Frage von 8Jupro3, 52

Wie kommt eine Winterdepression zustande?

Jetzt wird es wieder kalt und die Leute reden wieder von Winterdepressionen und Johanisskraut etc. Ich habe mich dabei schon öfters gefragt, wie real dieses Problem ist. Gibt es wirklich eine Winterdepression oder ist das irgendwie eingeredet. Sorry, für die blöde Frage, möchte das keinen unterstellen oder so, bin nur neugierig.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von samm1917, Community-Experte für Depression, 13

Eine wirkliche Winterdepression, also nicht das "sich im Winter einwendig depremiert fühlen", kann soziale sowie biologische Ursachen haben.

Einerseits fehlt es gewissen Menschen vermehrt an sozialer Interaktion. Da die soziale Interaktion ein Grundbedüftnis des Menschen ist, kann die Stimmung ins negative kippen. Diese Form der Winterdepression ist meist wenig stark ausgeprägt.

Andererseits kann eine Winterdepression auch biologische Ursachen haben, was bei der Mehrheit der Fälle der Fall ist. Dabei spielen zwei biologische Stoffe eine entscheidende Rolle.

Im Sommer produziert der Körper durch das Sonnenlicht Vitamin D. Dies fällt im Winter weg. Ein Mangel an Vitamin D kann zu Depressionen führen.

Des weiteren spielt der Botenstoff "Melatonin" eine entscheidende Rolle. Melatonin ist auch als Wach-Schlafhormon bekannt (es reguliert die Wachheits- und Schlafphasen). Durch das Sonnenlicht im Sommer wird das Melatonin schnell abgebaut, im Winter ist bei gewissen Menschen der Abbau durch das fehlende Sonnenlicht gehemmt. Durch das Überangebot an Melatonin kann es zu Winterdepressionen kommen.

Antwort
von Andrastor, 8

Ja, so etwas gibt es tatsächlich.

Das liegt an dem immer weniger werdenden Sonnenlicht, die Tage werden bis Weihnachten immer kürzer und die Nächte länger. Dadurch kann der Körper weitaus weniger Vitamin D erzeugen und auch die Produktion des Glückshormons Endorphin hängt sehr mit direkter Sonneneinstrahlung zusammen.

Es gibt Menschen die das viel stärker beeinflusst als andere, sie reagieren empfindlicher weil ihr Hormonhaushalt instabiler und mehr von der Sonne abhängig ist.

Auch dunkelhäutige Menschen haben im Winter oft größere Probleme.

Antwort
von WanderIgelchen, 29

Ich glaube schon, dass das möglich ist, aber Depression ist meiner Meinung nach ein zu starker Begriff, eher eine.. Depressionsphase? Es ist dunkel und Regen/Schneewetter, also kann man nicht viel unternehmen und dementsprechend auch nicht wirklich 'aufblühen'. Im Sommer kann man schwimmen, schwenken und einfach super viel Spaß haben, es ist viel Sonne da und man fühlt sich total aufgeweckt. Wenn es jetzt im Winter super dunkel ist/wird, wird man meiner Meinung nach nie wirklich wach und dann kommen noch die Erkältungen auf einen zu, da wird man einfach super traurig.. 

Antwort
von yungeskidd, 6

eine winterdepression wird zum Teil durch starken Vitamin d mangel ausgelöst. Vitamin d nimmt man normalerweise durch die Sonnenstrahlen auf, da im Winter aber kaum die Sonne scheint, bekommt man zum Teil durch den mangel eine gedrückte stimmung, aber natürlich auch aus dem grund, dass alles trist und grau ist. Vitamin d Tabletten kann man sich ganz einfach in der apotheke kaufen und die helfen auch sehr gut bei täglichem Gebrauch:) aber nicht nur im Winter sind die hilfreich, einfach nur schlechte Verstimmung für ein paar Tage, was ja nicht gleich ne Form von Depression ist, kann dadurch ausgelöst werden. man kann ja auch mal wegen dem Vitamin d Spiegel zum Arzt gehen, lässt sich alles leicht beheben^^ ich hoffe ich konnte helfen:)

Antwort
von MrBurner107, 22

Ich bin davon überzeugt, dass es eine Winterdepression wirklich gibt, denn ich leide wohl gerade selbst daran, obwohl der Herbst bzw Winter einmal zu meinen Lieblingsjahreszeiten gehörte. Die äußeren Eindrücke wirken sich dabei wie so oft auf unsere Psyche aus. Es ist kalt, die Blätter an den Bäumen sterben ab, der Himmel ist fast immer grau, das kann einen schon sehr runterziehen, wenn man dafür anfällig ist.

Antwort
von Dahika, 6

Ja, die gibt es. Ursache ist der Lichtmangel. Es gibt (nicht auf Krankenschein und sehr teuer) spezielle Lichtlampen, mit denen man diesen Winterblues ganz gut gehandeln kann.

Antwort
von psychopathin5, 5

Hab noch nie davon gehört, also ich hab ja Depressionen aber den Winter finde ich schön, dann ist alles viel gemütlicher und man schwitzt nicht so. (Es zerstört einem schon den ganzen Sommer wenn man nur in die Klasse geht und fast an den Schweißgerüchen erstickt.)

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Psychologie, 8

Hallo 8Jupro3,

es gibt tatsächlich eine Erkrankung, die sich Winterdepression nennt. Man nennt es auch saisonal-affektive Störung, ist im ICD-10 aufgeführt als rezidivierende depressive Störung. Es gibt verschiedene Behandlungsformen, eine wesentliche ist z. B. die Lichttherapie.

Hier findest Du weitere hilfreiche Informationen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Winterdepression

Ist übrigens keine blöde Frage ;-)

LG

Buddhishi

Antwort
von Alibaba0815, 10

Ich denke dass ist Einbildung die dadurch zustande kommt dass man ständig über das Wetter nörgelt und jammert.

Das Wetter sollte man einfach nehmen wie es ist . Und hier ist eben eben wechselhaft 

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