Wie kommt es, das Ernährung eine Glaubensfrage geworden ist?

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10 Antworten

Ich esse was mir schmeckt und es geht keinen etwas an. Wenn ich trotzdem darüber rede muß ich damit klarkommen, daß andere es kritisch sehen können. Ich rate allen Unentspannten den Stock aus dem Hintern zu nehmen und langsam bis 100 zu zählen, in der Zeit sollte die Erkenntnis reifen daß sich niemand bei Glaubensfragen beeinflussen lässt.

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Soooooooooooooo alt bin ich noch nicht, aber ich bin auch nicht mehr wirklich jung und ich kann sagen: Nein, früher war das nicht so! Irgendwann fing das an, dass "vegetarisch essen" in Mode kam und nun halt die letzten Jahre dieses "vegane essen".

Und die Leute tun sich in der Tat sehr wichtig, sie kennen sich ja schließlich aus! Sie sind nicht so wie alle, schließlich haben sie sich einer bestimmten Ess-Richtung angeschlossen!

Ich denke nicht, dass ein einzelner Mensch es durchhalten würde einfach stillschweigend vegan zu essen. Will sagen: Das "Drumherum" ist wichtiger für diese Menschen, als der eigentliche Sinn. Denn wenn Du überzeugt bist, dass Du nur noch vegan essen möchtest, tust Du es. Aber das schafft meiner Meinung nach niemand, irgendwie muss darüber debattiert etc. werden und wer der Bessere Veganer/ Vegetarier ist usw. usf.

Ich finde das sehr anstrengend, wenn ich das mitkriege, ich denke mir: Haben die keine andern Probleme?

Und früher wurden die Vegetarier blöd angeguckt - heute werden die Allesenden blöd angeguckt...

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Früher gab es das mit sicherheit auch.. mit anderen Themen halt.
Ich denke mal, dass es deswegen so hitzige Diskussionen gibt, weil es auf beiden Seiten immer wieder Leute gibt, die eine andere Lebenseinstellung als die eigene einfach weder tolerieren noch akzeptieren können.

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Naja... Es gibt fleischesser, vegetarier und veganer und es gibt fleischesser, vegetarier und veganer! Ich finde grundsätzlich die idee von vegetaristismus und veganismus ja cool und respektabel wenn man das durchziehen kann. Nur ist das problem, dass das eher eine modeerscheinung geworden ist und bei vielen rein gar nichts mehr mit der ursprünglichen idee zu tun hat! Viele Leute benutzen ihre ernährungsweise um sich dadurch und damit zu identifizieren, was zu dem problem führt, dass in ihren augen alle anderen ernährungsweisen total falsch sind! Und durch das identifizieren durch die ernährungsweise neigt das ganze zur extreme! Ich denke man kann das ganze mit religionen sehr gut vergleichen! Es gibt so viele moslems! Die leben vor sich hin, essen kein schwein, beten zu allah und tun keinem was... Und dann gibts mit der menge verglichen eine handvoll extremisten, die den islam auf eine tafel schreiben um alle ihre extremistischen taten zu rechtfertigen, was in anderen glaubensrichtungen teilweise die selbe extreme auslöst, mit der sie dagegen vorgehen! Und genauso verhält es sich mit der ernährung! Wie schon erwähnt im ersten satz! Jetzt gibts auch vegane extremisten, die es sich zur aufgabe gemacht haben bücher schreiben und genauso sinnlose studien durchführen, die der welt beweisen sollen, wie schlecht es nicht ist tierische produkte zu essen. Und das löst auf der anderen seite auch wieder extreme aus, die sich durch diese polarisierung in ihrer lebensweise gekränkt fühlen und BUMM.... Und zwischen dieser (verglichen mit der masse) handvoll "extremisten" leben wir normalen esser friedlich vor uns hin, die die ernährungsweisen der snderen respektieren. Nur ist es genau wie bei der religion? Von welchen hört man? Von denen, die friedlich vor sich hinleben, oder von denen die laut polarisieren und meinungsmache betreiben? Und so entstehen in der gesellschaft in meinen augen genau 2 schubladen... Fleischesser und veganer, in die auch die auch die friedliebenden hineingeschmissen werden

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Kommentar von Luki333
09.06.2016, 21:52

Und eben die polarisierenden kramen dann eben bei diskussionen ihr "ich-hab-trotzdem-recht-halbwissen" aus dem letzten eck. Ich hab mal in ein veganes forum eine kritische aber berechtigte frage gestellt... Da wurde ich auch erstmal von ein paar übelst beschimpft, bevor sich die gesonneneren zu einer friedlichen diskussion gemeldet haben

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Kommentar von AppleTea
09.06.2016, 23:13

So ist es. Gilt aber für alle Menschen die extrem sind.. und das sind bei weitem nicht nur Veganer sondern hauptsächlich Mischköstler.

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Kommentar von Luki333
09.06.2016, 23:24

Das wollte ich eh klar machen, dass es auf der allesesserseite genauso stumpfe gegenwehr gibt, weil sie sich in ihrem "religiösen" gefühl gekränkt fühlen! Mir kommt es nur so vor als würden die veganer viel stärker polarisieren

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Kommentar von Luki333
09.06.2016, 23:25

Und die fleischfresser sind dann beleidigt und motzen nur blöd zurück... Fällt aber außer "so ein blödsinn, ihr pisser" auch nichts konstruktiveres  ein :D

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Warum ist es so schwer normal darüber zu reden?

Weil viele Veganer ihr "Vissen" verbreiten wollen. Sie glauben die "Vahrheit" zu kennen. Man wird Vegetarier und glaubt mit 16kg-Thesen deeeer Viehzucht-Experte schlechthin zu sein.

Und die Älteren: War das früher auch so?

Ab wann ist was für dich alt?

Ich sag mal so: Ich bin kurz nach der Wende eingeschult worden. Und das im Osten. Internet war hier nicht sofort verfügbar und kam erst später. Und da kostete das ganze noch Geld pro Minute.

In der Schule hat JEDER normal gegessen, es sei denn es hatte jemand eine Allergie oder Unverträglichkeit. Vegetarier oder gar Veganer gab es an meiner gesamten Schule nicht. Wir waren alles Kinder von Eltern, die aus der DDR noch Lebensmittel geschätzt haben. Und wir Kinder wussten auch wie Tiere gehalten werden. Und das war damals bei weitem nicht so modern und fortgeschritten wie heute. Und dennoch gab es keine Ernährungsdogmen.

Und heute sieht man überall nur noch Vegetarier, Veganer, Frutarier, Pescetarier, Paleo, Menschen die auf Gluten verzichten, Menschen, die auf Laktose verzichten, Menschen, die kein Deutsch mehr können und mit Anglizismus-Ernährungsdogmen ihren Alltag gestallten: Cheatdays, Low Carb, High Carb, usw. Und dazu kommen noch dieser ganze Esoterikkram mit Übersäuerung und Entschlacken.

Ich kann echt nur noch mit dem Kopf schütteln. Und die Anzahl der Praktizierenden dieser Ernährungsformen korreliert auf der Zeitachse stark mit der Anzahl der Internetnutzer.

Ich finde es traurig, dass jeder gefühlte Dritte entweder penibel auf tierische Produkte verzichtet oder irgendwelche Kohlenhydrate vorher abzähllt.

Ich vermute mal stark aufs Internet. Weil viele haben erkannt, dass das Internet eine prima Plattform zum Verbreiten von eigenen Überzeugungen ist.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Gruß
Omni

(BG)

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Kommentar von AppleTea
09.06.2016, 23:00

was heißt "(BG)"?

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Kommentar von fhuebschmann
10.06.2016, 00:22

Oder für den Bundesgrenzschutz arbeitest. Omni du scheinst etwa mein alter zu haben. Bin kurz vor der Wende eingeschult worden. Wir haben dann kurz danach rüber gemacht. Und ich kann dir sagen kenne das auch aus dem kapitalistischen Ausland noch das man anfangs für das Internet pro Minute gezahlt hat.

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Kommentar von fhuebschmann
10.06.2016, 00:42

Und als man noch Panik bekommen hat als man,paar Jahre später, versehentlich auf den Browser aufm Handy gekommen ist. Und Angst hatte gleich ne 4 Stellige Rechnung zu bekommen... Jaja von wegen früher war alles besser

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Kommentar von MLPxLuna87
10.06.2016, 22:25

Ich kenne solche zeiten auch noch. Ich bin ohne Internet aufgewachsen. Vegetarier gab es schon viel länger als das Internet. Es macht nur einen Unterschied ob man Vegetarier ist oder sich anderen Vegetariern angeschlossen fühlt. Zum heutigen Unterschied. Oder wie manche es bezeichnen würden, Modeerscheinung. (Nicht nur dir wurden Beiträge gelöscht.)

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ja auch früher war das so.

Bereits die biederen Vegetarier des 19. Jahrhunderts konnten
überhaupt nicht begreifen, dass die Arbeiter not amused waren, als man
ihnen Fleisch, Alkohol, Tabak und Sex madig machte und ihr Leben mittels
reiner Pflanzenkost verschönern wollte, bei gleichzeitiger Lohnkürzung,
versteht sich. Messerscharf wurde schon damals geschlossen, „daß die
Bekehrung zum Vegetarismus von oben herab und nicht von unten herauf
erfolgen müsse“, wie sich ein H. Milbrodt in besagter Zeitschrift Der
Vegetarier äußerte.

Auch heute kennen viele Prediger des Fleischverzichts nur eine
Blickrichtung, nämlich die von oben herab. Sie sind empört, dass es
bockige Bürger gibt, die nicht bereit sind, zugunsten des veganen
Seelenheils auf Burger zu verzichten. Dies könne nur an
gesellschaftlicher Indoktrinierung liegen. Doch dass viele Bürger trotz
des medialen Trommelfeuers skeptisch bleiben, spricht für ihre
Restvernunft. Denn anders als die Propagandisten behaupten, ist eine
vegane Lebensweise keineswegs leicht zu praktizieren, sondern bloß
leicht zu fordern. Der Hype um Vegetarismus und Veganismus beruht seit
jeher nur darauf, dass Letzteres mit Ersterem verwechselt wird.

www.berliner-zeitung.de/gesundheit/veganer-in-berlin-warum-veganes-leben-unsinn-ist-22396672

Vegetarismus kommt ursprünglich von Religion und aberglaube. Wie damals (und sogar heute noch einige Naturvölker) einige glaubten Blut trinken macht stark war eben beim Vegetarismus der glaube an Seelenwanderung. Wer will schon als Sonntagsbraten wiedergeboren werden daher verzichtete man und wollte alle zum verzicht treiben denn schließlich wollte man auch nicht auf dem Teller des nachbars landen.

Und Heute: in Zeiten in denen man Religionen nicht mehr trauen kann und aus der Mode ist sucht man sich eben neue Glaubesnbilder. Manche eben im Essen.

und da es eben auch von manchen zur Ideologie erhoben wird also:

Dogmatisches Behaupten absoluter Wahrheiten
Tendenz zur Immunisierung gegen Kritik
Vorhandensein von Verschwörungstheorien
utopische Harmonieideale
die Behauptung von Werturteilen als Tatsachen.

knallts halt manchmal. Was ja auch verständlich ist.

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Eine sehr gute Frage. Bin immer noch nicht schlau geworden. Kommt auf jeden Fall darauf an um wen genau es geht, aber deren hintergründe...

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wenn ich mit 42 als älter gelte, ja, als ich vor 20 jahren entschieden kein fleisch mehr zu essen war das auch schon so..nur das man blöde  von fleischessern angemacht wurde...das versterständnis war nicht so da..heute ist es fast
 normal..schon alleine weil  die produktpalette   viel gößer geworden ist

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Das ist ein Wohlstandsproblem - wer keine echten Probleme hat, schafft sich welche.

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Kommentar von AppleTea
09.06.2016, 21:18

oder: Wer keine natürlichen Feinde mehr hat, macht sich selbst welche :)

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Soll doch jeder essen was er will ... brauch ich nicht drüber zu disskutieren ...

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Kommentar von MLPxLuna87
10.06.2016, 22:34

Gut gesagt. :)

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