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Wie kommt es, dass Deutsche so häufig zum Arzt gehen?

gefragt von promed am 14.05.2007 um 19:08 Uhr

Habe vor kurzem eine Studie gelesen, dass die Deutschen im Durchschnitt 5 mal mehr im Jahr zum Arzt gehen als z. B. die Schweden. Wir sind aber nicht gesünder oder leben länger! Warum ist das so?


Reply


streulicht
beantwortet von streulicht am 14. Mai 2007 19:17
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Das Phänomen habe ich als Schweizer bei euch auch schon festgestellt =)

Wenn wir zum Arzt müssen, dann müssen wir. Den erstens warten wir ellenlang auf einen Termin und zweitens zahlen wir horrend viel. Ihr bezahlt ja lediglich die Praxisgebühr einmal im Quartal und habt dann freie Fahrt. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Vielleicht auch aus lauter Langeweile? Einfach mal reinsitzen ins Wartezimmer ;-)


beatcatcher
beantwortet von beatcatcher am 14. Mai 2007 19:32
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also ich denke das kann man sich damit erklären,wenn man mal versucht diesen Kranken-schnitt (der übrigens immer niedriger wird),als kultur-;wohlbefindens-;und wohlstands-spiegel/barometer betrachtet.vorallen dingen aber auch als eigene Arbeitsmarktanalyse zu gebrauchen!!!!!!!-- je rauher das umfeld,oder je schwieriger die erhaltungsmaßnahmen desto mehr ist man selst bereit,und vorallem auch im stande an leistung dafür aufzubringen!wohlstand heißt,anfälligkeit für jedes wewechen! kl.Fallbeispiel:in der steinzeit war ein männl. Jäger im stande sich während der lebenswichtigen Jagd,gebrochene Finger nach z.B. einem sturz selbst zu richten damits weitergeht.als vergleich dazu, david beckhäm der damit er seine sippe mit nahrung versorgen kann, ball spielt und wahrscheinlich schon ohnmächtig wird,wenn ein fingernagel bricht,oder die waage,mit seiner frau darauf,mehr wie 24kg anzeigt! :-) ich denke man erkennt meinen gedanken dabei,und mir nimmt niemand das beispiel "beckham"übel,was halt einfach nur typisch ist für die moderne welt! hoffe ich konnte bei einer antwort helfen. mfg, S.L.

Kommentar von Simple_avatar3smallstreulicht am 14. Mai 2007 19:37

Ich liebe dich direkt für deinen trockenen Humor mit Beckhäm =) Und gebe dir völlig recht mit den wewechen!

Kommentar von Df3b742fcd53b2806bba872a07943cddsmallbeatcatcher am 18. Mai 2007 12:07

wow,vielen dank fürs tolle kompliment!

MfG, S.L.


Rolf u. Högemann
beantwortet von Rolf u. Högemann am 14. Mai 2007 22:06
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Und es wird uns Deutschen ja auch durch alle Medien eingebläut, lieber einmal zuviel zum Arzt zu gehen als zu wenig - es KANN ja was Ernstes sein, und dann muss man früh genug zum Arzt, damit man merkt, wenn man Krebs im Anfangsstadium hat - Hämorrhoiden oder Darmkrebs, das ist hier die Frage!


Edgar Niklaus
beantwortet von Edgar Niklaus am 14. Mai 2007 19:47
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Kann es nicht auch so sein, dass wir zu etwas zu hippochondrisch veranlagt sind? Wir hatten in Deutschland auch schon die höchste Anzahl Krankheitstage von ganz Europa. Derzeit ist die Rate sehr viel niedriger. Was nicht heißen soll, das man nicht zum Arzt gehen soll wenn man krank ist. Wenn man krank ist ist man krank und bleibt auch besser zu Hause.

Kommentar von 906a0bbe98354ac23e7a8bb90821dd59smallWildeFee am 14. Mai 2007 20:09

Was hat der eingebildete Kranke mit Pferden zu tun? ;) Hypo, nicht hippo.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallEdgar Niklaus am 14. Mai 2007 21:10

Klar :-))


anonym
beantwortet von smatzen am 14. Mai 2007 23:02
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Kann ich gar nicht nachvollziehen. Die Sprchstundenhilfe musste meine Karte vorgestern ersteinmal ausgraben, mein letzter Besuch war über zwei Jahre her. Nicht schlecht, habe ich 80 Euro Praxisgebühr gespart.





anonym
beantwortet von lilli70 am 14. Mai 2007 19:13
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Ich denke, weil wir in Deutschland ein recht gut gehendes Gesundheitssystem haben. Man fühlt sich einfach besser, wenn man durchgecheckt wurde.


WildeFee
beantwortet von WildeFee am 14. Mai 2007 20:19
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Wurden ja schon einige Spekulationen angestellt.

Es gibt in DE schon eine große Arzthörigkeit, die mich manchmal in ihrem Ausmaß erschreckt und von der ich mich auch frage, woher sie kommt, und ob sie nicht durch Medien von der Pharmaindustrie oder sonstigen Lobbyisten gefördert wird, indem die Menschen hier sehr verunsichert werden.

Man sieht es auch hier bei GF: bei den meisten Gesundheitsfragen wird regelmäßig beinahe einstimmig nach dem Arzt gerufen (Geh zum Arzt! Frag den Arzt! Laß das vom Arzt checken! usw.), häufig sogar sehr nachdrücklich. Das ist a) nicht immer so dringend nötig, wie die Antwortenden es darstellen, und b) meine ich, derjenige kann es doch selbst entscheiden.

Aber es gibt neben der geschürten Angst vor Krankheiten einen weiteren Aspekt: wir haben sehr viele ältere und alte Menschen in Deutschland, die zum gar nicht geringen Teil sehr einsam sind. Diese Menschen finden im Zuspruch des Arztes manchmal ihre einzige menschliche Zuwendung.

Traurig genug ist es: Unsere Gesellschaft grenzt so viele Menschen aus, gerade Ältere (da werden ja sogar viele Behandlungen nicht mehr gezahlt, weil es nicht lohnt! :( ); das muss irgendwie aufgefangen werden, und im Falle der älteren Menschen, die niemanden zum Reden haben, niemanden, der sich sonst kümmert, ist der Arztbesuch einfach eine legitime Art, ein wenig Kontakt zur Aussenwelt aufrecht zu erhalten. Dazu kann man sicherlich auch den Friseurbesuch zählen.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 14. Mai 2007 20:27
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Leider habe ich dazu jetzt keine detaillierte Statistik, könnte mir aber vorstellen, dass diese Aussage primär für Versicherte bei AOK & Co gilt - nach dem Motto: "Dafür habe ich ja schliesslich bezahlt, dann kann ich es auch nutzen."

Bei Privatversicherten, die meist einen nennenswerten Anteil aller Behandlungs- und Medikamentenkosten selbst tragen müssen, weil eine 100%-Versicherung sehr teuer wäre, dürfte das etwas anders aussehen.

Auch hier bei GF raten bei Fragen zu irgendwelchen Beschwerden nach meinem Eindruck vier von fünf Antwortenden, man solle "unbedingt" sofort zum Arzt gehen - auch wenn in vielen Fällen Hausmittel und Abwarten das Problem vermutlich genausogut lösen könnten.


beatcatcher
beantwortet von beatcatcher am 14. Mai 2007 19:32
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also ich denke das kann man sich damit erklären,wenn man mal versucht diesen Kranken-schnitt (der übrigens immer niedriger wird),als kultur-;wohlbefindens-;und wohlstands-spiegel/barometer betrachtet.vorallen dingen aber auch als eigene Arbeitsmarktanalyse zu gebrauchen!!!!!!!-- je rauher das umfeld,oder je schwieriger die erhaltungsmaßnahmen desto mehr ist man selst bereit,und vorallem auch im stande an leistung dafür aufzubringen!wohlstand heißt,anfälligkeit für jedes wewechen! kl.Fallbeispiel:in der steinzeit war ein männl. Jäger im stande sich während der lebenswichtigen Jagd,gebrochene Finger nach z.B. einem sturz selbst zu richten damits weitergeht.als vergleich dazu, david beckhäm der damit er seine sippe mit nahrung versorgen kann, ball spielt und wahrscheinlich schon ohnmächtig wird,wenn ein fingernagel bricht,oder die waage,mit seiner frau darauf,mehr wie 24kg anzeigt! :-) ich denke man erkennt meinen gedanken dabei,und mir nimmt niemand das beispiel "beckham"übel,was halt einfach nur typisch ist für die moderne welt! hoffe ich konnte bei einer antwort helfen. mfg, S.L.


anonym
beantwortet von Boldtbregu am 15. Mai 2007 08:32
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Also, ich drücke da den Schnitt wohl ganz gewaltig, gehe zur Vorsorge beim Zahnarzt und Frauenarzt, sonst eigentlich nie...


daddbr3
beantwortet von daddbr3 am 15. Mai 2007 09:03
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Dahinter steckt System. Der deutsche Bürger wurde durch das KK-System entmündigt: d.h. eine Lobby aus Standesvertretern bestimmt Beiträge und Leistungen und der Bürger kriegt nicht mit, was das kostet. Die Ärzte haben sozusagen ein Selbstbedienungssystem - erwischt wird selten jemand. Wie schon erwähnt müssen die Privaten selbst die Kosten vorstrecken - an anderer Stelle hatte ich schon vorgeschlagen allen Kassenpatienten wenigstens eine verständliche Rechnung zukommen zu lassen - der Schock wäre heilsam und der Missbrauch würde reduziert. Aber wer will das schon bei einem Milliardenkuchen. Die Pharmaindustire hilft mit Parteispenden sicher gut mit - verdienen ja bei uns genug!


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