Unsere Nachbarin ist gestern gestorben. Am Mittwoch ist die Beerdigung. Ich bereite mich gründlich vor, um nicht im heulenden Elend zu versinken. Was sagt man bloß zu dem armen Mann? "Herzliches Beileid" ist mir zu unpersönlich!

Wenn Du ihm schweigend die Hand reichst, wird er das auch verstehen. Ihm wird es in der Situation sicherlich noch schwerer falle zu reden.

In den Arm nehmen und gar nichts sagen. Bei meinem Vater mußte ich mehr als 200 mal "Danke" sagen. War echt hart.
Will man als trauernder Witwer von jedem in den Arm genommen werden??
Nachtflug am 1. November 2008 18:14 Sicher nicht von jedem!
Du wirst sehen, dass geht von selbst.
Die Kondolenzschlange ist so lang, dass man am Besten nur sagt "Es tut mit so Leid" und gibt ihm die Hand oder wenn du ihn besser kennst eine kurze Umarmung
butz1510 am 1. November 2008 18:10 Das ist eine der ersten brauchbaren Antworten, die ich von Dir lese. Dafür einen Daumen! Weiter so!
Tja auch ein blindes Huhn....
butz1510 am 1. November 2008 18:13 In der Tat! ;-)
Dann biete ihm vielleicht zusätzlich Deine Hilfe und Gesprächsbereitschaft an.
Mein innigstes Beileid und wenn du uns brauchst wir sind jederzeit da.
Warum ist das zu unpersönlich? Dein Beileid ist doch wirklich herzlich, oder? Meiner Meinung nach ist das das beste was du sagen kannst, mit einer festen Umarmung!

Und wenn dir die Tränen kommen, dann ist es auch okay ... ebenso, wenn du in dem Moment "sprachlos" bist. Auswendig gelernt irgendwas sagen, bringt es auch nicht so wirklich. Sag, was dir gerade in dem Moment einfällt und wenn keine Worte, sondern nur Tränen kommen, ist es auch okay.

Vorher einen kurzen Besuch abstatten und kondolieren, dabei darfst Du auch ruhig weinen.
Am Grab nur ein wortloser Händedruck.
Mit Nichtssagen kann man soviel mehr ausdrücken und rüberbringen, als mit einem Worte, das das nicht vermag!
So meinte ich das auch.