird.

Das war jetzt mal lang... Gute Nacht.

Kommentar von FreundGottes ,

Ich denke schon, daß diese Grundstimmung i.e. das gesellsch. Unterbewusstsein ursächlich mit zum 1. Weltkrieg geführt hat.

Eigentlich ist es in diesem Zusammenhang unwichtig, aber irgendwie doch wichtig, weil Geschichte sich immer wiederholt und kaum einer merkt es.

Ich denke Österreich und Deutschland wurde gerade wegen ihrer liberalen Geisteshaltung und dem daraus resultierenden Erfolg mit Krieg überzogen. Z.B. der serbische Attentäter Gavrilo Princip wurde nicht zum Tode verurteilt. Er starb auch nicht wegen schlechter Behandlung, sondern weil er Krebs hatte. Er wurde im Verhör auch nicht gefoltert. Allerdings setzten die Österreicher ihn unter Drogen, Skopolamin mit Morphium um genau zu sein, so dass er keine Hemmungen hatte alles zu gestehen. 

Die Serben dachten sich, dass doch eigentlich Bosnien-Herzegowina Teil von Serbien sein sollte, weil die Menschen dort serbo-kroatisch sprechen. Diese Menschen dort waren aber Muslime, die ihren Glauben behalten wollten. Dies wäre unter den den serbischen Superchristen nicht möglich gewesen, während Österreich als Vielvölkerstaat allen moderne Minderheitenrechte  zugestand, von denen sich die Engländer noch heute eine Scheibe abschneiden könnten. 

Und so hatten sich die Serben ausgemalt, der sterbenskranke Princip würde sich nach dem false-flag-Attentat selber töten und die Österreicher in ihrer Wut ungehemmt gegen die Bosnier vorgehen, so dass diese dann doch lieber ein Teil von Serbien werden wollten. Ob hinter dem Attentat der serbische König stand, oder nur der serbische Geheimdienst, konnte nie geklärt werden.

Die Österreicher schlugen dann Deutschland als Vermittler zwischen Österreich und Serbien vor (als Opfer hatten sie nach dem internationalen Völkerrecht das Recht dazu) und boten dem serbischen König an, mit einem Bauernopfer davon zu kommen. Aber der hatte schon die Garantien von Russland, Frankreich und England ... Russland wollte im Panslavismus voran kommen, Frankreich wollte Elsaß-Lothringen zurück und England dachte mit der Zerschlagung von Deutschland und Österreich für immer die Weltmacht Nr. 1 bleiben zu können. Die USA waren damals noch nicht so und wurden von England hinters Licht geführt.

Kommentar von sarahj ,

jetzt sind wir ganz schön vom Thema abgekommen... ;-D

ich versuche mal zusammenzufassen:

- Es gab und gibt gewisse Kreise die einen längerfristigen Plan verfolgen. Typischerweise geopolitische. Seltener - aber auch vorkommend - irrationale.

- Sie brauchen dazu die Unterstützung der Bevölkerung (Geld) und Kanonenfutter (Soldaten).

- Die Bevölkerung muss bereit sein sich darauf einzulassen; man muss sie "mürbe" machen, denn eigentlich will niemand Krieg und Vernichtung.

- Wenn die Zeit reif ist, genügt ein relativ kleines Ereignis um die Sache eskalieren zu lassen. Das kann eine false-flag Aktion sein (und war es vermutlich in den allermeisten Fällen)

Ich habe mal eine lange Nacht durch mit einem sehr intelligenten amerikanischen Juden über den Holocaust diskutiert. Er ist Libertarian, hat also ziemlich extreme Ansichten, was Selbstverantwortung angeht.
Der sagte: "jede Bevölkerung kriegt die Gesellschaft, die sie verdient."

Und da hat er Recht:

hätten damals die Deutschen gesagt: "nö - wir sehen nicht ein uns in diesen Krieg ziehen zu lassen. Ihr (Regierung) habt da dumme Garantieverträge in unserem Namen abgeschlossen." ...

Heute:
Die Muslime lassen sich in was reinziehen, was sie vermutlich eigentlich nicht wollen. Sie wählen sich aber (arab. Frühling), sobald sie die Möglichkeit dazu haben, gefährlich rückständige Regierungen, die ihnen (->Hitler) gleich ihre Rechte wieder nehmen.

Wir hier, lassen uns gerade wieder in was reinziehen. Freiheit am Hindukush verteidigen? Mehr Verantwortung der Deutschen? Natoerweiterung nach Osten?
Auch wieder überall Beistandsverpflichtungen, die uns in etwas hineinziehen können, was eigentlich keiner will. Auch, und insbes. sehe ich hier die Ukraine als noch größere Gefahr als den Nahen Osten.

Gehen Millionen auf die Strasse? Hier? Muslime dort?

Nöh - keinen interessierts. Wie mein Freund Dave sagte: wir kriegen was wir verdienen.

Kommentar von sarahj ,

Habe noch was wichtiges vergessen (aber das sind nur persönlice Vermutungen):

Die Saudis habe einen Deal mit ihren religiösen Führern: sie dürfen ihren radikalen Waha-Fundamentalismus in alle Welt exportieren und im eigenen Land die Strengen spielen, werden dabei finanziell unterstützt. Im Gegenzug lassen sie dafür die reichen Saudis in Ruhe ihr Geld scheffeln und auch Flugzeuge voll Prostituierte aus EU einfliegen, unn ihnen ihren Spaß.
Ein win-win Deal.
Daher können die Saudis auch selbst keine Flüchtlinge reinlassen, ohne daß die eigenen religiösen Führer dagegen protestieren. Sowei geht dann die "Bruderliebe" dann auch nicht, daß man sein gemachtes, bequemes Nest in Gefahr bringt.
Die USA und EU drücken alle Augen zu, weil sie das Öl brauchen.

Kommentar von sarahj ,

danke für's ⁕-chen

Antwort
von tcmert, 35

Der IS Anführer ist ja wegen USA so radikal geworden, er war früher ein normaler Mensch, hat auch studiert und so, aber dann hat USA ihn ohne Grund ins Gefängnis in Irak gebracht, nur weil er wie ein Terrorist aussah, aber keiner war. In dem Gefängnis wurde er auch gefoltert. Und so wurde er zu einem bösen Menschen. Wenn die USA nicht so wäre früher, gäbe es auch nicht den IS. Außerdem ist das in jeder Doku so

Antwort
von 3plus2, 20

Weil die IS Islamisten leichtgläubig sind und alles machen was im Koran steht zB. das mit den 72 Jungfrauen als Belohnung usw.

Antwort
von Fielkeinnameein, 73

Hey,

diese Frage ist sehr komplex und doch eigentlich so einfach zu beantworten. "Man erntet, was man sät" Das soll bedeuten, dass man die Konsequenzen seines Handelns früher oder später zu spüren bekommt...

Die Geschichte beginnt beim "Krieg gegen den Terror" (der ein schlechter Witz ist) und wird erst dann enden, wenn der Nahe Osten keine Ressourcen mehr hat. Denn dann haben die USA auch keinen Grund mehr vor Ort aktiv zu sein.
Solange dies aber der Fall ist wird der Nahe Osten niemals zur Ruhe kommen. Wenn der IS eines Tages tatsächlich besiegt ist, wird einfach ein neues Feindbild erschaffen und das ganze Spiel geht wieder von vorne los.

Der IS konnte nebenbei so mächtig werden, weil man ihn hat so mächtig werden lassen. Die USA haben es halt hingenommen denn sie wussten schon früh vom IS. Spielt ihnen ja in die Hände.

Das mit den Waffen usw wurde ja schon beantwortet.

Mfg

Antwort
von LiWang, 68

Eine Erfindung von den USA und durch die USA gefördert. NWO = New world Order

Kommentar von makky96 ,

Den Gedanken habe ich letztes Mal auch gehabt, wie gesagt : Da hat die USA mal wieder ihre Finger im Spiel. Erst mal bilden die die Terroristen aus und dann tun die so als würden die die bekämpfen.

Ich vermute mal dass die das gewollt machen, die schicken die Terroristen in diese Länder, damit die Einwohner zu Flüchtlingen werden und weil Deutschland die Türen "offen" hat kommen die dann nach Deutschland als "Flüchtlinge" aber dann um hier dann Unruhen zu veranstalten damit die USA auch in der deutschen Suppe mit rühren kann. Die können es auch nicht sein lassen!

Kommentar von LiWang ,

Ich stimme dir vollkommen zu so sehe ich es auch

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