Frage von meisjube, 45

Wie kommt die Elektronegativität zustande?

Antwort
von SlowPhil, 19

Die Atomhülle ist bekanntlich aus "Schalen", die, grob gesprochen, durch die Energie der Elektronen gekennzeichnet sind. Diese darf man sich nicht als Kugelschalenvorstellen, sondern sie sind aus Orbitalen aufgebaut, die unterschiedlichen Drehimpulsen und unterschiedlichen Drehimpulskomponenten bezüglich einer Achse entsprechen. Die kann nur ganzzahlige Vielfache des reduzierten Planckschen Wirkungsquantums ħ annehmen und deshalb kann der Drehimpuls auf niedrigstem Energieniveau nur 0, auf dem 2. Sowohl 0 als auch in jeder Richtung gleich √2 ħ betragen. Im letzten Fall kann er relativ zu einer Achse die 3 Orientierungen –ħ, 0,+ħ annehmen, sodass auf die erste "Schale" 1, auf die 2. 4 Orbitale "passen" . In jedes Orbital "passen" maximal 2 Elektronen mit entgegengesetztem Spin (grob gesprochen Eigendrehimpuls), denn Elektronen - wie andere Elementarteilchen der Materie - stoßen einander nicht nur elektrostatisch ab, sondern auch noch einmal zusätzlich, wenn sie sonst am selben Ort im selben Zustand wären. Bildlich gesprochen weigern sie sich, auf derselben Party im selben Look aufzukreuzen. Das heißt Pauli-Prinzip und macht Materie so stabil und vielfältig.
Nun zur Elektronegativität: Nur Edelgasatome haben im neutralen Zustand eine vollbesetzte äußere "Schale". Guinea ein Atom eines anderen Elements diesem Zustand von unten kommt, desto asymmetrischer und instabiler ist diese Konstellation.
Umso größer ist also auch ihr Bestreben, ein weiteres Elektron aufzunehmen Komma und zwar ganz, wodurch ist zum Anion wird, oder teilweise durch Bildung einer kovalenten Bindung.
Mit wachsender Dicke der Hülle nimmt dieses Bestreben allerdings wieder etwas ab. Daher hat Chlor eine kleinere Elektronegativität als Fluor, Brom als Chlor und Jod als Brom.
Auf der anderen Seite des Periodensystems ist es genau umgekehrt. Dort enthält die Hülle sozusagen zu viele Elektronen, und je weniger das sind, desto größer ist die Asymmetrie und damit das Bestreben, diese abzuwerfen und zum Kationen zu werden. Zudem nimmt die Bindung des äußersten Elektronik an das Atom mit wachsender Dicke der Hülle ab. Deshalb reagieren etwa Alkalimetalle umso heftiger, je weiter unten sie im Periodensystem stehen.

Antwort
von Freshestmango, 20

Die Elektronen werden von den Protonen angezogen und andersrum.
Eigentlich ist die Anziehungskraft von einem Proton und Elektron gleich, aber trotzdem hat jedes Element eine andere.
Dabei spielen die Größe des Atomkerns und die Distanz zwischen diesem und den Valenzelektronen eine Rolle.

Je größer der Atomkern, desto weiter sind die Valentelektronen auch von ihm entfernt, also wird die Elektronegativität wieder etwas niedriger.
Beim Wasserstoff ist das Valenzelektron so nah wie möglich am Kern, der aber nur aus einem Proton besteht und deshalb sehr klein ist. Deshalb ist die EN recht gering.

Sauerstoff hat einen auch recht geringen Abstand zum schon größeren Kern, sodass die Elektronegativität schon sehr groß ist.

Antwort
von DieterSchade, 16

Das ergibt sich aus Elektronenaffinität und Ionisierungsenergie

http://www.chemieseite.de/allgemein/node12.php

Antwort
von qwertzvsqwerty, 27

Wenn die Elektronen die Protonen überwiegen.

Kommentar von Freshestmango ,

Nein

Kommentar von qwertzvsqwerty ,

Ich dachte bei der Frage an elektrisch negativ aufgeladene Körper/Atome, nicht an die Elektronegativität von Atomen der Elemente.

Antwort
von herja, 27
Kommentar von meisjube ,

Ich hocke schon die ganze Zeit daran und finde keine passende Antwort darauf

Kommentar von herja ,

Die Elektronegativität ist ein Mass für die Fähigkeit eines Atoms in einer Bindung das bindende Elektronenpaar an sich zu ziehen.

http://chemglobe.org/general/chembindung/en.php

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