Frage von Materialism, 30

Wie komme ich mit mir selbst ins reine?

Mich plagen seit monaten

Schuldgefühle Angst Eifersucht Ich vermisse jemanden Kummer (warscheinlich liebeskummer) Extremes abhängigkeitsgefühl von einer person.

Mir hat mal jemand gesagt ich hätte ein riesiges problem mit mir selbst.

Sie hatte wohl recht.

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Antwort
von pushido, 12

Das hatte ich früher auch.

Ich war an einer Person richtig gebunden, und die Welt stürzte zusammen, als ich erfuhr, dass sie einen anderen hatte. Mein Herz explodierte, ich konnte nicht sitzen, ich konnte nicht schlafen... mein Hals konnte explodieren...

Also nichts mit Kummer, Alkohol und selbst mitleid... Rein in den Sportklamotten und erstmal ins Fitnessstudio gelaufen und musik gehört bis ich total müde war- da konnte ich erstmal einschlafen. Danach am nächsten tag habe ich mich an meinem Studium gewidmet- ich 2 Semester war ich dann fertig und fand sofort eine super Stelle. Jetzt leite ich eine Sehr große Abteilung und habe 3  Monate im Jahr Urlaub...

Also siehe diese Gefühle als Motivationsschub und mach was sinnvolles daraus. Stell dir vor, dass du jetzt gerade ganz oben auf der Welle bist und versuch soweit zu kommen wie es nur geht. Mach solange bis dein Kopf echt leer ist von anderen Personen und dann geht die Sonne wieder auf!

Jetzt wenn ich mir diese Schnalle mal anschae- sie tut mir so was von leid- die ist genau da geblieben wo ich sie gelassen habe- gut dass sie mich nicht akzeptiert hat ;)

Antwort
von MindFlower, 14

Indem du nicht mit dir im reinen sein muss. 

Oder um es anders zu vermitteln. Wo bist du gerade und wo musst du deinerseits sein, um Frieden zu haben. Wenn sich diese Antworten unterscheiden, dann bist du nicht hier sondern wo anders. Und hier ist dein Zuhause, dein Ich dein Leben und dein ein und alles. 

Also hör auf etwas zu erwarten, was du nicht hast. Stattdessen nehme alles was du gerade bist und begegne es als Verständnisvoll, zuvorkommend und übers alles liebend. 

Liebe ist nicht was du suchen musst. Liebe ist deine Antwort auf das, was du hast. 

Kommentar von Materialism ,

kannst du mir mehr darüber erzählen bitte. ich beschäftige mich schon lang mit dem thema bin aber echt am verzweifeln.

Kommentar von MindFlower ,

Unzufriedenheit ist ein Symptom einer Offenbarung, die deiner Wirklichkeit zu klein ist. Wirklichkeit meine ich in dem Sinne, was du in dem was ist erkennst, was du darin hineininterpretiert.

Und da liegt da Haken und auch die Erlösung. Indem du aufhörst das als schlecht und gut zu benennen wie es dir gerade passt und einfach alles was dir Geschieht als dein Segen anerkennst, du eintauchst und dich davon treiben lässt hörst du auf gegen den Strohm zu schwimmen. Gegen deinen Strohm zu schwimmen!

Sehe es so. Da ist etwas mit dem ich nicht klar komme. Es ist bizarr, verleugnet alles was ich anstrebe und zerfrisst mein Herz.

Nun, dieses etwas bist du. Es geschieht in dir, durch dich hindurch und als Leben. Alles ist ein Teil von dir. Und da fängt der Wandel an. 

Indem du es als dein Eigen anerkennst. 

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Was verleugnet mich denn? Oh, das bin ja ich.

Wer stellt sich mir in den Weg? Oh, das bin ich ebenfalls.

Und was zerfrisst mich innerlich? Bingo, wieder ich. 

Und wem will ich hier entkommen? Mir selbst?

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Indem du dich in Gedanken einen Fremdkörper ausmalst der deine Existenz bedroht, verkleidest du dich selbst als dein eigener Feind. Du denkst es, du willst es glauben und so verschwindest du in deiner Geschichte.

Realität zu begreifen heißt, sie in Gedanken zu strukturieren. Aber sind deine Gedanken nur deine Gedanken. Oder um es noch einfacher zu schreiben. Du kannst jeder Vorstellung in dir als Realität akzeptieren, obgleich es dein Prozess ist mit der du die Welt benennst.

Was ist nun Realität? Nun, selbst die größten und weisesten unter uns können es nicht beantworten, weil wissen denken ist, und denken Interpretation. 

Aber wissen sie (was wieder eine Interpretation ist), das wenn sie etwas wissen, ihre eigene Welt vor ihnen Erblüht. 

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Was mir jedoch stark aufgefallen ist ist, dass viele Menschen gern sich in ich und nicht-ich strukturieren, was unbewusst zu Schwierigkeiten führen kann. 

Ich denke du bist, also bist du. Und zugleich bin ich in dir, weil ich dich in meine Vorstellung von dir verpacke. Und leider vergesse ich dabei, dass ich hier denke. Ich forme mich durch meine Definition von dir, denn ich zugleich definiere ich mich dadurch.

Und hier kommt das Wunderbare, das Fantastische dabei.

Kein Mensch außer du selbst liebst hier. Du hast bereits alles was du brauchst und bist bereits das Paradies auf Erden. Denn nur du allein gibst der Welt eine Bedeutung. Verzichte also etwas so zu deuten dir eine Bedeutung zu geben, und deute es so wie du willst, so wie du es für richtig hältst und so wie es dich beflügelt. 

Das meine ich mit brauche keinen Frieden, brauche keine Erleuchtung und brauche keine Liebe. Denn da ist nichts außer du. Du bist dazu geboren zu geben, zu interpretieren und der Welt deine Bedeutung, deine Geschichte aufzuerlegen. Da ist nichts anderes, was dich zu dem macht was du bist. Denn du bist in allem. 

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Und wenn du in allem bist, gibt es dann etwas wo du dich hinbewegen könntest um dich zu finden. Gibt es etwas wo du dich wegbewegen könntest, um dich zu schützen.

Wenn du so weit bist, wird dein Verstand anhalten weil es keinen Sinn mehr macht weiter um sich selbst zu rotieren. Obgleich so weit vielleicht falsch ausgedrückt worden ist, weil es nichts zu erreichen gibt. 

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