Frage von RandomBae, 67

Wie komme ich denn jetzt mit der Einsamkeit klar?

Am liebsten würde ich sterben. Wäre zweimal vielleicht sogar so weit gekommen.

Die Einsamkeit macht mich richtig fertig. Es vergeht keine Sekunde, in der ich nicht daran denke mich umzubringen. Wie ich es tue, wo ich es tue und wann.

Ich will einfach nur richtige Freunde haben. Aber alle meine Versuche scheitern oder ich mache es selbst kaputt.

Keine Ahnung was ich noch probieren soll. Ich bin so gut wie am Ende.

Wenn es noch ein Jahr so weiter geht hoffe ich, dass ich diesen letzten Schritt schaffe.

Vielleicht habt ihr ja noch Rat für mich. Ich drehe mich nämlich im Kreis.

Antwort
von ichweisnetwas, 38

Nach meiner sicht ist alleine sein nicht so schlimm.

Ich lebe seit 5 jahren alleine und ja auslöser dafür war die trennung meiner frau damals die schwanger ging. Sie zog weit weg ich sah meine tochter quasi NIE und bin daran zugrunde gegangen.

Hab dann freunde verloren, meinen job, meine gesundheit und mehr oder weniger auch meine psyche. Ich war 3 jahre lang nen häufchen elend das ebenso einfach sterben wollte. Nur das ich mir nie selbst was angetan hatte. Aber ich hoffte bei jedem auto das vorbeifährt das der fahrer grad abgelenkt ist und mich einfach mal mitnimmt.

Mein leben vor der beziehung lief auch schon ewig sehr sehr mies, viel gewalt etc.

Jedenfalls hab ich mich dann irgendwann nichtmehr gefragt womit ich so ein leben verdient habe und warum mir alles immer und immerwieder genommen wird.

Ich hab aufgehört nach nem sinn zu suchen und hab einfach weitergemacht. Hab sport angefangen und meine wohnung immer in schuss gehalten. Hab mich JEDEN tag GEZWUNGEN raus zu gehen unter menschen und ja ich stand da sehr oft alleine weil ich mit den menschen nichts anzufangen wusste.

Dennoch, irgendwann kamen menschen dann auf mich zu. Und heute lebe ich ansich ein ganz gutes leben. Zwar immernoch als single aber das vielmehr aus entscheidung. Ich nehme nicht die nächstbeste frau sondern warte auf die richtige.

Was freunde angeht. Freundschaften kommen und gehen. Man sollte nicht darum trauern sondern sich einfach nur freuen für die zeit die man eben hatte.

ALso mein tipp. Pack dein leben einfach an und geb gas. Immer vorwärts!!!!

Und frag dich nicht selbst wofür sondern MACH EINFACH!

Das hat in mir welten bewegt und auch meinen kompletten charakter umgekrempelt.

Kommentar von RandomBae ,

Bei dir klingt das alles so einfach. Bin selbst einfach zu müde dafür. Ich bin an einem Punkt, wo ich "Wunder" erwarte ohne etwas dafür zu tun. Ich hab lange genug gekämpft.

Antwort
von RuedigerKaarst, 15

Machs wie ich!

500 Meter von mir entfernt ist ein sehr großer Park mit mehreren Teichen.

Ich verziehe mich oft noch im dunklen an Wasser und denke jedes mal, dass ich alleine bin.

Nicht wirklich!

Es dauert oft nicht lange und man quatscht mit Leuten, die man noch nie im Leben gesehen hat.

Oft sieht  man sie zwar nicht wieder, aber man hat für diesen Abend Spaß und lacht viel.

Nebenbei trifft man auch Asylanten und erlebt sie wie sie wirklich sind und nicht wie oft von den "Braunmenschen" dargestellt werden.

Mir gegenüber waren sie jedes mal sehr freundlich.

Eine feiernde Gruppe wollte mich spontan zum mitfeiern einladen.

Schau mal bei Google Maps und Du findest bestimmt tolle Orte in deiner Nähe. 😉

Antwort
von Busverpasser, 31

Hast du denn schon mal verscht, gleichgesinnte zu finden, denen es ebenso geht und mit denen du dich austauschen kannst, wo Verständnis da ist?

Ansonten wäre noch meine Frage, ob du denn deine Depression behandeln lässt?

Ich wüsche dir alles Gute! :-)

Kommentar von RandomBae ,

Erstmal Danke für deine Antwort:)

Ja, hab schon alles versucht um neue Leute kennen zu lernen. Im Internet und im realen Leben. Es hat nicht geklappt. Und hab vor kurzem wegen den Depressionen und der Phobie wieder eine Therapie begonnen.

Kommentar von Busverpasser ,

Ich drücke dir die Daumen, dass dir die Therapie hilft. Dann wird es auch alles von alleine kommen...

...mit Freunden ist es halt immer so ne Sache. Wirkliche Freunde hat man nur ganz wenige im Leben. Das meiste sind nur Lebensabschnittsfreundschaften ,wie wenn man in ein Haus zieht, sich mit dem Nachbarn anfreundet und mal nen bier trinkt aber wenn man weiter zieht verläuft sich alles. Solche "Freundschaften" halten aber nur so lange, so lange man immer lächelt und der andere was von hat...

...nur echte Freunde stehen einem halt auch in schweren Zeiten bei!

Antwort
von conelke, 38

Hey, tut mir sehr leid, dass Du Dich so schlecht fühlst. Wie alt bist Du?

Was ist denn der Grund dafür, dass Du keine Freunde hast oder Du es Dir selbst kaputt machst?

Kommentar von RandomBae ,

Danke:) Für deine Antwort. Aber Mitleid möchte ich auf keinen Fall haben. Mir geht es nur um hilfreiche Antworten.

Ich habe kein Selbstwertgefühl. Meine Art ist anscheinend unerträglich. Habe vieles versucht. Vergeblich. Das mit dem selbst kaputt machen: Wahrscheinlich habe ich Angst davor, von der Person fallen gelassen zu werden und mache es deshalb selbst. So schütze ich mich davor, verletzt zu werden.

Und ich bin 18.

Kommentar von conelke ,

Freunde kann man leider nicht krampfhaft finden...Da Du Dir so sehr Freunde wünscht, gehst Du vermutlich schon ganz falsch an die Sache heran. Körpersprache, Mimik, Gestik sind alles Dinge, die Dein Gegenüber beurteilt. Vermutlich kannst Du gar nicht ganz unvoreingenommen auf Menschen zugehen, da Du immer die Hoffnung hegst, es muss sich daraus etwas entwickeln. Das ist für andere sehr anstrengend und schreckt auch ab. Außerdem muss man auch sich selbst erst einmal annehmen können und positiv durch das Leben gehen, ehe man andere für sich gewinnen kann. Du schreibst in einer anderen Antwort, dass Du in Therapie bist...wird dort nicht mit Dir zusammen erarbeitet, wie Du auf Menschen wirkst und was Du tun musst, um ganz einfach mit Leuten ins Gespräch zu kommen und Dich interessant zu machen? Eine Freundschaft aufzubauen dauert lange, das geht nicht von heute auf morgen. Es kann durchaus sein, dass Du Schutzmechanismen an den Tag legst, um nicht enttäuscht zu werden, dass hängt natürlich mit Deinen Erfahrungen zusammen, die Du gemacht hast. Selbstwertgefühl kann man mit der Zeit aufbauen, wenn man einen guten Therapeuten an seiner Seite hat, der einem dabei hilft. Dafür muss einem aber auch erst einmal klar sein, woher diese Minderwertigkeitskomplexe kommen.

Du solltest mit Deinem Therapeuten darüber reden, wie es Dir geht, was Du Dir wünscht, wie es dazu kommt, dass Du es nicht erreichst und was Du ändern musst, um zufriedener durchs Leben zu gehen.

Um andere von sich zu überzeugen, muss man als aller erstes erst einmal sich selbst mögen, mit seinen Fehlern, die man hat, denn kein Mensch ist perfekt.

Wenn Du dahin gekommen bist, dann wird es Dir auch leichter fallen, mit Deinen Mitmenschen in Kontakt zu kommen ohne immer gleich zu hoffen, dass Du diesen Menschen für Dich gewinnen kannst.

Du schreibst Du hast eine soziale Phobie, so dass es für Dich unmöglich ist, in einen Verein zu gehen. Das sind natürlich keine guten Voraussetzungen, um Menschen kennenzulernen. Du solltest erst dieses Problem in Angriff nehmen und dann das nächste. Einen Schritt nach dem anderen.

Du kannst das schaffen, wenn Du es wirklich willst. Wenn der Therapeut Dir nicht wirklich helfen kann oder Du dich nicht gut aufgehoben fühlst, dann wechsel ihn.

Kommentar von RandomBae ,

Die Sache ist, ich suche gerade gar nicht krampfhaft nach Freunden. Seit ungefähr einem Jahr nicht mehr. Durch meine soziale Phobie wirke ich wohl oft desinteressiert. Ignoriere auch öfters Leute. Einfach aus Angst abgelehnt zu werden. Hab zwar eine Person auf der Schule. Aber die ist keine richtige Freundin. Es ist ziemlich komisch bei mir. Kann es nicht so ganz erklären.

Aber mittlerweile suche ich nicht krampfhaft nach Leuten oder mache gar Schritte auf jemanden zu (sehr selten). Dafür haben die Enttäuschungen zu viele Spuren hinterlassen.

Und Danke , für deine Worte.

Kommentar von conelke ,

Auch wenn Du nicht "krampfhaft" nach Freunden suchst, bedingt durch Deine Erfahrungen, die Du gemacht hast, bist Du dennoch traurig darüber, dass Du nicht wirklich eine Freundin hast oder überhaupt einen Menschen, mit dem Du Zeit verbringen kannst. Das kann ich sehr gut nachvollziehen, denn der Mensch ist ja bekanntlich ein soziales Wesen, der nicht gerne alleine ist.

Jeder von uns muss Enttäuschungen erfahren im Umgang mit anderen Menschen. Die habe ich auch hinter mir!

Mich würde interessieren, was Dein Therapeut Dir rät oder geraten hat, mit Deinem Problem umzugehen?

Antwort
von Ellome, 22

"Es ist komisch, dass wir Gott bitten, unsere Situation zu ändern, nichtwissend, dass er uns in diese Situation brachte damit wir uns ändern"

Mach dir vielleicht ein bisschen Gedanken darüber, du bist nicht allein, Gott ist bei dir. Ob du es glaubst oder nicht. Du bist bloß nicht gestorben, nicht weil es nicht geklappt hat, sondern weil er es nicht zugelassen hat. 

"Wenn du eine harte Zeit durchmachst, und dich fragst wo Gott ist, denk daran: das ein Lehrer während der Prüfung auch leise ist" 

Kommentar von RandomBae ,

Bist du Christ oder Moslem?

Leider habe ich das Gefühl, dass ich durch diese Prüfung rasseln werde.

Kommentar von Ellome ,

Ich bin Christ :)

Du wirst das Gefühl öfters im Leben haben, aber wenn du das Gott regeln lässt und nicht aufgibst wirst du merken, dass es garnicht so schwer ist. Ich musste auch vieles durchmachen, aber ich habe dank Gott nie aufgegeben. Du muss ihn nur vertrauen können. Nach etwas schlechtes kommt IMMER was Gutes, es dauert aber es kommt. 😊 

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