Frage von Asereht1998, 134

Wie komme ich aus meinem loch?

Ich habe heute seit langer Zeit meine Tochter wieder gesehen, sie kennt mich schon gar nicht mehr als Mutter. Ich habe mich selbst wieder in mein depresivesloch geschmissen wie komme ich da wieder raus ohne das ich mich weiter runterziehe

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RicVirchow, 57

Du musst es jetzt einfach hinnehmen, wie es ist. Ändern kannst du es nicht mehr. Es haben schon ganz viele Menschen vor dir in dem Alter ein Kind gekriegt, wenn nicht früher und sie haben es geschafft. Wieso solltest du das dann nicht auch schaffen? 

Setze dir Ziele. Welche Momente willst du später mit deinem Kind mal erleben? Wie wirst du es erziehen ? Freust du dich schon auf die ersten Elternabende in den Schulen? Oder auf die ersten Kindergeburtstage? All das sind Dinge, WESHALB Menschen Kinder kriegen.

Ich weiß, dass hier jetzt viele sagen werden: "Aber mit 17 ein Kind, das ist doch ..."

Egal. Es ist, wie es ist. Mach jetzt das Beste draus. 

Dein Kind ist noch sehr klein, wenn du es jetzt häufiger siehst und dich mehr um sie kümmert, dann wird sie sich auch wieder mehr an dich gewöhnen. Wo ist sie denn hauptsächlich? Bist du nebenbei in der Schule oder in der Ausbildung?

Jedenfalls hilft es immer mit solchen Situationen klar zu kommen, wenn man sich vergegenwärtigt, dass man jetzt das hat, wovon viele träumen und jetzt viele neue Chancen hat und eine tolle Zukunft auf einen wartet. Man muss nur diesen Anfang, diesen Dreh kriegen. Aber wenn du jetzt in dieses große Loch fällst, dann wird es auch nicht besser, nur noch schlechter. Das wird nichts daran ändern, dass du jetzt eine Tochter hast und du ihre Mutter bist. Sei stolz darauf.

Ich glaube an dich, du schaffst das schon. Viele vorher haben das auch geschafft. Es gibt viele Organisationen, die auf junge Kinder aufpassen, während junge Eltern sich weiter bilden, bis sie selber dazu fähig sind voll auf sie aufzupassen.

Wie sieht es mit dem Vater aus? Gibt es noch Kontakt, wie alt ist er?

Vielleicht hilft dir folgendes Video motiviert dabei zu bleiben. Ist auf Englisch: 

Kommentar von Asereht1998 ,

die Sache ist das ich mich sehr gerne um sie kümmern würde, was ich auch 1 1/2 Jahre gemacht habe aber ich leide unter schweren Depressionen weswegen ich auch in Therapie und in einer wohngruppe bin und es einfach nicht schaffe mich um sie zu kümmern Ich vermisse sie und habe für mich selbst entschieden das ich es nicht kann Ich hab sie heute gesehen und muss einfach wieder aus meinem loch

Kommentar von RicVirchow ,

Bei wem ist sie gerade, was ist mit dem Vater und warum genau leidest du unter den Depressionen?

Kommentar von Asereht1998 ,

der Vater ist ein junky und soll sich zum Teufel scheren viele Gründe angeboren Mobbing Dinge die in meiner "bilderbuch" Vergangenheit passier sind

Kommentar von RicVirchow ,

Also ist ein Zusammenkommen mit dem Vater erst einmal nicht in Sicht. 

Die Situation klingt ziemlich schwer und natürlich kannst nur du einschätzen, was richtig für dich ist und was falsch und wie die Situation wirklich aussieht, das kann sonst keiner tuen.

Fakt ist, dass du im Wohlergehen deines Kindes eine zentrale Person bist. Sie braucht dich. Doch du kannst nicht für sie da sein, wenn du in dieses Loch fällst. Deswegen musst du trotz alledem versuchen aufrecht zu stehen, auch wenn es vielleicht schwer klingt.

Du musst versuchen dich nicht mehr so intensiv von deinen Gefühlen ablenken zu lassen und nur das Wichtigste zu machen, damit du so schnell wie möglich für deine Tochter da sein kannst.

D.h. versuche deine Depressionen durch die jetzigen Maßnahmen (Therapie, Wohnheim) + (z.B.) bessere Ernährung, Sport, Hobbyfindung, Lesen,  neue Freunde finden etc. zu bekämpfen und verbringe zum Beispiel auch mehr Zeit mit deiner Familie, sofern das Verhältnis das erlaubt, denn auch deine Familie kann dir sehr gut helfen.

Wenn du dich dann bereit fühlst, dann kannst du dich mehr auf deine Bildung konzentrieren. Irgendwas, was dir Spaß macht und womit du nach kurzer Zeit auch Geld verdienen kannst, damit du für das Wohl deiner Tochter schnell sorgen kannst.

Wie sieht es denn überhaupt gerade mit der Bildung aus? Hast du bereits Einnahmequellen, gehst du noch zur Schule oder bist du "inaktiv" ?

Was ich vielleicht auch gerne wissen möchte; Wo ist deine Tochter im Moment, bzw. wer zieht sie hauptsächlich während deiner Abwesenheit auf?

Meine Hilfe ist vielleicht auch nicht die Beste, aber ich denke du wirst das hinkriegen, einfach weil es viele vor dir auch geschafft haben, denen es sogar noch schlechter ging. Du musst eben die grundlegenden Dinge festigen : Depressionen bekämpfen, Grundeinkommen, deine Tochter mehr sehen und versorgen

Du schaffst das. Denke immer daran, wer du ein mal sein wirst und dass du, egal was passierst, immer ihre Mutter sein wirst und irgendwann ein mal zusammen mit ihr leben und glücklich sein wirst und sie auch einmal groß wird und sich um dich kümmern wird. Du schaffst das. Viele vor dir haben es geschafft, wieso solltest du es nicht schaffen? Glaube einfach an dich, egal wie schwer es im Moment scheint.

Ich Freue mich auf Rückmeldung

LG

Kommentar von Asereht1998 ,

ich hab im sommer meinen FOR-Q gemacht hab dann nach den ferien angefangen mathe/informatig abi zu machen das musste ich aber abbrechen weil ich durch viele faktoren ( andauernt körperlich krank etc) nicht mehr hinterher kam seit dem mache ich eine ausbildungsvorbereitung dh 3 tage die woche praktika und 2 tage schule 

nach den ferien will ich fachabi soziales und gesundheit machen 

zurzeit keine einnahmequelle aber das geld würde zu großen teilen eh ans amt fließen wegen wg und so

meine tochter ist bei meiner mutter 

danke für deinen rat

Kommentar von RicVirchow ,

Vielen Dank für den Stern!

Das sieht doch schon mal gut aus. Jetzt heißt es nur noch geduldig sein und auf die Zukunft zugehen, du schaffst das.

Und damit es dir nicht schlecht geht, solltest du dir Ziele für die Zukunft setzen. Was willst du erreichen, wo willst du mal sein, deine Tochter und du? Diese Ziele solltest du dir immer vor Augen führen , sie werden dich am Laufenden halten. 

Denke an das Forum, das ich dir vorgestellt habe, es wird dir auch eine große Hilfe sein.

Ich finde es toll von deiner Mutter, dass sie dich unterstützt. Deine Mutter ist dein eigenes Fleisch und Blut und bei ihr ist deine Tochter in den sichersten Händen. Sei froh, dass du eine Mutter hast, die diese Situation so toleriert und dir zur Seite steht. Allein das sollte dich stark halten.

Frohe Festtage und gutes Gelingen. Wenn irgendetwas ist, du kannst mich hier und im Forum erreichen. 

Du bist mutig.

Alles Gute!

Kommentar von Asereht1998 ,

Danke für den Zuspruch ♡

Kommentar von RicVirchow ,

Kein Problem :) Immer gern 

Antwort
von TorDerSchatten, 45

Such dir professionelle Hilfe

Es ist nicht normal, daß ein Kind nicht bei seiner Mutter aufwächst, auch wenn die Mutter minderjährig ist. Es gibt meistens hier eine Familie, die sich kümmert, und wenn nicht, gibt es vom Jugendamt betreute Wohngruppen oder Mutter-Kind-Heime

Es muß also einen Grund geben, warum du dein Kind nicht haben darfst. Daran arbeite mal. Krieg dein Leben auf die Reihe, mach einen Schulabschluß, mach eine Ausbildung und wenn deine Lebensverhältnisse einem Kind gerecht werden können, dann wirst du es sicher wieder bekommen

Kommentar von Asereht1998 ,

das ist nicht das Problem ich dürfte mich um mein Kind kümmern aber es wäre falsch und nicht das beste für sie selbst in einer solchen Einrichtung Ich arbeite schon an meinem Leben trotzdem ist es jetzt gerade die situartion das ich sie gesehen habe und in eine depressive Phase abdrifte und das will ich verhindern weis gerade nur nicht wie

Kommentar von TorDerSchatten ,

Hört sich jetzt komisch an, aber nach außen und nach innen gehen.

Mach etwas Aktives, was dir Bewegung und gleichzeitig Entspannung verschafft. Geh jeden Tag raus, egal bei jedem Wetter, und gehe allein in die Natur (sofern es dir möglich ist). Fern von Verkehr oder vielen Menschen.

Geh in eine Therme, geh in die Sauna. Wichtig: allein gehen, also ohne Begleitung. Denke dort an nichts, fühle dich einfach nur und deine Bedürfnisse und genieße die Entspannung.

Mir persönlich helfen auch immer Handarbeiten. Google mal nach "woolpedia Virustuch", das ist ein Häkelprojekt für ein schönes Dreieckstuch, das entspannt und man schaltet das Denken aus, weil man nur Maschen zählt.

Gleichzeitig gehe nach innen. Reflektiere dein Leben, was du bisher erlebt und geschafft hast, welche Krisen du schon gemeistert hast. Was du gut kannst. Wofür du dich loben kannst. Was deine Stärken sind.

Notfalls schreib es dir auf und lese es jeden Tag durch. Das bin ich, das kann ich! Mit deinen positiven Eigenschaften. Geh auch deine negativen Eigenschaften durch und überlege, wo du an dir arbeiten kannst.

Setze dir Ziele, und versuche diese zu erreichen - aber in kleinen Schritten, also keine Überforderung.

So kann man eine leichte (nicht krankhafte) Depression überwinden, es geht aber nicht von heute auf morgen. Du kannst du auch pflanzliche Hilfe nehmen mit Johanniskraut, Lioran, Lasea oder Sedacur forte. All das gibt es rezeptfrei in der Apotheke (Beipackzettel beachten)

Antwort
von Alsterstern, 70

Ganz schwierig bei den ganzen Problemen, die Du hast etwas zu raten. Informiere Dich, wo Du Hilfe bekommen kannst. Gesprächstherapie, vielleicht auch durch kirchliche Organisationen.  

Kommentar von Asereht1998 ,

Ich suche gerade jetzt eine Möglichkeit langfristig ist schon geplant geregelt und in die Wege geleitet ich muss nur jetzt gerade aus diesem loch raus kommen

Kommentar von Alsterstern ,

Wenn Du es selber willst, dann schaffst Du es auch.

Kommentar von Asereht1998 ,

@Alsterstern leider ist es nicht so einfach man kann zwar viel durch willenskraft aber leider nicht alles

Kommentar von Alsterstern ,

Das habe ich auch nicht geschrieben. Ich habe ja geschrieben, es ist schwierig da etwas zu raten. Aber Punkt eins ist doch, wenn man selber nicht will, dann wird das schon mal nichts. Ist man bereit sich helfen zu lassen, dann ist die erste Hürde schon überwunden. Man muss natürlich ganz viel selber tun. Sich auch selber informieren WAS alles möglich ist usw. Dank Internet sind wir da ja schon sehr weit. Also ich wünsche Dir viel Kraft. Mehr kann ich leider nicht tun.

Kommentar von Asereht1998 ,

Danke :) ich arbeite schon daran bin in Therapie und wohne in einer speziellen wohngruppe dennoch ist es schwer wenn ich meine Mutter besuchen fahre da meine kleine da lebt 

Es ist jedes mal so als würde alles was ich erreicht habe nix zählen solange ich mich nicht um sie kümmern kann

Kommentar von Alsterstern ,

Aber Du hast ein Ziel vor Augen, Dein Kind. Und das sollte Dir immer bewusst sein, nur das. Und mache Dich nicht immer selber klein. Vergiss auch mal das was war und schau nur nach vorne. Wenn sich jemand bessern/ändern will, dann ist das doch der richtige Weg.

Kommentar von Asereht1998 ,

schon aber ich hab leider noch mehr probleme die meine therapeutin für sinnvoller hällt erstmal zu besprechen, was sicher so ist aber andere story 

danke für die ermutigung

Antwort
von blumenkanne, 26

du setzt kinder in die welt, kümmerst dich nicht um diese und wunderst dich dann, dass sie dich nicht erkennen? hoffentlich zahlst du wenigstens für das kind. aus dem loch kannst du dir nur selber helfen, indem du aufhörst dich selbst zu bemitleiden und dich um arbeit kümmerst um unterhalt für dein kind zu zahlen.

Kommentar von Asereht1998 ,

du hast doch keinerlei Ahnung in was für einer situartion ich nicht befinde Klar wäre es mir lieber wenn ich mich um mein Kind kümmern könnte aber das wäre genau das was nicht das richtige für das Kind wäre aber danke für den tollen Rat und das du so schöne Vorurteile hast

Kommentar von RicVirchow ,

Die Antwort hättest du dir sparen können blume

Antwort
von TheMarni, 58

Erstmal hoffe ich, dass die "1998" in deinem Namen nicht dein Geburtsdatum entspricht. Andernfalls würde ich mir mal um die Verhütung sorgen machen, aber das ist nun nebensächlich. Es muss schließlich einen Grund geben, weshalb sich deine Tochter so von dir abwendet. Rede mit ihr und besprecht, was ihr besser machen solltet, damit ihr wieder zueinander findet.

Kommentar von TorDerSchatten ,

Doch, leider. Das Mädel ist 17

Kommentar von Asereht1998 ,

was hat das bitte mit meinem Alter zu tun und warum habt ihr alle so viele Vorurteile Ich habe nicht darum gebeten mir noch mehr Vorwürfe zu machen sondern einen hilfreichen weg wie ich gerade nicht wieder in meine Depression abrutsche

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