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Wie kommt es zu sturzartigen Verkäufen an der Börse?

gefragt von karle am 21.01.2008 um 20:50 Uhr

Heute kam es ja zu großen Verlusten an der Börse. Wie kommt es zu schlagartigen Verkäufen. Wer rät den großen Anlegern dazu? Denn "wir Kleinen" kriegen das ja so schnell gar nicht mit.


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anonym
beantwortet von Bruno am 21. Januar 2008 20:54
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Die Wirtschaftsnachrichten verbreiten heute die Mitteilung, dass es nicht mal die Boersenspezialisten wissen, Wuesste es jemand, oder gar mehrere, sie wuerden steinreich, denn sie alle koennten immer im richtigen Augenblick die richtigen Transaktionen abschliessen.


vollyhn
beantwortet von vollyhn am 21. Januar 2008 20:57
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Viele Privatanleger arbeiten schon mit Computerprogrammen, die im Voraus für einzelne Aktien einen Kurs eingestellt bekommen, wann online ein Verkaufsauftrag gegeben werden soll. Diesen Verkaufskurs stellen die Anleger häufig auf Empfehlung ihres Bankers oder eines Börseninformationsdiestes ein. Soll der Verhinderung großer Verluste bei starkem Kursverlustdienen. Der Verkauf senkt den Kurs, viele Verkäufe senken den Kurs stärker, dann kommen die nächsten Anleger mit dem nächst niedrigen Eingabewert und wieder wird automatisch online verkauft. Das geht ruckzuck, Kurs wird online abgefragt in Echtzeit und sofort läuft der Automatismus. So wie früher, als die Privatanleger am nächsten Tag aus der Zeitungeinen leichten Kursverlust ablasen und dann verkauften, geht es heute bei vielen Anlegern nicht mehr.


Bedburdyck
beantwortet von Bedburdyck am 21. Januar 2008 21:12
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Viele Anleger sichern ihre Wertpapiere mit einem Stop Loss-Kurs nach unten ab. Sinkt der Kurs der Aktie auf diesen Kurs, wird diese automatisch durch das Computersystem der Bank verkauft.

Da heute die Kurse auf breiter Front in den Keller gerutscht sind, wurden wegen Stop Loss sicher viele Aktien verkauft. Das führte dazu, dass die Kurse noch mehr nach unten gingen.


Patron
beantwortet von Patron am 21. Januar 2008 21:03
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die aus usa kommende börsen-krise wegen hypotheken- und grundstücks-geschäften und -pleiten ist noch längst nicht vorbei. sie beruht im grunde auf einer großen lüge. diese lüge besteht darin, dass heutzutage grund und boden als ware bezeichnet und gehandelt wird, dabei ist der erdboden doch vergleichbar mit der luft, die allen gehört und nicht gehandelt wird. luft ist selbstverständlich ein grundrecht, auch ohne dass es in der verfassung steht. währenddessen wird das persönliche eigentum an grund und boden in unserer verfassung als allerhöchstes gut geschützt. waren, die gehandelt werden, stellt man her. grund und boden kann niemand herstellen, seine völlig falsche einstufung als ware ist eine lüge.

nach dieser vorrede sei auf die folgen hingewiesen: eine lüge kann nur negative folgen haben. wenn auf einer lüge ganze wirtschaftliche imperien von höchster größenordnung errichtet werden, dann wird dadurch nicht etwa die lüge zu einer wahrheit, sondern es werden die negativen folgen immer gigantischer. das letzte mal war 1929, als am "schwarzen freitag" die börsen zusammenbrachen, ebenfalls wegen gehlinvestitionen in grundstücksgeschäfte. die folgen waren weltweit enorme arbeitslosigkeit und politische katastrophen wie der nationalsozialismus, der dann als ansteckende krankheit in den köpfen für 50 millionen tote sorgte.


liebe leser, bitte einfach mal unbefangen hinsehen auf die tatsache, dass grund und boden irrtümlich als ware gehandelt wird, und bitte erkennen, dass dieser vorgang schlicht als eine lüge bezeichnet werden muß. aber womöglich muß die menschheit die folgen dieser großen lüge noch mehrfach erdulden, ehe die einsicht wächst...


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 21. Januar 2008 21:31
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Abgesehen vonb der Technik, die vollyhn gut erklärt hat, spielt an der Börse immer auch die Psyche eine Riolle.

Die Krisen sind seit Monaten bekannt. WEr lesen und denken kann wusste schon vor einem Vierteljahr, dass es krachen wird und hat damals schon verkauft.

Jetzt wo die schlechten Nachrichten da sind, kriegen alle eine volle Hose. panische Angst, die lieben Talerchen zu verlieren...

Wer an die Börse geht, sollte immer nur das Geld einsetzen, das er auch zu verlieren bereit ist. Und - wie Fürstenberg schon sagte: "kaufen wenn die Kanonen donnern" - neudeutsch: Buy on bad news.


regideur
beantwortet von regideur am 21. Januar 2008 21:03
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Die Börse reagiert auf Nachrichten mit Käufen oder Verkäufen. Aber auch Gefühle spielen eine Rolle. Wenn Anleger denken dass sie einen guten Kurs haben und er nicht weiter steigen wird werden sie verkaufen (Gewinnmitnahme). Andere sehen das ein Kurs um X% fällt und haben Angst um Verluste z.B.: wegen Lohnforderungen, Rechtstreite.... Andere brauchen einfach Geld und verkaufen zu jedem Preis. Es ist übrigens möglich eine Aktie zu verkaufen wenn sie ein bestimmtes Kursziel erreicht hat. Das ist sowohl nach oben wie auch nach unten möglich. Wenn das Kursziel x ist und erreicht wird, werden alle Aktien verkauft von allen Anlegern die das so eingerichtet haben. Es wird in jeden Fall einen fallenden Kurs zur Folge haben wenn es viele Aktien betrifft.


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