Frage von viomio82, 160

Wie komme ich über den Tod meiner Hunde hinweg?

Das letzte Jahr war furchtbar. Meine Beziehung ging in die Brüche, 2 Monate später wurde unser Zweithund überfahren. Die Bilder bekomme ich nicht aus dem Kopf, jeden Abend sehe ich seinen blutigen Körper vor mir. Umso mehr ich versuche an etwas anderes zu denken desto mehr sehe ich die Bilder vor mir. Als ich mit meinem Ex wieder zusammen kam half mir das trotzdem nicht über meinen toten Hund hinweg...Zum Glück hatte ich noch meine andere Maus. Mit Ex war hin und her dann endgültige Trennung im Dezember. Und eine Woche später stirb mein Ersthund neben mir im Bett. Tierarzt meinte später es wäre ein Lungenödem gewesen, einen bekannten Herzfehler hatte er von klein auf. Ich versuchte noch ihn wiederzubeleben, ohne Erfolg. Mein Schlafzimmer kann ich seitdem nicht mehr betreten. Ich habe das Gefühl mein Ex bringt mir nur Unglück, vielleicht aber auch ich selbst...weil es so unbegreiflich ist das beide Hunde innerhalb eines Jahres starben. Ich komme damit nicht klar. Ich schlafe schlecht weil ich diese Bilder im Kopf habe. Gestern an Silvester dachte ich nur wieviel Angst die beiden jetzt haben wegen den Böllern. Ich bin nicht besonders gläubig aber trotzdem hoffe ich dass es den beiden gut geht wo sie jetzt sind. Sie haben nämlich schon viel Leid hinter sich. Beides waren Strassenhunde aus Ungarn. Wie kann ich diesen Verlust überwinden, klar das Beziehungsende mit meinen Partner macht mich auch fertig aber der Schmerz wegen meinen Tieren ist schlimmer. Es ist die Ungewissheit. Nicht zu wissen wo sie nun sind. Sie liebten mich immer egal wie meine Laune war. Ich träume sehr oft von beiden, im Traum toben sie umher und sind fit. Mein kleiner Paco und mein abenteuerlustiger Pötty. Ich habe das Gefühl zu zerbrechen, Menschen die keine Tiere haben verstehen das nicht. Wie kann ich wieder glücklich werden? Wie bekomme ich diese Bilder aus meinem Kopf? Wir hatten immer Tiere und ich war immer traurig wenn eines starb. Aber sie hatten alle ihr Alter...nicht so wie meine beiden. Es ist so ruhig...habe noch nichts weggeräumt. Ich kann es nicht. Beide waren meine persönlichen Seelenhunde. Und beide innerhalb kurzer Zeit zu verlieren ist einfach furchtbar. Ich kann keinen durch einen neuen Hund ersetzen. Ich will nur das der Schmerz endlich aufhört. Klar mit Paco der Tod ist nichtmal einen Monat her, bei Pötty allerdings schon 10Monate. Ich will doch nur dass es ihnen jetzt auch gut geht und daß beide zusammen sind. Es tut einfach weh.

Antwort
von michi57319, 45

Der Todestag meiner Aisha jährt sich jetzt im Januar das erste Mal.

Wir hatten dramatische Tage mit Not-OP, Kreislaufzusammenbrüchen und der härtesten Entscheidung des Lebens. Sie wurde keine 10 Jahre alt.

Ich kann immer noch nicht darüber reden, oder schreiben, ohne daß mir die Tränen laufen.

Es braucht Zeit, viel Zeit. Jeder steckt das anders weg.

Sicherlich spielt dabei immer eine Rolle, wie alt das Tier war und ob man sich selbst in irgendeiner Weise Schuld am Tod gibt.

Ist letzteres der Fall, solltest du dir einen Ruck geben und beim Hausarzt eine Überweisung zum Psychologen holen. Eine Gesprächstherapie könnte hilfreich sein.

Ich fühle mit dir und wünsche dir viel Kraft, die richtigen Entscheidungen für dich treffen zu können.

VLG

Kommentar von viomio82 ,

Ich wünsche Dir ebenfalls viel Kraft und ich danke Dir

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 82

Ich denke auch, dass man so viel Unglück auf einen Haufen nur mit professioneller Hilfe überwinden kann. Ich an deiner Stelle würde mir einen Psychologen suchen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

LG

Kommentar von viomio82 ,

Danke

Antwort
von ika7777, 48

Den Tod eines Hundes zu verschmerzen dauert sehr lange. Mein Hund ist jetzt über 12 Jahre tot, trotzdem denke ich noch jeden Tag an Ihn.

Ich hatte vor kurzem diesen link von guten Freunden erhalten - vielleicht hilft es Dir etwas.

http://www.indigo.org/rainbow/rainbow-de.html

LG 

Kommentar von viomio82 ,

Dankeschön

Kommentar von michi57319 ,

Oh man, ich hab es genau 10 Sekunden ausgehalten, dann mußte ich abschalten :-( Ich kann das immer noch nicht.

Wenn ich nur an sie denken würde, wäre das ja schön, aber wie hast du den Schmerz überwunden? Oder ist der nach 12 Jahren immer noch vorhanden? Ich wünsche es dir nicht, aber es interessiert mich, wann dieser endlich endlich nachlässt. Hört der überhaupt mal auf?

Kommentar von ika7777 ,

@michi57319

Nach dem Tod meines ersten Hundes (9 3/4 Jahre, Epileptiker und Herzkrank) hatte ich meinen zweiten Hund nach ein paar Wochen aus einem Tierheim geholt. Der Tod von meinem ersten Hund war schwer zu verkraften, aber mein zweiter Hund gab mir viel Kraft um alles zu überstehen, sobald ich diesen Trost angenommen hatte.

Mein zweiter Hund wurde 17 1/2 Jahre alt. Er konnte nichts mehr sehen und hören. Als Er nicht mehr gehen konnte und nichts mehr essen wollte, hat mir mein Tierarzt empfohlen, Ihn gehen zu lassen. Er ist in meinen Armen eingeschlafen. Habe Ihn danach einäschern lassen.

Der Schmerz ist immer noch vorhanden, je nachdem wie es mir geht und was passiert ist. Ist aber nicht mehr ganz so Intensiv wie am Anfang. 

Beide Hunde waren zum Schluss krank und die Arztkosten waren sehr hoch - leider kann ich mir dadurch keinen Hund mehr leisten. Ich will nicht, das ein Tier leidet, nur weil ich die Arztkosten nicht mehr aufbringen kann - also verzichte ich schweren Herzens...

Antwort
von dwarf, 58

Das was Dir passiert ist, das ist sehr schlimm. So leicht wegstecken wirst Du es auch nicht können. Es bringt nichts sich und anderen Vorwürfe zu machen. Das ändert nichts. Ob es richtig ist Strassenhunde aus anderen Ländern zu holen und artgerecht, ist auch nicht die Frage, ob sie dort sicherer sind, wenn dort vor Ort aufgeklärt und den Menschen geholfen wird. Die Zeit kannst Du auch nicht zurück drehen. Erinnere Dich an die schönen Momente. Sicher, auch wenn es doof klingt, gibt es einen Hundehimmel und Hundeseelen werden wiedergeboren. Reiss Dich zusammen, Du bist es Deinen Hunden schuldig. Lass Dich nicht hängen. Such Dir notfalls professionelle Hilfe, aber gibt Dich nicht auf. Dein Ex ist nicht an allem Schuld. Vergiss ihn. Vielleicht solltest Deinen Hass umleiten.... Es gibt genug, die Hilfe brauchen. Wie wäre es, wenn Du mal im Tierheim vorbei schaust. Nicht um einen neuen Hund zu holen, sondern um Dich abzulenken und was zu tun.

Kommentar von viomio82 ,

Bin schon als Gassi Geherin in unserem Tierheim. Ach keine Ahnung....es ist so als wäre ein Teil von mir ebenfalls gestorben. und nein, den beiden ging es auf der strasse bzw tötungsstation nicht gut. Pötty hatte nur ein Ohr...das andere wurde von stärkeren Hunden abgebissen und paco war extrem dünn und hatte Fellprobleme.

Kommentar von dwarf ,

Du schaffst Das! Deine Hunde hatten bestimmt eine gute Zeit bei Dir. Ein angeborener Herzfehler und Krankheiten und Verletzungen sind nicht ohne, vielleicht ist den Hunden viel Leid erspart geblieben. Denk nicht drüber nach. Auch würden Deine Hunde, wären Sie Menschen, nicht wollen, dass es Dir schlecht geht und Du Dich aufgibst. Die Tierheimhunde brauchen Dich und auch viele Menschen Aufklärung. Es ist gut, dass die Zeit weiterläuft. Trauern ist wichtig. 

Kommentar von dwarf ,

Mir ist auch schon einer meiner Hunde vor ein Auto gelaufen, weil ich überheblich und hundeunerfahren war. Mein Hund konnte aber gerettet werden, trotzdem werde ich die Bilder nicht los. Auch der Tod jedes meiner Tiere ist ein Verlust und ein Stück von mir starb jedes Mal mit.

Antwort
von LiliBob, 68

Gib dir Zeit. Es ist völlig in Ordnung zu trauern und das auch länger..

Kommentar von viomio82 ,

Ich muss dazu ehrlich gestehen....wenn Familienangehörige starben war die Trauer nicht so schlimm wie bei meinen Tieren...deshalb bin ich nicht schlecht, denke eher dass ich einfach eine stärkere Bindung zu den Tieren hatte wie z. B. zu meinen Großeltern die ich nur paarmal im Jahr sah

Kommentar von LiliBob ,

Ich kann dich voll verstehen und will wirklich nicht in deiner Haut gerade sein ich habe auch 2... Ich bin so verrückt nach denen ist schon nicht normal. Der Gedanke daran das es irgendwann passiert bringt mich sofort zum weinen. Aber ich bin mir sicher das du ihnen ein so schönes Leben  ermöglicht hast und ihnen geht es gut. Man sagt das sie über eine Regenbogenbrücke gehen und man sich da dann wieder sehen wird. Es mag vielleicht komisch sein aber ich hoffe das es so ist. Und sie würden nicht wollen das es dir schlecht geht..

Kommentar von viomio82 ,

Danke Dir

Antwort
von WeiserMann, 70

Ich würd an deiner Stelle zu einem guten Psychologen, sonst entwickelt sich das zu einer starken Depression.

Kommentar von viomio82 ,

Da war ich bereits, bekam Antideptessiva. Habe aber noch einige Sitzungen.

Kommentar von WeiserMann ,

Unbedingt dranbleiben, du brauchst professionelle Hilfe und nicht nur paar Amateur Tipps oder Zeit.

Mit Hilfe einer guten Psychologin kannst du das irgendwann, in nicht allzuferner Zukunft überwinden und wieder glücklich im Leben sein.

Kommentar von viomio82 ,

Es ist aber sehr schwer....ohne meine beiden....selbst die Arbeit erfüllt mich nicht mehr obwohl sie mir sonst immer Spass machte.

Kommentar von WeiserMann ,

Deswegen musst du ja unbedingt bei ihr weitermachen und ja es wird verdammt schwer aber tust du nichts dagegen wirst du wahrscheinlich nie wieder glücklich und verlierst nach und nach die Lebenslust. Das darfst du nicht zulassen. 

Deswegen unbedingt weiter zur Psychologin gehen und dir helfen lassen. 

Wenn es dir dann wieder besser geht kannst du darüber nachdenken dir einen neuen Hund zu holen. Er wird die anderen selbstverständlich nicht ersetzen können, aber gerade weil Hunde so individuell sind wird er dich auch bestimmt sehr glücklich machen.

Kommentar von viomio82 ,

Ich weiss das ich schon längst Depressionen habe....bin Krankenschwester....für die Diagnose hätte ich den Arzt nicht gebraucht. Ich mein...Sitze da kann mich auch öffnen aber es nimmt mir den Schmerz einfach nicht...

Kommentar von michi57319 ,

Mir geht es ebenso wie dir. Ich müßte eigentlich dringend auch in Behandlung, aber ich schaffe es nicht. Dabei geht mein Leben Tag für Tag ein Stück mehr den Bach runter. Auch wenn ich starke und ausgleichende Menschen um mich habe, mein Job leidet schon darunter. Meine Hausärztin wollte mir kein Antidepressivum geben.

Ich warte auch auf den Tag, an dem der Schmerz wenigstens nachlässt. Körperliche Schmerzen sind bei mir ja chronisch mittlerweile, aber auf der Seele brauche ich diese Belastung nicht auch noch.

Antwort
von nowka20, 26

es geht ihnen jetzt gut

Kommentar von viomio82 ,

gerade das ist es doch...man weiss nicht ob es ihnen wirklich gut geht😰also ob nach dem Tod etwas gutes kommt

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