Frage von fclfan111, 60

Wie kommentiere ich ein Buch?

Hallo zusammen

mir ist schon öfters aufgefallen dass manche meiner Freunde (besonders die mit "höherer" Bildung) Bücher nur mit einem Stift in der Hand lesen und viele anmerkungen machen oder Sachen unterstreichen. Als Ich danach gefragt habe wurde mir gesagt dass man ein Buch nur so wirklich intensiv lesen könne. Ich persöhnlich würde dieser aussage Wiedersprechen. Jedoch habe ich das "Kommentieren eines Buches" nie in der Schule (Sekundarschule Niveau B in der Schweiz abgeschlossen) gelernt oder sonst irgendwie angewendet, und weiss nicht was die Vorteile sind.

Meine Fragen wären nun:

Wieso und was für Anmerkungen macht man? Ist es Notwendig um ein Buch "richtig" zu lesen/verstehen? Wie oder Wo kann ich lernen ein Buch richtig zu kommentieren?

vielen Dank schonmal für die Antworten

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Chumacera, 29

Bei Sach- und Fachbüchern ist es vielleicht schon manchmal sinnvoll, sich beim Lesen Notizen zu machen, damit man aufgrund der Fülle von Informationen nichts Wesentliches gleich wieder vergisst.

Wenn man Literatur in der Schule liest, macht das vielleicht auch noch Sinn, denn darüber schreibt man dann ja meist eine Arbeit und möchte sicher nicht das ganze Buch am Tag davor nochmal lesen müssen, nur weil man wichtige Punkte vergessen hat.

Ich persönlich lese "nur" Romane und würde nie auf die Idee kommen, mir da nebenher irgendwas rauszuschreiben oder am Buchrand festzuhalten. Ich lese das Buch, während des Lesens habe ich (hoffentlich) mein Vergnügen und wenn ich den Inhalt des Buches nach dem Lesen gleich wieder vergesse (was oft vorkommt, da ich ein Buch nach dem anderen "konsumiere"), dann ist es eben so.

Jemand, der das macht, möchte sich vielleicht auch nur ein bisschen wichtig machen, um zu verdeutlichen, dass er nicht einfach das Buch nur liest, sondern es "studiert". Wer weiß, was die betreffenden Leute später mit ihren Notizen machen, wenn keiner mehr in der Nähe ist... Ablage "P" vielleicht...

Antwort
von bikerin99, 15

1. kommt es auf den Inhalt des Buches an, d.h. ist es ein Roman, ein Sachbuch, ein Buch zum Lernen.
2. richtig lesen mit dem Stift - das ist subjektiv. z.B. will ich für mich das Buch zum Nachschauen und will schnell das Allerwichtigste auf einen Blick wieder finden, dann kann ich das anstreichen oder ein Stichwort auf der Seite schreiben. Oder mit einem Stift kann ich bei einem Fremdwort die Übersetzung darüber schreiben.
Aus meiner Sicht brauchen das eher Menschen, die visuell orientiert sind.
3. Zum Kommentieren: Wenn ich z.B. eine Idee zum Text habe, wie z.B. anderer Meinung bin, könnte ich auf der Seite ein paar Stichworte schreiben.
Das alles heißt noch lange nicht, dass ich das Buch richtig gelesen habe oder verstanden habe, weil ich das gemacht habe.
Lass dich nicht so beeindrucken von solchen Aussagen, wie "richtig lesen/verstehen" oder "richtig zu kommentieren".

Kommentar von fclfan111 ,

danke für die antwort

sowas ähnliches habe ich erwartet^^

vielleicht versuch ichs mal mit dem kommentieren aber wenn nicht ist auch egal^^

Antwort
von Kapodaster, 25

Sowas machen Studenten, wenn sie ein Buch für die Uni durcharbeiten. Dafür musst du bestimmte Stellen aus den Büchern zitieren. Die streichst du an und schreibst dazu, für welche deiner Fragen sie wichtig ist.

In Uni-Bibliotheken findest Du Bücher mit Anstreichungen und Bemerkungen von ganzen Studenten-Genrationen. ;-)

Antwort
von Pixlion, 37

Ich habe noch nie gesehen, dass jemand so ein Buch liest und mir würde im Traum nicht einfallen, etwas in ein Buch zu schreiben (Schulbücher mal ausgenommen) und.. naja. Ich denke man schreibt auf, was einem wichtig ist? Was einem auffällt, vielleicht ein Gedanke dazu oder etwas, womit man sich mehr beschäftigen will?

Kommentar von fclfan111 ,

das witzige ist dass ich dieses "phänomen" nur in bestimmten Kreisen beobachte

Kommentar von Pixlion ,

Schau doch mal in eins der Bücher rein, was die da so aufgeschrieben haben, vllt. wird es dir dann klarer :)

Antwort
von JonasV, 21

Es gibt einfach sehr komplexe Bücher, bei denen man sich wichtige Stellen markieren muss, da man sonst schwer alles versteht, aber wenn man wirklich schlau ist und bewusst ließt, kann man es auch ohne schaffen. Ich hab z.B. mal ein Buch über Zeitreisen ohne Plotholes gelesen mit Paralleluniversumstheorie und es gab dann an manchen Stellen Zeitüberlappungen von mehreren Paralleluniversen, die erst alle zusammen die Geschehnisse erklären.

Antwort
von pn551, 11

Wenn ich Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen habe, sind mir auch viele Bücher aufgefallen, die man so behandelt hat.
Davon abgesehen, daß man das mit fremden Büchern nicht macht, empfand ich es auch als sehr störend. Jeder dritte Satz war mit irgendwelchen schnörkeligen Linien untermalt oder mit Randbemerkungen geschmückt. Mir kam es immer so vor, als wenn man für die nachfolgenden Leser einfach nur intellektuell erscheinen wollte.

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