Frage von sweetmelonxx3, 54

Wie komme ich aus der Quarter Life Crisis wieder heraus?

Ich sehe momentan nicht so viel Sinn im Leben und verpasse praktisch das ganze Leben, weil ich Soziale Phobie habe. Ich habe das Gefühl mein Leben zieht an mir vorbei und ich mache nichts Bedeutungsvolles, weil ich mich nicht so schnell ändern kann. Hoffe auf Anregungen. LG.

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Antwort
von XSeidenschnabel, 19

Also ich weiss nich wie sehr ich dir helfen kann. Aber ich kann dich verstehen, denn ich 'hatte' auch eine soziale Phobie. Naja ich denke ich habs noch nicht ganz los, aber es ist viel besser momentan. Ich ging nie zu den Terminen beim Psychiater, die machens nur schlimmer, ich finde durch die hast du immer das Gefühl dass du krank bist.

Ich wollte unbedingt in meinem Leben etwas ändern, da ich wirklich immer nur zu Hause war und sogar dadurch Vitamin D-Mangel hatte, was man ja durch Sonnenstrahlen erhält. Also soziale Phobie verbindet sich häufig noch mit Depressionen, weiss nicht wies bei dir ist. Aber ich habe mal mit dem kiffen aufgehört, alle meine Medikamente nicht mehr eingenommen und neue Hobbys gesucht. Zu erst etwas dass ich gut zu Hause machen kann -> kochen. Ich war fast den ganzen Tag inder Küche. Aber ich hab es gerne gemacht. Und da hab ich meine Freunde zu mir eingeladen und haben zsm. gegessen undhatten Spass. Irgendwann ging ich mit meiner Freundin mit ins Basketballtraining. Und das war ein extrem schwiriger Schritt... Alles neue Menschen, neue Sportart die ich nicht beherrsche. Aber meine Freundin war stets bei mir und hat mir sehr geholfen. Nun jetzt habeich erfolgreich meine Depression 'bekämpft' und es ist einiges einfacher für mich mit fremden Leuten zu reden.

Wenn du bis hier gelesenhast, dann mach ich noch eine Zusammenfassung für dich: find etwas spannendes, dass du zuerst zu Hause machen kannst, zeichnen zb und lade Freunde zu dir nach Hause, sag deinen Freunden sie sollen jemanden mitnehmen den du nicht kennst, mit der Zeit sollten etwa sechs Freunde bei dir zu Hause sein ohne dass du dich unwohl fühlst. Dann suchst du dir ein Hobby, welches du gut mit einem Freund zusammen machen kannst, aber am besten ein Hobby in einer Gruppe. Teamsport ist super! Und ehe du dich versiehst, merkst du, dass du häufiger raus gehst, mehr mit anderen sprichst. Und dann fängt der Spass an und du kannst dein Leben leben wie du möchtest ohne nachzudenken. Reisen, Frau finden, Familie gründen. Das hat alles noch Zeit, zu erst musst du dich aus dem Loch befreien.

Ich wünsche dir alles gute und hoffe ich konnte ein wenig helfen. Du hast dein Leben noch vor dir, siehs nicht so streng.

Kommentar von sweetmelonxx3 ,

Ja danke dir. Depressionen hatte ich früher auch, aber momentan nicht gravierend. Vor dem Rausgehen habe ich auch keine Angst mehr, da habe ich schon starke Vortschritte gemacht und mit Fremden kann ich eigentlich auch reden mittlerweile. Mein Problem sind jetzt noch die engen Beziehungen zu Menschen, also nicht nur ein Gespräch und dann weiter. Dadurch , dass ich das ich vor Jahren das Haus kaum verlassen konnte, sind alle meine Kontakte abgebrochen und das Kennenlernen neuer Menschen ist daher mein größter Problempunkt wogegen ich vorgehen muss. LG.

Kommentar von XSeidenschnabel ,

Hast du noch einen engen Freund? Mein Freundeskreis besteht auch jetzt nurnoch aus 3 Freunden. Aber es ist schon gut wenn du einen Freund noch hast, der kann dich ja andern Freunden vorstellen wenn du ihn drum bittest. Oder dass du mal in einen Club gehst und versuchst dort neue Leute kennenzulernen?

Antwort
von Ekelpaket90210, 32

Hast du wirklich eine soziale Phobie oder redest du dir das ein?

Es gibt auch Menshcen die machen einfach weniger "draussen" - das hat nix zu bedeuten. Hast du einen oder mehrere Menschen um dich die du liebst? und wie alt bist du?

Kommentar von sweetmelonxx3 ,

Ich bin 22 (w) und die Phobie kam bei mir mit 14 durch und wurde mir dann noch im Teenager Alter vom Psychologen diagnostiziert. In dem Bereich hab ich schon viel hinter mir, was den Rahmen hier sprengen würde. Ich habe auch schon sehr große Vortschritte gemacht auf die ich stolz bin aber was mir noch fehlt ist der letzte Funke um wieder in die Normalität zu kommen. Ich stecke nämlich einfach in der Zeit fest sozusagen und habe das Gefühl, dass ich alles in diesen Jahren verpasse. Wenn man bedenkt, dass viele in meinem Alter schon Kinder haben beispielsweise. Für mich sicher noch lange undenkbar. Meine Familie unterstützt mich aber soziale Kontakte aufzubauen ist für mich nach wie vor das schwerste. Danke für die Antwort.

Kommentar von Ekelpaket90210 ,

Naja mit 22 verpasst du noch nix. Ich bin etwas älter als du und habe auch noch keine Kinder und noch keine geplant. Studierst du? Arbeitest du?

Ich habe auch Bekannte die mit 16 eine Ausbildung gemacht haben, mit 19 fertig waren und deren Leben sich nicht mehr groß ändert - daher haben die jetzt mit 22 ein Haus und zwei Kinder. Ist halt so.. dafür sind sie nie aus dieser Stadt herausgekommen, habe keine andere Stadt und nicht viele Menschen kennengelernt sondern sind seit ihrer Kindheit im Kreis der Familie und der Freunde aus der Grundschule und vom Sportplatz ;-)

Wenn du die Phobie hast, dann dränge dich zu nichts. Du wirst auch so alles erleben, aber mit deinen Augen und vielleicht anders und vll auch später oder langsamer als andere. Du musst nicht alles erleben was andere tun (vor allem nicht, wenn du auf Facebook siehst was andere für "tolle Dinge" machen und erleben - da ist dsa meiste gefaked und jeder präsentiert sich so gut er kann).

Hast du ein paar Freunde / Menschen um dich die dich kennen und akzeptieren?

Kommentar von sweetmelonxx3 ,

Ich mache nächsten Monat mein Abitur. Etwas verspätet, da ich 3 Jahre unfähig wahr zu arbeiten. Dafür bringe ich meine letzte Motivation noch auf. Du hast schon recht mit was du schreibst. Echte Freunde habe ich keine, da ich aufgrund meiner Vergangenheit einfach keine Erfahrung mit sozialen Kontakten mehr habe. Man könnte auch sagen ich habe es verlernt. Ich habe es auch noch nie jemanden anderen erzählt als meiner Familie. LG.

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