Frage von Vincnic, 374

Wie komme ich ohne Therapie von koks Weg?

Hey ich bin seit mittlerweile knapp 4 Jahre kokainsüchtig. Es hat sich langsam gesteigert und ist jetzt soweit das ich 4-5 mal mindestens die Woche ziehe. Ich schaffe es maximal 1-2 Wochen nichts zu nehmen und falle dann immerwieder in den alten Trott zurück. Im Beruf läuft es gut. Die Beziehung leider sehr darunter. Ich habe auch ein Kind und ziehe deswegen immer in der Woche nach der Arbeit und komme dann so spät nach Hause,dass er schon Schläft. Am Wochenende genieße ich die Tage so sehr mit meiner Familie und auch nüchtern zu sein. Aber ich schaffe es einfach nicht aufzuhören, obwohl ich mir voll und ganz im Klaren bin wie unnötig diese Droge und wie sehr sie mir finanziell beruflich und privat schadet. Ich möchte nicht in eine stationäre Therapie gehen, da ich mich zu sehr dafür schäme um es zu offenbaren. Wie kann ich es schaffen für immer davon wegzukommen?

Antwort
von selbstfindung, 255

Hi Vincnic,

Wie du deine Sucht beschreibst war es bei mir vor drei Jahren auch noch.

Die Problematik durchaus erkannt und sogar bereits drüber im Klaren wie dem ganzen ein Ende zu setzen.nur mit der Umsetzung klappt das noch nich so wie gewollt.zumindest nich länger als zwei Wochen nach dem es mal wieder das letzte mal sein sollte.

Aber deine Erkenntnis bringt dir allein noch nicht viel.Das du es nur mit Willenskraft nicht schaffst weisst du ja selber am besten.du kommst nicht ohne professionelle Hilfe aus diesem ewigen Teufelskreis.Dachte es auch lange Zeit und war echt davon überzeugt.aber zu der Zeit war ich auch erst da wo  du jetzt bist.stationäre Langzeittherapie ist nicht immer eine Lösung.da hast du recht.aber du solltest alle die wichtigen Menschen informieren und zumindest für vier Wochen mal in eine Entgiftung gehn und somit den ersten Schritt machen auf deinem dir bevorstehenden Weg ins Suchtfreie Leben.

Ich bin zu müde um noch weiter zu schreiben.aber werde morgen mal meine Geschichte erzählen.und glaub mir!so möchtest du nicht enden.

Geb nur niemals auf!

Antwort
von Faihoc, 289

gar nicht, allein kommst du nicht von los, such dir professionelle Hilfe, egal wie "peinlich" das ist, Kokain ist eine ernstzunehmende Droge die schon so viele Leben zerstört hat

Kommentar von Vincnic ,

Es muss doch auch ohne Therapie gehen. Darüber einigermaßen offen mit meiner Frau und meinen engsten Freunden zu reden wäre okay. Ich kann es mir aber absolut nicht leisten mal 3-4 Wochen statiönar aufgenommen zu werden. Beruflich und privat geht das einfach nicht

Kommentar von Faihoc ,

rede mit deiner Frau drüber, das ist ganz wichtig, vielleicht könnt ihr zusammen mit einer Lösung aufkommen, ich glaube so eine Entwöhnungstherapie dauert länger

Kommentar von Vincnic ,

Ich habe schon öfters mit ihr darüber gesprochen aber immer nur alles verschönert und nie alles ausgepackt.
Ich bin eigentlich mental stark und kann mit Problemen umgehen. Nur bei diesem scheiß bekomme ich es nicht hin nach 1-2 Wochen kommt nur ansatzweise eine Gelegenheit und Merk Hirn setzt aus. Erst ein zwei Tage später denke ich mir dann wieder warum? Das Problem ist wenn ich einen Tag damit wieder beginne folgen meistens (eigentlich immer) weitere Tage wo ich es nehme bis dann wieder ein paar Tage aufgehört wird ich wieder klarkomme und mir wieder sage niewieder !!!

Kommentar von Faihoc ,

professionelle hilfe, mehr kann ich dir nicht raten

Kommentar von selbstfindung ,

Ich glaub das du bereits weisst das du es alleine nicht mehr daraus schaffst.korrigier mich bitte wenn nich.

Denn so wie du deine Sucht reflektierst bist du dir deines Handelns bewusst.aber was dich nach den Tagen ohne Konsums trotzdem wieder zum Ziehen bringt ist nichts anderes als eine bereits stark ausgeprägte psychische suchterkrankung.

Was waren deine krassesten Abstürze oder Situationen die in Bezug auf deinen kokskonsum akut gefährlich für deine Gesundheit hätten sein können??

Ich wäre letztes Jahr nach einer durchkoksten Woche( >25g 80%iges) am ersten Tag ohne Stoff um ein Haar ums Leben gekommen.war ein sehr krasses ereignis welches mich für sage und schreibe 4 Wochen davon abgehalten hat nicht wieder zu koksen.dann war es genau so schnell wieder vergessen wie es passiert war.

Vier Monate später war dann Ende.Zwei Wochen voll drauf.halluzinationen.paranoia.körperlich abgemagert.zuletzt waren es Tage ohne Schlaf,obwohl es reines Zeug war wovon ich am Anfang ziehen konnte und ne Stunde später wunderbar einschlafen konnt.da wusste ich....

Entweder in den Entzug oder Endstation vom Zug.

Kommentar von bonny112 ,

Willst du wirklich aufhören? Wenn ja dann überwinde deine Scham und gehe in Therapie anders geht es nicht denn den Willen so wie du das hier sagst ist nicht stark genug um das allein zu packen mal abgesehen von den körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen

Antwort
von Wissen333, 247

Leicht wird das nicht, ich kenne das nur aus Filmen, wo dann einer seinen Kumpel im Zimmer für 2 zwei Wochen einsperrt, oder ihn mit einer langen Kette ans Bett fesselt, auf dessen Wunsch, damit er vom Heroin runterkommt. Meistens sagte dann der jenige noch, egal wie sehr ich dich nachher bitte, du gibst mir nicht den Schlüssel. Naja und spätestens nach 3 Tagen, fängt dann derjenige an total durchzudrehen zu schwitzen und zu leiden und alles möglich kaputt zu schlagen. Und nachdem er seine Zeit abgesessen hatte, war er dann Clean zumindest vorübergehend. Ich weiß nicht mehr in welchen Filmen ich das gesehen habe. 

Aber so ähnlich wirst du dich auch fühlen. Du musst erstmal ein paar Wochen durch die Hölle gehen, damit du dir das  Zeug abgewöhnst. Und danach besteht logischerweise immer die Möglichkeit wieder rückfällig zu werden. Aber wenn du die ersten 3-4 Wochen, ohne das Zeug geschafft hast, dann bist du erstmal aus den gröbsten Entzugserscheinungen raus. Kannst dich ja in der Zeit teilweise Krank melden.

Aber sowas schaffen nur die ganz Harten.

Kommentar von nnblm1 ,

Das ist eine Entgiftung, allerdings fehlt da einiges für einen richtigen Entzug - nämlich die komplette Therapie. Körperlich ist der Kokainentzug übrigens nicht mit dem von zB Heroin oder Alkohol zu vergleichen, das sollte besser gehen, oft auch nahezu symptomfrei bei vorherigem sporadischem Gebrauch. Die psychische Komponente ist aber auch nicht zu vergessen: hier muss eine Therapie her. bespricht dich mit deinem Hausarzt oder kontaktiere eine Suchtberatungsstelle. Alles Gute für deinen Weg!

Kommentar von Wissen333 ,

Ja wahrscheinlich, ich meine es gibt ja auch schlimmeres als zuzugeben dass man kokainsüchtig ist, siehe Kate Moss.

Kokain hat auch nicht so das Junkie Image wie heroin.

Kommentar von selbstfindung ,

Also Wissen333....echt dein Ernst?!

Du hast null Ahnung von der Thematik ausser aus Filmen und schreibst hier nichtsnützigen Unfug.Schau in Zukunft besser Transformers oder Disney Filme.Davon kannst dann Ratschläge an  kleine Kinder geben.

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