Frage von DesmondDescole, 100

Wie kommt es, dass manche Menschen mit einer sozialen Phobie überhaupt Freunde haben?

(Mal von Angehörigen, Tieren, virtuellen sowie imaginären Freunden und Objekten, die man als solche ansieht, abgesehen...)

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Angst, Psyche, Psychologie, 52

Hallo DesmondDescole,

eine soziale Phobie entwickelt sich ja meist erst in späteren Lebensjahren (ist aber relativ) und bis dahin wurden schon Freundschaften geschlossen, die dann anhalten.

Genausogut kann es vorkommen, dass zwei Menschen mit sozialer Phobie eine bestens funktionierende Freundschaft führen.

Hoffe, Dir mit diesen Beispielen geholfen zu haben.

Schönes Wochenende :)

Antwort
von rotesand, 32

Hallo!

Das kommt ganz einfach davon, weil das auch nette Menschen sein können & es vllt. Freunde gibt, die entsprechend einfühlsam, verständnisvoll und ehrlich sind, sodass auch Menschen mit sozialen Phobien sich verstanden, aufgenommen und ohne Angst verfolgt zu werden in so einer Freundschaft entfalten können.

Hatte selbst einen Freund, der unter Verfolgungswahn litt & vor Jahren bei einem Unfall viel zu früh gestorben ist. Ich lernte ihn an einer Bushaltestelle kennen & er erklärte mir später, dass er mich so sympathisch und ungefährlich fand, weil ich ihn optisch an irgendeinen jungen Pfarrer erinnerte, den er wohl kannte! Wir waren einige Jahre befreundet & haben viel miteinander unternommen, bis er starb.

Antwort
von Shizuma, 2

Meist liegt es eben daran, das solche Leute zuvor schon Freunde gehabt haben. Ich leide selbst an einer Sozialphobie, habe dennoch Freunde die einfach von früher sind. Was allerdings nicht heißt, das Menschen mit Sozialphobie es gar nicht mehr schaffen, neue Leute zu finden. Es kommt auch oft auf die Person selbst an. Mir zb fällt es wirklich sehr schwer, neue Leute kennenzulernen und es kostet mir eine große Überwindung, aber dennoch hab ich es schon einige male geschafft. Manche versuchen, trotz der Angst, sich zu überwinden um den ein oder anderen kennenzulernen. Es ist auch der Fall, dass manche für einen sympathischer wirken, als andere, wodurch man sich auch eher überwinden kann. Aber wie gesagt, ich denke das liegt auch an der Person selbst. Ich hab eine Bekannte die selbst an Sozialphobie leidet, und die ist nicht dazu im Stande Freunde zu haben. Die schafft es einfach nicht, andere kennenzulernen. Meine Freunde sind teilweise aber einfach nur die; die ich schon von früher kannte.

Antwort
von FelinasDemons, 33

Ich leide selbst an einer sozialen Phobie. Ganz ehrlich? Es hat mich immer wieder eine riesen Überwindung gekostet meine jetzigen Freunde anzusprechen. Oft dachte ich auch daran es einfach zu lassen. Aber letztenendes hat es sich irgendwie gelohnt. Zumindest bin/war ich in den Pausen selten allein.

Antwort
von einfachichseinn, 20

Meistens haben diese Menschen vor dem ausbrechen der Phobie einige Freunde und die bleiben dann auch immer noch Freunde, auch wenn ein Mensch eine soziale Phobie entwickelt.

Außerdem äußert sich diese auch sehr unterschiedlich.

Ich habe mal eine Frau kennen gelernt, die Angst vor Menschen hatte, sobald sich mehr, als 3 in einem Raum aufhielten. Mit 2 Personen kam sie gut klar.

Antwort
von musikmensch7, 26

Oft kommt es eben doch zustande. Man muss ja trotzdem irgendwie mal in die Welt raus... Und hat dann mit Leuten zu tun. Und meistens gesellt sich "gleich und gleich" ganz gerne. Wir fühlen uns dann von ähnlichen Menschen angezogen. Da tut man sich dann leichter, irgendwie Anschluss zufinden.

Antwort
von MarkusGenervt, 24

Soziale Phobien werden nicht gleich mit in die Wiege gelegt. Sie entwickeln sich zumeist in der Pubertät oder durch spätere Traumata.

Daher haben auch Menschen, die unter solchen Phobien leiden ein ganz normales Vorleben gehabt, in dem sie auch ganz normale Beziehungen zu anderen Menschen und ihrer Umwelt im Allgemeinen pflegen.

Hinzu kommt, dass solche Phobien diffus sind und aus einer inneren Unsicherheit heraus existieren.

Gerade Freunde und ggf. Familie bieten hier einen sicheren Anker im Leben, der eben jene Geborgenheit, Sicherheit und Verlässlichkeit vermittelt, die diese Menschen dringend benötigen.

So in der Kürze.

Antwort
von warehouse14, 11

Nun, man lernt auch mit einer sozialen Phobie Menschen kennen.

Und manchmal sind da eben welche dabei, die damit klarkommen, daß man nicht angefasst werden will oder eben irgendwann mal sich versteckt, weil man das mit dem Kontakt grad nicht packt.

Und die bleiben erhalten, während man um alle anderen immer noch 'nen Bogen macht. 

Genauso läuft es bei Autisten wie mir.

Meine Freunde sind Leute, die mich nicht zu etwas machen wollen, das ich nunmal von Natur aus nicht sein kann.

warehouse14

Antwort
von Tragosso, 16

Kann übers Internet recht schnell passieren.

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