Frage von sophie4343, 155

Wie kommt man von Drogen weg?

Ich habe jemanden gefunden der mir wirklich aus der patsche helfen will. Kann man das einer einzelnen person zutrauen? Ich liebe ihn wirklich sehr und er liebt mich, aber ich habe angst, dass ich das nicht schaff oder das ich ihn runter zieh.

Er hat mich vor die wahl gestellt, entweder er bringt mich von den drogen weg und ich versuchs oder er ist weg. Er probiert echt alles damit ich wegkomm und wieder ein normales leben habe.

ABER mein erster gedanke war, die angst davor, keine drogen mehr nehmen zu können. Mein zweiter war: "Wie schaffe ich es weiterhin meinen rausch zu bekommen ohne ihn zu verlieren??" Und mein dritter war erst: "Ich denke, dass er mir doch wichtiger ist... aber schaff ich das?"

Vielleicht liest das wer der schon einen entzug geschafft hat. Kann mans überhaupt schaffen wenn man so denkt?? Im grunde will ich ein normales leben, aber was mach ich wenn ich bock auf rausch hab und es mir schlecht geht?

Kann eine einzelne person es schaffen jemanden bei einem entzug zu helfen ohne selbst daran zu zerbrechen??

Bevor er mir gesagt hat er holt mich da raus, war es mir noch nicht mal bewusst dass ich da so tief drinnen stecke. Ich habe nicht nur einfach angst, ich bin total überfordert!!

Ich bin für jede Antwort dankbar!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von blackydog1, 80

Du musst dir überlegen wie sehr dein Leben gef1ckt wäre wenn du auf den einzigen Menschen der dir helfen will verzichtest und bei deinen Drogen bleibst. Ich glaube dass muss ich hier jetzt nicht durchkauen. Dein Leben wäre dann kurz gesagt total kaputt. Und dann liegst du irgendwann im Sterbebett und blickst auf dein kaputtes Leben zurück in dem du nichts erreicht hast und auf nichts stolz sein kannst.

Wenn man das als Normaldenkender Mensch so betrachtet dann fällt einem die Wahl zwischen den Drogen und deinem Freund gleich viel leichter. Zudem müsstest du jetzt auch einen Motivationskick bekommen. Wer will denn schon ein zerstörtes Leben nur wegen ein paar Räuschen.

Hoffe ich konnte helfen, mfg Moesenfurz!

Kommentar von sophie4343 ,

Das problem ist, das ich vor kurzer zeit erst beschlossen habe auf mein leben so richtig zu sch*** und mich solange mit drogen vollzupumpen bis es eben nimmer geht. Mein leben ist eigentlich immer schon gefi**t. Dann kam er und zeigte mir mehr... jetzt hab ich panik.

Kommentar von blackydog1 ,

Ein Grund mehr mit den Drogen aufzuhören. Es würde ja auch vollkommen reichen wenn du es auf Gras belassen würdest. Das Problem bei solchen Leuten wie dir ist dass sie dannach direkt wieder "mehr" wollen weil sie es gewohnt sind. Lass dir daher lieber durch den Kopf gehen wie wertvoll das Leben ist. Von einer Wiedergeburt nach dem Tod kannst du nicht ausgehen. Wenn du tot bist dann ist es höchstwahrscheinlich vorbei. Wenn du ein zweites Leben hättest würde es mehr Sinn machen dann kannst du in dich in einem Leben mit Drogen zupumpen und im anderen "richtig" leben. Doch dem ist nun mal nicht so.

Deswegen hör unbedingt damit auf! Heirate und gründe eine Familie. Vielleicht ist er ja der Mann fürs Leben. Und genieße die unbegrenzten Möglichkeiten die dir nach der Überwindung deines Problemes offen stehen.

mfg, moesenfurz!

Kommentar von sophie4343 ,

Du hast ja recht. Ich versuchs besser zu machen, vielleicht geht ja doch mehr, auch wenns bis jetzt einfach durchgehend sch*i** war.

danke moesenfurz 

mfg 

Kommentar von blackydog1 ,

Freut mich sehr dass ich helfen konnte!

mfg, moesenfurz

Antwort
von JaniXfX, 40

Hallo Sophie,

ganz klar auf den Punkt: am erfolgreichsten sind Entzüge, wenn es sozialen Rückhalt gibt (den hast Du) und wenn die Betroffenen professionelle Hilfe, ggf. mit stationärem Aufenthalt und kurz- bis mittelfristiger Loslösung vom Alltagsumfeld, annehmen (den brauchst Du noch).

Viele Erfolg!

Antwort
von 2354cannes, 65

Ich glaube,Sie brauchen professionelle Hilfe, eine  Entziehungskur.Wenn er Ihnen droht,wegzugehen,falls Sie weiter Drogen nehmen, dann will er Ihnen einerseits helfen,aber andererseits auch nicht,denn es könnte ja sein, dass Sie rückfällig werden und es nicht alleine schaffen.

Kommentar von sophie4343 ,

Ich seh und hör wie er das sagt, er wird nicht verschwinden. Kann man eine entziehungskur machen und trotzdem studieren und arbeiten?

Kommentar von 2354cannes ,

Warum nicht? Studieren und arbeiten ist positiv und zeigt, dass Sie noch viel in der Hand haben ,um eine Besserung Ihrer Lage herbeizuführen.

Antwort
von loeweufdapiste, 49

Sowas ist ja echt nicht einfach

Aber vielleicht geht das ja auch wenn man erst mal versucht viel weniger zu nehmen und dann immer mehr aufhören

Kann ja sein dass seine liebe völlig als rausch ausreicht (ihhh liebe :'D) weil einen rausch will man ja um in eine schöne Welt einzutreten, aber wenn du stattdessen ihn hast braucht du garkeinen rausch? Ist das möglich?

Kommentar von sophie4343 ,

Ich hoffe eh dass der leibesrausch reicht aber es ist leider ein bisschen schwieriger als ich dachte. :P

Antwort
von waldheiny, 46

Wenn Du fliegen lernen willst...dann brauchst Du einen Piloten...und dieser Pilot wurde sehr gründlich und kompetent ausgebildet um Dich durch die Lüfte zu begleiten... Würdest Du mit irgend jemandem in einen Flieger sitzen der vielleicht etwas Ahnung vom Fliegen hat? Ich denke nein! Und genau so ist es auch mit Deinem wegkommen wollen von den Drogen.Du brauchst einen Arzt der sich richtig gründlich auskennt,der speziell in diesem Gebiet Erfahrung hat. Genau das und nichts anderes! Glaub mir! Nehme die Besten - wenn Du ans Ziel kommen willst!

Antwort
von Sonnenstern811, 68

Ich habe lange in einem Drogenviertel gearbeitet, allerdings nicht in diesem Bereich, aber mit viel Publikumsverkehr. Furchtbar aussehende Gestalten, Mädchen schafften an.

So viel wie ich weiß, wird es ohne professionelle Hilfe sehr, sehr schwer werden.

Dein Freund ist ok, es ist völlig richtig, was er macht.

Ruf doch einfach mal eine Drogenberatung an.

Antwort
von mychrissie, 21

Sei froh, dass Dir jemand helfen will.

Übrigens kann es durchaus auch ein "Rausch" sein, wenn man plötzlich seine eigene Fähigkeit zur Selbstdisziplin entdeckt und merkt, dass man auch ohne Chemie fröhlich und glücklich sein kann.

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