Wie kommt es zu Alphastrahlungen und wie entstehen Elektronen bzw Protonen?

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2 Antworten

1) Der genaue Prozess ist natürlich kompliziert. Du kannst es dir aber so vorstellen, dass ein instabiler Atomkern sich durch Aussendung von Strahlung stabilisiert. Hier findest du mehr dazu (wenn du einigermaßen Englisch kannst): 

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2) Uratom? Nie gehört. Nur dass die Materie am Anfang verdichtet war. Nach dem Urknall gab es noch gar keine Atome. Erst die Bausteine der Atome, die sich mit der Zeit zusammenfanden. Aus dem Quark-Gluon-Plasma (googlen, wenn es dich interessiert) entstanden dann die Protonen und Neutronen, die sich irgendwann mit den Elektronen zu einfachen Atomen verbanden. Von Uratomen habe ich nie gehört.

Zudem ist das Elektron keine Antimaterie zum Proton. Das Antiteilchen des Protons heißt Antiproton, das des Elektrons Positron.

Wie kam es zum Urknall? Tja, eine der größten Fragen der Physik, wenn nicht die Größte.

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Kommentar von Spicey112
19.12.2015, 11:35

Danke für das Video :) 

Das mit dem Uratom ist eine Theorie von Georges Lemaître, abgeleitet von der offiziellen.

 

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Bei der α-Strahlung wird ein Helium-Kern, also ein Paket aus je zwei Protonen und Neutronen, aus dem Kern geschmissen. Konzeptuell ist das nicht schwer zu verstehen, da der Kern ja aus aus Protonen und Neutronen besteht. Da kann schon mal was wegbröseln.

Im Detail ist es ein bißchen tricky, weil der Helium­kern raus­tunnelt. Die An­ziehungs­kräfte inner­halb des Kerns sind ja extrem stark, und wenn man das naïv betrachtet, sollte sich eigentlich niemals etwas ablösen können. In der Quanten­mechanik führt Naïvität aber selten zum Ziel. Der Tunneleffekt macht es aber möglich.

(Der heißt übrigens deshalb so, weil es da eine Analogie zu einem Tunnel gibt: Wenn ein Gebirge so hoch ist, daß man nicht drüber­kommen kann, dann bleibt immer noch die Chance, ein Loch zu bohren und über einen Tunnel zu entkommen.

Der Urknall ist dagegen extrem tricky. Wirklich verstanden hat ihn keiner, weil man dazu eine Theorie der Quanten­gravitation braucht, und die kennen wir leider nicht (die Suche danach geht bald ins hundertste Jahr). Trotz­dem können wir eine Menge nicht­trivialer Aus­sagen über die Zeit sehr knapp nach dem Urknall machen — das setzt aber schon ein bißchen Wissen voraus, sonst wird das (siehe „Uratom“) hoffnungs­loses Gelaber.

Die ersten Atome entstanden übrigens erst ein paar hunderttausend Jahre nach dem Urknall, zuvor war es zu heiß dafür. Allein deshalb kann der Urknall nicht mit einem „Uratom“ begonnen haben.

Ein Beispiel dafür, was wir nicht verstehen: Wo kommt eigentlich die Materie her? In einer bestimmten Phase haben sich die Teilchen gebildet, aber es hätten lt. Theorie eigent­lich (fast) gleich viele Teilchen wie Anti­teilchen sein müssen. Nun finden wir im Universum aber einen Haufen Materie und so gut wie keine Anti­materie. Warum das so ist, gehört zu den Großen Ungelösten Problemen™. Aber über sowas ist es schwer diskutieren, wenn man keine Ahnung von den dahinter­stehenden Theorien hat.

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Kommentar von Spicey112
19.12.2015, 11:55

Welche Materie hat keine Antimaterie?

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