Frage von Strattera1992 12.03.2012

Wie kommt es, dass Menschen mit Asperger-Autismus meistens überdurchschnittlich Intelligent sind?

  • Hilfreichste Antwort von o0Alea0o 12.03.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wie kommt es, dass Menschen mit Asperger-Autismus meistens überdurchschnittlich Intelligent sind? Ich lese meistens über Fälle von Asperger-Autisten, die durchschnittlich, bis weit über den durchschnitt Intelligent sind.

    Medien! Die verbreiten meißtens den Eindruck, dass Asperger überdurchschnittlich intelligent sind mit verhältnismäßig "wenig" Defiziten. Früher wurde eine starke Trennung zwischen Asperger und Kanner (und ggf. auch ADS) gemacht, so gab es viele "Muster-Aspies" die jedoch zufälligerweise einen überdurchschnittlichen IQ hatten.

    Die "sozial-verarmten" aber intelligenten hochmotivierten "Nerds" prägten das Bild vom Asperger noch weiter, sowie auch die Klischees.

    Soweit dem Medieneinfluss, aber auch die Diagnostik ist immernoch ein Problem.

    Zwar ist laut ICD-10 die Intelligenz nicht mal ein Diagnosekritierium für Asperger/Kanner. Jedoch die Sprachentwicklung. Leider sind viele (Asperger-)Autisten spät diagnostiziert, womit noch nicht mal geklärt werden kann ob diese nun wirklich eine verzögerte Sprachentwicklung (in dem Fall Kanner-HFA) oder nicht (in dem Fall Asperger).

    Da nun aber die Asperger die "schlauen" und die Kanner die "dummen" sind. Bekommen alle, die wenigstens sprechen können automatisch Asperger als Diagnose. Egal ob sie den "Klischee-Asperger" , "normaler Asperger" oder gar "eigentlich intelligenter Kanner oder ADSler" sind.

    Desweiteren gibt es aber dennoch "Klischee-Asperger aus dem Bilderbuch" mit Sprachentwicklungsverzögerung und "geistigbehinderter Kanner"" ohne Sprachentwicklungsverzögerung.

    Und falls ich nun genug verwirrt habe:

    Es ist einfach ein Spektrum. Das sogenannte Autismus-Spektrum-Störung (kurz: ASS), weil diese Einteilung so wie oben genannt einfach nicht mehr möglich ist. Es gibt keinen 100%-Asperger oder einen 100%-Kanner oder einen 100%-Dazwischen.

    Aspeger zu sein oder die Diagnose zu besitzen heißt nicht gleich einen überdurchschnittlicher IQ zu besitzen oder vor einer Sprachverzögerung geschüzt zu sein. Das gleiche gilt für die anderen Autismus-Arten. Auch wenn sich das "meißtens sind Asperger intelligent" eingebürgert hat und die Leute aus "meißtens" direkt "immer" umformen.


    Nun auf dich bezogen: Sofern ich mich richtig erinnere warst du bereits kurz nach der Geburt auf Autismus diagnostiziert worden.

    Diagnostisch gesehen ist somit fast unmöglich dir Asperger zu diagnostizieren, wie aber schon gesagt, interessiert es sowieso am Ende nichts. Ob da nun "Asperger" oder "Kanner" steht, wenn mitlerweile sowieso gott sei dank von "Autismus-Spektrum" geredet wird und alles unter einem Dach gehört!

  • Antwort von Rechercheur 12.03.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das Asperger-Syndrom wird eher nur bei Menschen mit min. IQ 70 diagnostiziert. Also ab normaler Intelligenz aufwärts. Ob tatsächlich überdurchschnittlich viele Asperger-Autisten im Vergleich zur "Normalbevölkerung" hochintelligent sind, weiß ich nicht, darüber habe ich noch keine Statistik gefunden.
    Ich weiß schon, dass zum Beispiel bei MENSA durchaus einige Autisten Mitglied sind. Aber auch da weiß ich nicht, wie viele das sind im Vergleich zu den Nicht-Autisten.

  • Antwort von kiniro 12.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich kann dir eine Asperger-Autistin bieten, die im sprachlichen Bereich überdurchschnittlich ist - was ich vom Rest nicht sagen kann.

    Könnte vielleicht auch daran liegen, dass sie kaum bis kein Interesse an Mathe hat.

    Wie es kommt? Ich vermute mal, dass es u.a. an ihrem Interessengebiet liegt und sie sich da mehr "reinknien".

  • Antwort von CrazyDaisy 12.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das halte ich für eine verzerrte Wahrnehmung. Richtig ist, dass das Asperger-Syndrom nicht mit verminderter Intelligenz einhergeht. Daraus automatisch auf eine erhöhte Intelligenz zu schließen, ist wohl eher ein Schutzmechanismus frustrierter Eltern. Eltern von verhaltensauffälligen Kindern sind auch meist überzeugt, dass ihre Kinder überdurchschnittlich begabt sind. So lässt sich das "Anderssein" ihrer Sprösslinge eben leichter ertragen.

  • Antwort von Akka2323 12.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das ist das Krankheitsbild. Wenn sie unterdurchschnittlich oder geistigbehindert sind, sind es Kanner-Autisten.

  • Antwort von Sylar2015 12.03.2012

    Weil sie ihre Umwelt anders warnehmen und sich deswegen z.B auf eine einzige Sache genauestens konzentrieren können.

    Albert Einstein konnte das auch.

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